Ibiza 1995
Dies ist ein Reisebericht meiner Reise nach Playa De'n Bossa, Ibiza vom
August 1995. Bis auf die Preise hat sich hoffentlich wenig geändert,
obwohl ich keine Garantien übernehme. Ach ja, wir waren mit vier Männern
im Alter zwischen 23 und 27 Jahren da.
Ein paar Tage nach meiner Rückkehr von Ibiza mache ich mal einen kleinen
Reisebericht, um einen kleinen Einblick in das zu geben, was man vieleicht
besuchen sollte, und wo es sich nicht lohnt. Natürlich kann ich nur
zu den Orten was sagen, wo ich selbst war.
Meine Angaben beziehen sich auf 1995, also Preise und so können sich
geändert haben.
Das Appartement:
Wir waren mit vier Leuten in einem 4er Appartment in Playa d'en Bossa.
Der Ort liegt zwar direkt in der Einflugschneise, aber nach zwei Tagen
hört man den Lärm nicht mehr. Außerdem ist es nur einen Katzensprung
von Ibiza-Stadt entfernt.
Die Anlage hieß "La Noria - Playa Grande". Wenn ich nochmal
nach Playa d'en Bossa fahre, würde ich diese Anlage auch wieder bevorzugen,
denn sie ist
- günstig (969,- p.P. für ein Viererappartement, 2 Wochen im August)
- gut gelegen (keine 5 Min. zum Strand, und direkt am Ende der Straße
fangen die Discotheken an - Das "Kiss" ist ca. 50m entfernt)
- sauber.
Man sollte nicht verschweigen, daß es im Pool und in den Leitungen dieses
Komplexes nur leicht salziges Wasser gibt. Man muß dann eben Kanister nehmen.
Gastronomie:
Playa d'en Bossa ist ziehmlich in englischer Hand, was bedeutet, daß die
Küche im Eimer ist. O-Ton eines Anreißers auf die Frage, wo man gut Essen
kann: "Es ist überall Scheiße. Alles nur für die Engländer gemacht;
sogar beim Chinesen gibt's Pommes..." Das hat sich dann auch bewahrheitet.
Wir haben eigentlich nur in vier Läden gut gegessen:
- Ein Grill mit der Beschriftung "Playa d'en Bossa Grill" liegt ziemlich
weit Richtung Ibiza-Stadt, noch jenseits der "Bull's Bar". Er hat ein
blaues Hinweisschild auf dem etwa steht:
"ab 19:30h Special Grill - Kaninichen, Huhn, Würstchen [...]
+ Knoblauchbrot + 1/2 Flasche Wein: 1350pts."
Ein gutes Angebot, zumal die Fleichstücke gut schmecken. Natürlich gibt's
auch andere gute Dinge da. Derselbe Text ist übrigens nochmal auf englisch
darunter.
- Das Restautante gegenüber des "Kiss" auf der anderen Straßenseite.
Nicht der Chinese (der übrigens die schlechtesten Pommes macht, die ich
je gegessen habe), sondern das Spanische Restaurante (nach meinem
Gefühl für Himmelsrichtungen östlich vom "Kiss",
- Ein kleines Restaurant in der Nähe des Strandes. Schlecht zu beschreiben wo,
und ich hab mir den Namen nicht gemerkt. Aber in einer kleinen Straße
die zum Meer führt sind drei kleine Restaurantes, dieses ist das erste
vom Strand aus gesehen. Auf der anderen Straßenseite ist ein gelb
angestrichenes Hotel. (ich weiß, die Beschreibung ist ziehmlich mieß.)
Garnelen kosten da jedenfalls 800pts, und Lammkoteletts 900pts.
- In Ibiza Stadt waren wir noch in einem kleinen Lokal, das in der Gasse
hinter der Hafenstraße liegt, es ist am Ende des letzten Aufgangs vor
der Mole gelegen, die Tische und Stühle sind ziemlich schräg, aber
das Essen ist gut. Es gibt allerdings nur Wein bzw, Wasser zu trinken,
und die Speisekarte umfaßt nur 8 Gerichte. Wer Kaninchen mag ist hier
gut bedient.
- Das absolut mieseste englische Frühstück habe ich übrigens im "Mar y Sol"
gegessen. Man kann sowas ja essen, solange es gut ist. Hier waren aber
besonders die Wurstchen extrem furchtbar, ganz zu schweigen vom
Orangensaft. Ich habe versucht die Würstchen mit dem Senf zu retten,
aber das machte sie eher noch schlimmer.
Kneipen:
In Playa d'en Bossa ist es eigentlich egal, wo man hingeht, die Preise
scheinen überall ähnlich zu sein. Spaß macht der Schuppen, in dem die
Bowling-Bahn ist. Für 300pts. kann man da den elektrischen Bullen reiten.
Wochentags haben sie auch von 18-20h Happy Hour (== halber Preis).
Ansonsten kann man sich bei der Wahl des Lokals auch durch das
Fernsehprogramm leiten lassen - je nachdem ob man Golf, Tennis oder
Fußball sehen möchte.
Das Bora-Bora am Strand, westlich der "Jet"-Anlage, ist tagsüber gut um
Discothekentickets billiger zu bekommen. Abends kann man das im Disco-Point
erledigen. Um 23h kommt da ein gewisser "John" vorbei, der Tickets verkauft.
