Mexiko (17.10.-08.11.1998)
1997 waren wir schon in Mexiko gewesen, und es hatte uns so dermaßen begeistert, dass wir nun gleich noch mal dorthin wollten. Waren wir 1997 nur im Süden gewesen, zog es nun erst mal in nördliche Richtung. Die Kupferschlucht interessierte uns sehr. Wir waren zu dritt unterwegs, mein Freund Micha und ich und unser langjähriger Freund Hollu.
17.10.
7:45 aufgestanden, 9:15 nach Frühstück los zum Flughafen Düsseldorf, 11:05 pünktlich Abflug nach Paris, 12:15 Ankunft in Paris
13:45 sollte es weiter gehen, aber erst 14:45 Start (1 Std. später also!), 2 Mahlzeiten (Mittag und Abendessen; zu Mittag gab es wahlweise Hähnchen oder Fisch), 18:30 Ortszeit Landung in Mexiko-Stadt (in Deutschland war es da 1:30 am 18.10.), per Metro ins Hotel "Capitol", wo wir auch im Jahr vorher schon übernachtet hatten (im Stadtzentrum, nur 4 Blocks vom Zocalo weg und 5 min zu Fuß zur nächsten Metro-Station)
ca. 20:30 waren wir in unserem Zimmer und stellten auch nichts Weltbewegendes mehr an
18.10.
schlecht geschlafen, 8:30 aufgestanden, per Metro zum Busbahnhof, dort erst mal ein belegtes Brötchen gegessen, Wasser zum Trinken (sehr wichtig!!!) besorgt und 10:40 per Bus los nach Tula (80 km nördlich von Mexiko-Stadt), 12:00 da,
Ausgrabung besichtigt (Pyramide des Morgenstern-Tempels mit den berühmten Atlanten = 5 m hohe Figuren, die ursprünglich mal das Dach des Tempels hielten; sie stellen Quetzalcoatl in Gestalt des Morgensterns dar und sind wie Toltekenkrieger gekleidet; Tula war die Hauptstadt der Tolteken), Besichtigung des Museums, das zur Ausgrabung gehörte, dann in die heutige Stadt Tula gegangen, zum Zocalo und zum Markt, dort was gegessen, 17:00 zurück, 18:30 zurück in Mexiko-Stadt, ins Hotel und dann in unsere "Stammkneipe" vom letzten Jahr
Für mich war es kaum vorstellbar, daß es 1 Jahr her war, daß wir da zum letzten Mal waren, alles war so vertraut, mir kam es vor, als wäre es erst gestern gewesen...
dann noch zum Garibaldi-Platz, wo die Mariachi-Musiker in Scharen anzutreffen sind und gegen 23:00 ins Bett
Wetter: sonnig und heiß, abends recht kühl
19.10.
8:45 aufgestanden, Sachen gepackt und im Hotel untergestellt bis abends, die Zimmer räumten wir schon, Frühstück in unserer "Stammkneipe", Geld getauscht und Tickets für unseren Flug nach Chihuahua besorgt, auf den Lateinamerika-Turm aus Stahl und Glas hoch, der bis vor kurzem noch das höchste Gebäude Lateinamerikas war; er wurde schon 1954 erbaut; der Ausblick war klasse, wir hatten auch Glück, es war nicht so schlimm mit dem Smog, so daß wir gute Sicht hatten
zum Zocalo gelaufen und die Wandgemälde von Diego Rivera im Nationalpalast angeschaut, auch in die Kathedrale, dann auf dem Zocalo eine Gruppe von Tänzern beobachtet, die alte indianische Tänze darboten
noch was essen gewesen in der Nähe des Zocalo, 17:00 zum Flughafen, 18:10 da, 19:10 Start, fast hätten wir noch den Flieger verpaßt, weil die Ausschilderung ziemlich undurchsichtig war
20:30 Ortszeit (in Mexiko-Stadt war es da schon 21:30) Landung in Chihuahua, per Sammeltaxi ins Hotel "Aida", was, wie sich herausstellte, mitten im Rotlichtviertel lag, aber ordentlich und sauber war, auch einen sicheren Eindruck machte und sehr preiswert war
noch einen Abstecher gemacht, um was trinken zu gehen, was aber im Rotlichtviertel für mich als Frau alles andere als einfach war, Frauen wurde in Bars einfach nichts verkauft...,in einer Gasti direkt neben unserem Hotel bekamen wir dann doch noch was, und es wurde sogar noch richtig lustig, es kamen noch 3 Einheimische und machten Musik, und wir bekamen sogar noch ein Bier spendiert; es war mächtig Stimmung, aber dann kam die Sperrstunde, und wir lagen 23:45 im Bett, war wohl auch besser so im Hinblick auf den nächsten Tag...
