
Der Lago MaggioreKlares Wasser, umgeben von Parks und farbenfrohen Gärten, dahinter die schneebedeckten Gipfel der Berge: So präsentiert sich der Lago Maggiore dem Besucher. Das gemäßigte Klima, das durch die großen Wassermassen und den Windschutz der Berge begünstigt wird, ermöglicht einen üppigen mediterranen Pflanzenbestand. Oliven-, Zitonen- und Orangenbäume, Zedern sowie zahlreiche exotische Pflanzen gedeihen prachtvoll in Gartenanlagen und Uferstädtchen.

|
 Bei Cannobio.
Foto: APTL Lago Maggiore
|
Als zweitgrößter See Italiens grenzt der Lago Maggiore an die Lombardei, an Piemont und an die Schweiz. In den Voralpen gelegen verlieren sich seine Verzweigungen und Ausläufer in den Bergketten. So ähnelt seine Form den großen Alpentälern, die von Gletschern modelliert wurden und bietet dadurch ein abwechslungsreiches Landschaftsbild. Entlang der steilen und teilweise abschüssigen Ufer verlaufen die Küstenstraßen und geben abwechselnde Ausblicke auf See und Landschaft frei.
Der erste Blickfang sind die Inseln des Lago Maggiore, die gemeinsam mit den historischen Schlössern von Cannero einen prachtvollen Archipel bilden: die Isola Bella, Sitz des Schlosses der Borromäer von 1670, die "Fischerinsel" Isola Pescatori mit ihren malerischen Gässchen, die Isola Madre, mit ihrem botanischen Garten, reich an seltenen Pflanzen und frei lebenden Tieren, außerdem das Inselchen San Giovanni Battista, auf dem Arturo Toscanini zeitweilig lebte.

|
 Schloss der Borromäer.
Foto: APTL Lago Maggiore
|
Als Schauplatz wichtiger Ereignisse in der Zeit der Feudalherrschaft, der Renaissance und im Kampf gegen die Österreicher wurde das Gebiet vier Jahrhunderte lang von großen italienischen Familien beherrscht: Zunächst von den Visconti, später von den Borromäern. Letztere versammlten mit Vorliebe Literaten, Maler und Architekten um sich und verhalfen der Gegend damit zu einem Reichtum an kulturellen Gütern und Kunstschätzen. Die Schlösser der Borromäischen Inseln, die Statue des Heiligen Karl in Arona und das Schloss des Massino Visconti sind Überbleibsel aus dieser Zeit.
Für zahllose Künstler und Persönlichkeiten wurde der See auch später noch zum attraktiven Urlaubsziel: von Stendhal bis Hemingway , von Leonardo da Vinci bis Fogazzaro, von der Königin Victoria bis zum König von Saudi-Arabien. Die Engländer entdeckten den Lago Maggiore Mitte des 19. Jahrhunderts für ihre Reisen. Ihnen folgten vornehme italienische und französische Familien, die ihre Sommerresidenzen mit Herrenhäusern und englischen Gärten an den Ufern errichteten. Heute ist das Gebiet ein Reiseziel für Tourismus jeder Art: für Familien und Sportler - besonders Freunde des Wassersports und des Golfs, für Künstler, die sich hier inspirieren lassen und für Pilgerer, die die Wallfahrtsstätten besuchen.
bearbeitet von pairola-media