Am Hafen von Ibiza-Stadt ist es sauteuer.
Wir haben für einen (zugegebenermassen großen) Pot Sangria 4500pts. bezahlt!
Ein Trick der Kneipen ist es, zwar ein Freigetränk zu spendieren, aber erst
das zweite. Daran solltet ihr denken! Oft ist dieses Freigetränk auch
nur Tequila oder Vodka.
Disco's:
Allgemein kann man sagen, daß es nicht lohnt vor 2h morgens loszugehen.
Danach fangen die Discotheken an, sich zu füllen. Besser ist 2:30h-3h.
Die Disco's befinden sich, soweit nicht anderes erwähnt, in Playa
d'en Bossa.
- Das "Kiss": schon oftmals oben erwähnt, war unsere Standarddisco, wenn
man nichts besonderes vorhatte. Sie hat 2 Tanzflächen. Die eine ist
Techno vorbehalten, die auf der anderen werden mehr "ältere" Dinge
gespielt. Ich habe da sogar mal AC/DC gehört. Eintritt: 1000pts incl.
Freigetränk. Man bekommt allerdings an jeder Straßenecke Freikarten
hinterhergeschmissen. Wir hatten am Ende noch 26 Stück über...
Getränke sind wie in allen Ibizenkische Disco's viel zu teuer:
Cola: 600pts., Bier: 700pts., Vodka-Lemon: 900pts.
Wenn man nichts trinkt, kostet der Spaß mit Freikarte 500pts.
In den übrigen Disco's habe ich immer nur den Freidrink getrunken.
- Das "Konga". Richtung Ibiza-Stadt, aber noch in Playa d'en Bossa.
wir waren nur einmal drin, und es war ziemlich leer. Wir waren dann
auch schnell wieder draußen.
- Das "Pacha" (Ibiza Stadt): 4.500pts. Eintritt, aber man kann am Hafen
Reduktionstickets um 500pts. + Freigetränk bekommen. Man muß sehr
aufpassen, welche Mustik gespielt wird. Wir haben eine Funk-Nacht erwischt
(ätz!). Architektonisch sehr schön, 3 Go-Go-Girls als Vortänzerinnnen.
Wenn ich mich richtig erinnere kostet ein Vodka-Lemmon hier 1.200pts.
- Das "Privelege" (Ibiza Stadt, aber etwas außerhalb): Der Laden lebt
sehr davon, das es das ehemalige "Ku" ist. Montag's gibt es eine Party
namens Manumission, die angeblich sehr voll sein soll. Man sagte uns
was von 8000 Leuten. Wir waren Dienstags da, wo es auch relativ voll
war. Die Tanzflache war jedenfalls angenehm voll, so daß man noch etwas
Platz hatte.
Die Tanzfläche ist aber etwas übel, da sie aus Betonfußboden besteht
-- früher war das Ding ja auch mal nicht überdacht --. So um 5h gab es
eine kleine Show. Die Musik war eher Danceflor mit etwas untergemixten
Rythmus. Nur ein Go-Go-Girl zur gleichen Zeit. Hier kann man genau wie im
"Pacha" sehen, daß sich ein Arhitekt mal richtig austoben durfte.
Eintritt: Wir haben reduzierte Tickets für 3.500pts + Freigetränk
bekommen.
- Das "Space" ist eine "After Hours Disco", die direkt im Einflugbereich
des Flughafens liegt. Der Eintritt beträgt 4.000pts, bzw. 2.500pts.,
wenn man reduzierte Tickets hat. Die Disco besteht aus zwei Teilen:
Drinnen wird Techno gespielt -- "Techno der härteren Gangart", wie
ein Freund es umschrieb --. Der Laden hat eine Menge Flair. Ich habe
noch nie so viele ausgeflippte Leute gesehen. Draußen auf der
Terrasse ist die Musik nicht ganz so heftig, House-Music. Der
beste Tag ist wohl der Sonntag, dann der Samstag. die Öffnungszeiten sind
etwas kurios: 6h-irgendwann nachmittags (eben "after hours"), wobei
um 12h mittags die Tanz drinnen vorbei ist, und es nur noch auf der
Terrasse weitergeht.
Taxis:
Hier ein paar Preise, die wir für Taxifahrten bezahlt haben:
- Playa d'en Bossa - Ibiza-Hafen: 900pts.
- Playa d'en Bossa - Privelege (EX-Ku): 1700pts.
- Playa d'en Bossa - Pascha: 1200pts.
Formentera:
Der einzige Über-Tag-Ausflug hat uns nach Formentera geführt. Das Wasser
ist da besser als auf Ibiza. Am Strand hat man so ein Südsee-Feeling:
blaues Meer und viele Jachten. Falls man mit dem Boot rüberfährt, sollte
man am ersten Halt (Strand - nicht Hafen) von Bord gehen. (kostet von
Playa d'en Bossa aus 2000pts.) Obwohl es "nur ein weiterer Strandtag" ist,
lohnt sich die einstündige Bootsfahrt.
So das war glaube ich das Wesentliche. Solange mein Name erhalten bleibt,
und der Sinn nicht verändert wird, dürft ihr den Bericht gerne in
irgendwelche Archive oder WWW-Server übernehmen.
Enjoy!
Ralf.
Quelle: http://www.informatik.uni-
oldenburg.de/~henry/Reiseberichte/ibiza.html