20.10.
denn: 4:50 hieß es aufstehen
Wir wollten zum Bahnhof, und im Plan vom Reiseführer sah es auch aus, als wären es nur 200 m, was aber nicht stimmte, es waren 2 km...
Wir wollten also laufen, wußten aber nicht, in welche Richtung, und so fragte ich Männer, die an einer Imbißbude standen, einer von ihnen bot uns an, uns auf seinem Pickup mitzunehmen, er wollte dafür nur einen Kaffee am Bahnhof spendiert haben, Wahnsinn! Er erzählte mir, daß seine Söhne in den USA leben und nur noch selten nach Mexiko zu ihm kämen, das fand er wohl nicht so gut.. Wir hatten wirklich großes Glück mit dieser Aktion, denn der Zug fuhr auch 1 Stunde früher los, als wir dachten (die Angabe hierzu stimmte im Reiseführer auch nicht mehr, in Mexiko ändert sich sowas eben schnell mal) Mit Laufen hätten wir den Zug also nie und nimmer geschafft.
5:30 hatten wir das Hotel verlassen, 5:45 am Bahnhof, und 6:00 fuhr der Zug los. Die erste Stunde fuhren wir im Dunkeln, dann war die Fahrt ziemlich beeindruckend. 11:35 Ankunft in Creel (auf die Minute pünktlich!), Creel liegt 2300 m hoch und ist somit fast der höchste Punkt der Strecke.
dann in ein Hotel, was essen gegangen, 13:00 gebuchte Tour mitgemacht zum Arareco-See, ins Tarahumara-Indianer-Reservat mit Besichtigung der Missionskirche, Gesteinsformationen gesehen, die aussahen wie ein Elefant oder eine Schildkröte; dann 15:00 bis 16:45 Wanderung zu den Cusarare-Wasserfällen (3 km eine Strecke); die Wasserfälle sind 35 m hoch, aber es war leider wenig Wasser, 2 Mädels aus der italienischen Schweiz waren mit dabei, es war sehr nett, wir konnten uns auf englisch unterhalten, am Schluß noch Indianer besucht, die in Wohnhöhlen lebten
17:30 zurück am Hotel, es regnete leider sehr stark und war daher nicht möglich, noch mal durch Creel zu laufen, schade!
19:30 Abendessen (2 Mahlzeiten, also Frühstück und Abendessen waren bei diesem Hotel im Preis inbegriffen), es war auch ganz gut und ziemlich reichlich, es gab Suppe, Reis, Fleisch und Guacamole (=Avocadomus)
20:00 in die Bar "Margarita" (2 Blocks weiter), es war von 19:00 bis 22:00 Happy Hour (=hier: 1 Bier bezahlen und dazu 1 Margarita (=1 Drink mit Tequila) umsonst), das halbe Hotel war da, und es war mächtig Stimmung, 0:00 war Schluß, und wir mußten gehen, 23:30 wurde aber das Hotel abgeschlossen, was wir auch vorher wußten, nur nicht ernst nahmen, das hätten wir aber tun sollen, denn so mußten wir über das Dach einsteigen. Am nächsten Tag machte die Polizei übrigens vorsichtshalber gleich 22:00 Uhr die Bar zu.
21.10.
8:00 aufgestanden, Frühstück im Hotel, Geld getauscht, 9:30 sollte die Tour starten, ging aber erst 10:20 los, 11:00 Ankunft in Divisadero; es war bewölkt, und ab und zu gingen heftige Wolkenbrüche nieder, bis 12:00 hatten wir Zeit, uns dort umzuschauen und den Blick in die Kupferschlucht zu genießen, dann noch ein Stück weitergefahren und ein Stück Fußmarsch zu einem anderen Aussichtspunkt in die Kupferschlucht, ca. 13:30 zurück nach Divisadero zur Zugstation, inzwischen waren dort viele Essenstände aufgebaut worden, denn die Ankunft des Zuges war nicht mehr fern, auch was zu essen gekauft (Gorditas und Chiles rellenos =gefüllte Chili-Schoten, das Stück für 7 Pesos =ca. 1,30 Mark), 14:00 kam der Zug, und wir beobachteten das bunte Treiben und auch die Abfahrt des Zuges, der Zug hält nur 15 min, zurück nach Creel, 15:30 da und noch Wanderung zur Mission San Ignacio gemacht, dabei Felsformationen bestaunt, die aussahen wie Frösche oder Pilze, eine Wohnhöhle gesehen, wo Tarahumaras leben, wieder in Regenschauer gekommen und wieder Stifte an bettelnde Kinder verteilt, die sind wir immer reißend losgeworden; in San Cristobal de las casas und in Creel bei den Tarahumaras haben uns die Kinder die Stifte förmlich aus der Hand gerissen; die Wanderung dauerte ca. 3 Std. insgesamt, in Creel noch Postkarten gekauft, 19:30 Abendessen (Nudeln, Hühnerbeinchen, Kartoffelbrei), im Zimmer Karten geschrieben und 21:00 in die Bar "Margarita"; da 22:00 geschlossen wurde, noch in die nächste Bar, aber diesmal pünktlich zurück ins Hotel!!! lieber dort noch ein Fläschchen Wein getrunken und 1:00 ins Bett
22.10.
8:30 aufgestanden, Frühstück im Hotel (Rührei mit Bohnenbrei und Kuchen), Wanderung zu Aussichtsfelsen (ca. 1 Std. hin und zurück), 11:00 Sachen aus Hotel geholt und zum Zug, 11:35 Abfahrt, in Divisadero dann 15 min Zeit, Wetter war super, sonnig, kaum Wolken, prima zum Fotografieren, natürlich noch mal die Kupferschlucht auf Zelluloid gebannt! an den Ständen noch was zu essen geholt, und dann wurde die Zugfahrt so richtig atemberaubend; ich stand fast die ganze Zeit zwischen den Waggons auf einer Aussichtsplattform und genoß es einfach, der Zug schraubte sich immer tiefer herunter der Küstenebene von Los Mochis entgegen, und es wurde immer schwüler; kurz vor Ankunft in Los Mochis (1 Station vorher in Sufragio) durchsuchten Militärs alle Mexikaner (uns nicht) nach Waffen und Drogen, 22:30 mit 11/2 Stunden Verspätung Ankunft in Los Mochis, per Taxi für 15 Pesos pro Person (=2,70 DM) die 3 km zum Busbahnhof gefahren und wieder Glück gehabt: 23:00 fuhr der Bus nach Mazatlan; noch schnell was zu essen (belegte Brötchen) und Wasser besorgt, unterwegs machte der Bus 2x Halt
23.10.
pünktlich 5:00 Ankunft in Mazatlan, bis es ca. 7:00 hell wurde, auf dem Busbahnhof geblieben, per Taxi zum Hotel "Zaragoza", was aber so schlecht war, daß wir nur 1 Nacht blieben und dann das Hotel wechselten, nur übernächtigt wie wir waren, fiel uns der desolate Zustand dieses Hauses im ersten Moment nicht auf...
8:00 los an der Strandpromenade entlang gelaufen und dann gefrühstückt mit Blick aufs Meer, 10:00 fertig und dann weiter Richtung Leuchtturm gegangen, nur war es schon sehr heiß geworden; wenn man die frische Brise vom Meer abbekam, ging es noch, aber kaum war man ein Stück weg vom Meer, war die schwüle Hitze beinahe unerträglich!
da die Sonne brannte, setzte ich mich in eine Bar am Weg zum Leuchtturm und wartete da auf Micha und Hollu, die nach 1 Std. (13:00) völlig erschöpft zurück kamen, ich hatte derweil ein interessantes Gespräch mit dem Kellner gehabt über die Lebensbedingungen in Mexiko; die Bar hatte nämlich eigentlich noch geschlossen, aber wir bekamen trotzdem was zu trinken (Saft); die Bar war im Prinzip nur eine überdachte Terrasse, sehr angenehm, dort im Schatten zu sitzen
per Bus in die Zona dorada, die Hotelzone mit schönen Stränden und Swimmingpools an den Hotels, die man auch als Nicht-Hotelgast benutzen konnte, wenn man wie ein Ausländer aussah (schon kraß...), das taten wir dann auch, waren auch im Meer baden, ca. 19:00 Sonnenuntergang, was essen gegangen und durch die Hotelzone geschlendert, ca. 21:30 per Bus zum Zocalo, 22:30 ins Hotel, noch ein Fläschchen Wein getrunken, 0:15 ins Bett
24.10.
8:45 aufgestanden, anderes Hotel gesucht und umgezogen, 10:30 los in die Stadt, Geld getauscht und was essen gegangen (Micha: Zunge in Ranchero-Sauce, ich: Krabben mit würziger Sauce und Gemüse, Hollu: Steak)
dann Stadtbesichtigung, Kathedrale hatte aber leider zu, bis 14:30 saßen wir im Schatten auf dem Zocalo und warteten, daß sie aufmachen würde, doch umsonst, dann in die Zona dorada an den Strand, in der Happy Hour (=hier: 2 Drinks zum Preis von einem von 17:00 bis 18:00) Pina Colada, Mai Tai und Tequila Sunrise getrunken
Nach Einbruch der Dunkelheit gönnten wir uns mal was Edles, ein Essen im Plaza-Hotel (Luxusklasse) auf der Terrasse am Strand, natürlich gab es Fisch! Und es war auch erschwinglich, mit Vorspeisen und Getränken haben wir zu dritt 46 DM bezahlt...
dann noch in die Altstadt per Bus und noch ein Bier getrunken, gegen 0:00 ins Hotel zurück
25.10.
9:30 aufgestanden (eigentlich war es erst 8:30 wegen der Sommerzeitumstellung, aber das wußten wir da noch nicht...), Sachen gepackt und im Hotel abgestellt
an der Markthalle gefrühstückt, dann Kathedrale besichtigt, mir hat sie sehr gut gefallen, dann zum Aquarium, es gab auch eine Vogel- und eine Seelöwenshow und Krokodile
14:30 (gültige Zeit) zum Strand, noch mal die Happy Hour ausgenutzt von 17:00 bis 18:00, im Pool und im Meer gebadet, 19:00 zurück zum Zocalo, da war mächtig was los, regelrechte Volksfeststimmung, viele Essenstände, und es traten ein paar junge Talente mit folkloristischen Liedern auf (Nachwuchskünstler der örtlichen Musikschule), laut Reiseführer ist das jeden Sonntag so
dann was essen gegangen (Fisch), in die gleiche Gaststätte, wo wir die beiden Male gefrühstückt hatten, war wieder sehr gut!!
dann an der Strandpromenade zurück ins Hotel und Sachen geschnappt, per Taxi zum Busbahnhof, 22:00 da, 23:00 fuhr der Bus mit 30 min Verspätung los
26.10.
6:45 Ankunft in Guadalajara (45 min früher, als planmäßig!!!), hier war wieder die andere Zeitzone (die gleiche wie Mexiko-Stadt)
Fahrkarten für die Weiterfahrt nach Acapulco für den 28.10. besorgt, per Taxi zum Hotel, erst mal nur die Sachen abgestellt, denn es war noch sehr zeitig, frühstücken gegangen, Geld getauscht, 11:00 im Hotel unser Zimmer bezogen, danach Stadtbesichtigung (Wandgemälde von Orozco im Staatspalast, Kathedrale, Markthalle(=angeblich der größte überdachte Markt der Welt)) und für den 28.10. die Tequila-Tour gebucht
dann in einer Bar was getrunken und was essen gegangen, in der Gaststätte waren Wandgemälde der Stadt im Wandel der Zeit, sehr interessant, auf dem Weg zurück ins Hotel einen Straßenkünstler beobachtet, der Bilder machte mit Spray und jeder eins gekauft (für ca. 3,60 DM...)
21:30 ins Hotel und noch Wein getrunken, 0:00 ins Bett
Unser Hotel lag sehr zentral, nur 4 Blocks vom Zentrum mit der Kathedrale entfernt.
27.10.
9:30 aufgestanden, 10:30 was frühstücken gegangen (die Enchiladas waren so lecker, daß ich noch mal nachbestellte!), dann Besichtigung des Hospicio Cabanas mit Gemälden und Skizzen von Orozco, es gibt 23 separate Patios (Innenhöfe), und es sind Kunst- Musik- und Tanzschulen sowie verschiedene Regierungsbüros hier untergebracht
im Markt Krabben gegessen, in der Stadt T-Shirts gekauft, dann per Bus nach Tlaquepaque (Vorort von Guadalajara) gefahren und dort rumgeschlendert und auch zu Abend gegessen im Freien in Gesellschaft von 2 Papageien, die zum Restaurant gehörten; Tlaquepaque gefiel uns ganz gut, ein nettes Plätzchen, die ganze Atmosphäre war richtig gut
auf der Rückfahrt im Bus trat ein Straßenmusikant auf mit Gitarre und sang dazu, mir gefiel das bolivianische Lied "La Tamia" ( = Quechua für Wasser) so gut, daß ich ihn ansprach und wir uns unterhielten, bis wir aussteigen mußten
22:00 zurück im Hotel, unten im Foyer noch unseren eigenen Wein getrunken und ein bißchen mit dem Mann von der Rezeption gesprochen, u.a. über die Vorzüge des Tequila... 0:00 ins Bett
28.10.
8:00 aufgestanden, frühstücken gegangen, dann die 4 Blocks zum San-Francisco-Park gegangen, dort startete 9:30 die Bustour nach Tequila, wo das berühmte gleichnamige Getränk herkommt; unser Reiseleiter sprach sehr gut englisch, was auch mir entgegenkam, so mußte ich nicht ständig übersetzten
zuerst Besichtigung einer Farm, wo die Agaven angebaut werden, aus denen der Tequila gewonnen wird, sehr interessant; es wurde gezeigt, wie sie gepflanzt und geerntet werden und auch sonst jede Menge Wissenswerte erzählt
dann Besichtigung der Tequila-Brennerei der Familie Sauza, wir sahen die Herstellung des Tequila von Anfang bis Ende und auch die großen Eichenfässer, in denen er dann bis zu 5 Jahren reift
dann aber der Höhepunkt dieses Ausfluges: die Tequila-Verkostung im Gästehaus der Familie Sauza!, man gab reichlich, und auch vom Bestem, dem Tres Generationes, dem ca. 5 Jahre gelagerten goldbraunen Tequila, wir kosteten reichlich und kauften auch ein paar Flaschen Tequila
zum guten Schluß machten wir noch Halt in einer Gaststätte im Freien, die Speisen und Getränke waren selber zu zahlen, aber es gab auch ausgefallene Sachen, die wir testen mußten: Austern a la Rockefeller (mit Käse), Krabben in Tequila-Sauce und Austern in Öl gebraten, dazu noch was zu trinken, und der ganze Spaß für 140 Pesos (=ca. 25 DM) für alle 3!
17:30 zurück in Guadalajara (eigentlich hatten wir schon 14:30 zurück sein sollen), deshalb ziemlich Hektik, per Taxi zum Busbahnhof (35 Pesos = 6,30 DM für die Fahrt), 19:00 Abfahrt des Busses nach Acapulco, der Bus der Gesellschaft Estrella Blanca selber war super, sehr viel Beinfreiheit, nur 1x Halt an einer Raststätte, sonst nirgendwo
29.10.
7:50 überpünktlich Ankunft in Acapulco, per Taxi zum Hotel, das uns der Taxifahrer empfohlen hatte, und es war auch ein wirklich guter Tip, nicht weit (ca. 5 min zu Fuß) vom zentralen Platz, dem Zocalo und direkt an der Küstenstraße
gegen 9:30 was frühstücken gegangen (Enchiladas verdes, Enchiladas rojas und Chilaquiles, dazu frisch gepreßten Orangensaft; den hab ich übrigens in rauhen Mengen getrunken in Mexiko, das ist auch was feines!!!), dann zum Zocalo, dort sprach uns eine Frau auf deutsch an und schwatzte uns eine Bootstour über eine Lagune an der Pie de La Cuesta, ca. 15 km außerhalb von Acapulco auf; da wir sowieso nicht so recht wußten, was wir in Acapulco großartig anstellen sollten, fuhren wir da einfach hin, und es war auch ganz gut; die Fahrt dorthin mit dem Stadtbus war schon sehr abenteuerlich (sehr rasant!) und dauerte 30 min, 12:30 waren wir da und tranken noch ein Bier, 13:30 sollte es losgehen, 14:00 ging es dann los; wir schipperten über die Lagune, 2 andere Deutsche waren auch mit dabei, und wir unterhielten uns ganz nett; wir sahen verschieden Vögel und eine Krabbenfischer
zum Mittagessen hielten wir an einer Gaststätte im Freien an der Lagune und aßen Süßwasserkrabben, auch mal eine Erfahrung!!
von der Gaststätte dann ca. 17:00 weg, zurück zur Bootsanlegestelle, am Strand was essen gegangen, dann 19:00 los und per Bus in die Stadt zurück, es war Stau und einfach furchtbar! eine Abgaswolke, widerlich! 19:45 da, ins Hotel und dann zu den Felsenspringern gelaufen, 21:30 die Vorstellung angeschaut, es war schon spektakulär; per Bus in die Hotelzone und ins Planet Hollywood und Hard Rock Cafe, dort war es auch ganz witzig, denn es spielte eine mexikanische Band, wir tranken dann dort auch was; 0:15 los und per Taxi zurück ins Hotel, weil kein Bus mehr fuhr, noch ein bißchen Wein getrunken und dann 2:00 ins Bett
30.10.
9:30 aufgestanden, frühstücken gegangen (der Ananas-Saft war super!), dann Tickets für den Flug von Tuxtla Gutierrez nach Mexiko-Stadt besorgt, dann zum Parque Papagayo, dort rumgeschlendert, Enten gefüttert (sie fraßen aus der Hand), mit einer Seilbahn auf einen Hügel gefahren, von wo man Acapulco gut überblicken konnte und in einer Saftbar entspannt mit gemischtem Orange-Ananas-Saft
per Bus zum Strand am Hotel "Hyatt" (Nähe Hard Rock Cafe), weil der Strand dort am schönsten sein sollte, leider totale Fehlanzeige, er war verschmutzt, im Wasser schwammen tote Fische, und es war auch keiner baden, so machte ich Parasailing, und Micha und Hollu fuhren Jetski für je 100 Pesos (ca. 18 DM), dann noch im Pool des "Hyatt" gebadet
per Bus zur Caleta, genau auf der anderen Seite Acapulcos, wir brauchten 1 Std.!, dort Abendessen (Fisch, sehr lecker und reichlich, gefüllt mit Krabben und anderen Meeresfrüchten, der beste, den wir in Mexiko hatten und eine Portion für ca. 5,40 DM!), dann noch den Strand begutachtet, der besser zu sein schien, Hotels angeguckt und die beiden Deutschen vom Vortag in ihrem Hotel besucht, 21:00 zurück zum Zocalo per Bus, noch ein bißchen rumgeschlendert und 21:45 per Käfertaxi mit allem Gepäck zum Busbahnhof; 23:00 Abfahrt des total überfüllten Busses, es standen sogar Leute im Gang, das ist bei 1.Klasse-Bussen eigentlich unüblich, kaum mal angehalten zwischendurch
31.10.
8:30 Ankunft in Pochutla mit 1 Std. Verspätung, frühstücken gegangen, Fahrkarten nach San Cristobal de las casas besorgt, dann per Taxi nach Zipolite, weil die Busse alle kaputt waren; 11:00 Ankunft in Zipolite, wieder dort Hängematten gemietet, wo wir im Jahr vorher auch schon waren, den ganzen Tag in der Hängematte rumgegammelt
in der Dämmerung am Strand lang gelaufen und in einer Gaststätte was essen gegangen (Fisch, super gut) und verschiedene Cocktails gekostet (Pina Colada, Alfonso XIII...), 22:30 zu den Hängematten zurück, wo unser Zeug, was wir liegen gelassen hatten, weg war, zum Glück hatten unsere "Vermieter" die Schlafsäcke und Handtücher sichergestellt, aber T-Shirts, Badehosen und Michas Sandalen waren weg
noch nachts baden gegangen und bis 0:45 Wein getrunken
1.11.
bis 10:30 ausgeschlafen, baden gegangen und 11:30 nach Puerto Angel (3 km entfernt) gefahren, Mittagessen gegangen, an den Strand und uns in einer Gaststätte festgesetzt und abwechselnd baden und schnorcheln gegangen, war echt toll, viele bunte Fische gesehen, dann noch Abendbrot gegessen (Fisch), an den Hängematten noch bis 1:30 gesessen und Wein getrunken
2.11.
bis 10:00 ausgeschlafen, frühstücken gegangen, Strandspaziergang gemacht und dabei eine Hippie-Kommune entdeckt, das war echt interessant, auch den Meditationsplatz angeschaut, diese Hippie-Kommune war am Ende des Strandes, dann noch in die andere Richtung bis zum Ende gegangen, noch Abendbrot essen gegangen (Fisch, und ich testete mal mit Meeresfrüchten gefüllte Chili-Schoten, war super!)
21:00 per Taxi nach Pochutla, weil es immer noch keine einsatzbereiten Busse gab, dort sollte der Bus nach San Cristobal de las casas 22:30 losfahren, hatte aber 1 Std. Verspätung
Außerdem war dieses Mal kaum Wind im Gegensatz zum Jahr davor, weshalb die Mücken sehr aktiv waren und uns total zerstochen hatten und wir uns während der Busfahrt ständig kratzen mußten.
3.11.
11:00 schon mit Verspätung in Tuxtla Gutierrez angekommen, dort wurde der Bus merklich leerer, dann noch 4 Std. bis San Cristobal de las casas (2100 m hoch im Chiapas-Gebiet gelegen) gebraucht, denn die direkte Straße (80 km) war durch die starken Regenfälle, die MITCH ausgelöst hatte, abgerutscht, und wir mußten eine riesen Umweg fahren, 15:00 waren wir dann also endlich da (hätten 10:30 da sein sollen), aber im Süden Mexikos ist das nicht ungewöhnlich, im Norden war es für meine Vorstellungen fast schon zu gut gelaufen...
ein Hotel gleich am Busbahnhof genommen und dann erst mal was essen gegangen, Hunger macht bekanntlich böse, und ich hatte Hunger!!!
durch die Stadt geschlendert, Micha war für 5,40 DM mit Trinkgeld beim Friseur, was trinken gegangen und noch was gegessen, 0:00 zurück im Hotel gewesen
4.11.
8:45 aufgestanden, Wanderschuhe zum Schuster gebracht, um geplatzte Naht nähen zu lassen; frühstücken gegangen und zum Kunsthandwerksmarkt, wo indianische Volkskunst-Sachen verkauft werden, von Holzspielzeug bis zu Kleidungsstücken mit indianischen Motiven, von Armbändchen bis zu Masken... wir wollten aber in erster Linie Hängematten kaufen, auch für Freunde zu Hause welche mitbringen, was auch von Erfolg gekrönt war; bis 14:00 blieben wir auf dem Markt und kauften alle möglichen Mitbringsel, u.a. auch Puppen des Subcommandante Marcos, der 1994 mit seinen Truppen die Stadt belagert hatte, um auf die schlechten Lebensbedingungen der indianischen Bevölkerung aufmerksam zu machen; dabei kam aber niemand zu Schaden, im Gegenteil, die Touristen ließen sich sogar noch mit den Rebellen fotografieren fürs Fotoalbum zu Hause... jedenfalls ist Marcos nun ein richtiger Volksheld in San Cristobal de las casas und diese Puppen gibt's in verschiedenen Größen an jeder Ecke
dann was essen gegangen, um uns zu stärken nach den anstrengenden Einkäufen, dann zu den 2 Kirchen (Guadalupe im Osten und San Cristobal im Westen) hochgegangen, von wo man eine schöne Aussicht über die Stadt hat
bei Einbruch der Dunkelheit noch mal zum Indianermarkt, aber alles war schon im Abbau begriffen, dann fing es an, so stark zu regnen, daß wir in die nächstbeste Gaststätte flüchten mußten und gleich Abendbrot aßen; leider goß es nach der 1 Std. immer noch wie aus Eimern, die Straßen glichen schon Bächen, so stellten wir uns unter und warteten auf ein Taxi und fuhren zum Hotel zurück; weil ich noch meine Schuhe abholen mußte, es aber immer noch nicht den Anschein machte, daß es in absehbarer Zeit aufhört zu regnen, trabte ich mit Regenjacke und in Badelatschen zum Schuster...
21:00 hörte es endlich auf, und wir gingen noch mal zu "Sherlock's", wo wir im Jahr vorher gern gewesen waren und tranken noch ein paar Cocktails, 0:00 gingen wir dann, denn der Laden machte dicht
5.11.
6:00 aufgestanden, 7:15 zum Busbahnhof, angeblich fuhr kein Bus nach Tuxtla Gutierrez (540 m hoch), auch nicht auf der Umgehungsstrecke, also mußten wir ein Taxi nehmen; es kostete 36 DM für die 80 km, denn Autos durften die direkte Strecke fahren, Busse nicht, die Straße war teilweise wirklich stark beschädigt; außerdem hatte ich so mal wieder die Chance, mich mit einem Einheimischen zu unterhalten, das ist ja immer ganz interessant; 8:45 Ankunft am Hotel, nur 2 Blocks vom Zocalo weg; dann gleich zum Zocalo gegangen, was gegessen und per Taxi zum Madero-Park; dort das Regionalmuseum (Museo Regional de Chiapas) besichtigt mit Ausstellungsstücken und Landkarten, die sich mit den präkolumbianischen Volksgruppen im Chiapas-Gebiet beschäftigen; u.a. sind auch 2 Maya-Köpfe aus Stuck zu sehen, die man in Palenque gefunden hat, wo wir im Jahr vorher waren
Der botanische Garten im Madero-Park war leider ziemlich heruntergekommen und voller Mücken.
dann ca. 14:00 per Taxi zum Zoo, der auf einem bewaldeten Hügel im Süden der Stadt liegt und sämtliche im Chiapas-Gebiet vorkommenden Tierarten beherbergt, von Spinnen bis zu Jaguaren, sogar einen Quetzal-Vogel, der den Maya heilig war, der Zoo ist mit großzügigen Käfigen, einschließlich Dschungelpflanzen und durchfließendem Quellwasser ausgestattet, bis 17:30 alles angeschaut, sehr interessant; wir sahen auch wirklich die Jaguare und den Quetzal-Vogel, weiterhin viele verschiedene bunte Vögel (u.a. Papageien und Tucane), Affen, Schlangen und Krokodile sowie das Vivario, die sehr umfangreiche Sammlung von Spinnen und Insekten, denen man rein theoretisch auf jeder Mexiko-Reise begegnen kann; uns hat es sehr gut gefallen, der Zoo ist wirklich sehr geschmackvoll angelegt
dann per Taxi zum Hotel "Bonampak", wo Reproduktionen der Wandgemälde zu sehen sind, die man in Bonampak gefunden hat, dann die 14 Blocks zum Zocalo gelaufen und 19:00 das Glockenspiel an der Kathedrale angeschaut; der Glockenturm spielt jede Stunde eine andere Melodie, die von einer Prozession der 12 Apostel begleitet wird
Abendbrot gegessen, es war gar nicht so einfach, eine Gaststätte zu finden, sie waren sehr dünn gesät, eigentlich unverständlich, ist doch Tuxtla Gutierrez die Hauptstadt des Bundesstaates Chiapas
auch auf dem Zocalo nichts los, deshalb noch die Hauptstraße Richtung Südosten 9 Blocks langgegangen, 22:00 zurück ins Hotel und noch Wein getrunken
6.11.
7:45 aufgestanden, gleich in der hoteleigenen Gaststätte gefrühstückt, dann per Bus zum Canon del Sumidero, einer Schlucht, durch die ein Fluß fließt und deren Felswände an manchen Stellen 1000 m hoch sind
ca. 1 Std. gewartet, denn es müssen mindestens 10 Leute zusammen kommen, bis ein Boot losfährt, aber mit einem dänischen Paar geredet, die insgesamt 4 Monate (!) unterwegs waren, war echt nett; 11:00 bis 13:00 dann die Bootsfahrt, wirklich beeindruckend!; dann per Bus nach Chiapa del Corzo, eine kleine Kolonialstadt mit Blick über den Fluß und was essen gegangen, herumgeschlendert; es ist ein wirklich hübsches Städtchen und gefiel uns sehr gut; ich war dann auch noch für 5,40 inclusive Trinkgeld beim Friseur
15:30 zurück nach Tuxtla Gutierrez, dort Kathedrale besichtigt, 16:00 per Taxi zu den Aussichtspunkten an einer 23 km langen Aussichtsstraße in einem Nationalpark nördlich von Tuxtla Gutierrez, von denen man in die Schlucht blicken kann; 2 von 5 waren allerdings leider gesperrt; die Aussichten waren wirklich atemberaubend
17:45 zurück in Tuxtla Gutierrez, noch ein bißchen rumgeschlendert und eingekauft, alles ins Hotel gebracht, Abendbrot essen gegangen in so einer Art Steakhaus, 22:00 zurück ins Hotel und alles für den nächsten Tag vorbereitet, 0:00 ins Bett
Tuxtla Gutierrez ist eigentlich keine schöne Stadt, es gibt auch keine ansprechenden Bars, wo man abends noch hingehen könnte, 22:00 werden die Bürgersteige hochgeklappt, wenn nicht noch früher, aber der Besuch im Zoo und im Regionalmuseum lohnt auf jeden Fall den Aufenthalt.
7.11.
6:20 aufgestanden, natürlich verschlafen..., das hieß, Streß und Hektik, denn wir mußten ja unseren Flug nach Mexiko-Stadt erwischen
schon 6:35 per Taxi zum Flughafen, 8:00 Start der Maschine nach Mexiko-Stadt, 9:20 Ankunft, Gepäck eingeschlossen, dann per Metro und Bus nach Xochimilco zu den schwimmenden Gärten, die Fahrt dauerte 2 Std., 12:20 da, was essen gegangen und dann rumgeschlendert, von 13:30 bis 15:30 mit einem Ausflugsboot mit Fahrer auf den Kanälen entlanggefahren, es war echt schön, ein buntes Treiben, es waren viele Boote unterwegs, und man konnte bei vorbeikommenden Booten was zu trinken kaufen und sich sogar ein warmes Essen zubereiten lassen; auch Boote mit Mariachi-Musikern und Marimba-Spielern waren unterwegs, und man hätte sich gegen Bezahlung etwas spielen lassen können; kein anderes Stadtviertel erinnert so stark an die alte Aztekenhauptstadt Tenochitlan, die Cortes 1521 zerstören ließ (wenn auch in idealisierter Form); es war tatsächlich ein Treiben wie auf dem Jahrmarkt, viele Ausflugsboote waren unterwegs mit Einheimischen, die ausgelassen feierten, ich war total begeistert von der ganzen Atmosphäre
16:30 per Bus und Metro zurück zum Zocalo, in unserer "Stammkneipe" was essen gewesen, 19:00 los zum Flughafen, 20:00 da, Sachen geholt und 20:15 eingecheckt, 21:15 pünktlich Start, das Flugzeug war sehr schön leer, wir hatten zu zweit 3 Plätze zur Verfügung und so schön viel Platz, es kamen 2 Filme, allerdings nur auf englisch mit spanischen oder französischen Untertiteln, einen guckte ich mir an ("Ein fast perfekter Mord" mit Michael Douglas und Gwynneth Paltrow), dann schlief ich 'ne Runde; es gab 2x was zu essen (Abendessen und Frühstück), die Flugzeit war 9 Std., 50 min, ca. 14:00 Ortszeit Landung in Paris (in Mexiko war es da 7:00 morgens); wir guckten uns den Flughafen (Charles de Gaulle) an, der an sich sehr schön ist; 18:30-19:40 Flug nach Düsseldorf und 21:00 zu Hause
Es hat wieder alles prima geklappt, auch mit dem Wetter hatten wir halbwegs Glück, außer in Creel in der Kupferschlucht und in San Cristobal de las casas. Natürlich war die Zeit, wie immer, zu kurz, ich hätte es noch ein paar Wochen dort ausgehalten. Mexiko ist ein faszinierendes Land, und sicher noch mal eine Reise wert.