Abenteuer-Tour durch Peru - Reisebericht und Reiseplanung - Private Reiseberichte und Reiselinks aus aller Welt - Eric Gessmann - Hünxe 
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Abenteuer-Tour durch Peru

Peru (23.10.-21.11.1999)

Wir, also ich, Kristina, mein Freund Michael und unsere 2 langjährigen Kumpels Hollu und Hala reisten 1999 für 4 Wochen nach Peru. Im Folgenden habe ich mein Reisetagebuch aufgeschrieben.

23.10.
5:15 auf, Frühstück, 6:45 zum Flughafen gefahren, Hollu war schon Freitag (22.10.) angereist, Hala trafen wir am Flughafen Düsseldorf 8:30 pünktlich Start, 12:00 Landung in Madrid, 13:10 weiter nach Lima Wir flogen mit IBERIA.
Es gab 2x was zu essen, wir hatten gute Sicht, sahen die Küste Amerikas und den Regenwald prima 18:20 Ortszeit Landung (in Deutschland war es da 0:20 am 24.10.) in Lima Per Bus ins Stadtzentrum und ein Hotel gesucht Da wir alle kaputt waren, legten wir uns 21:00 hin.

24.10.
7:15 aufgestanden, Hala weckte uns mit einem lustigen Liedlein, frühstücken gegangen. Es war noch sehr früh, und dementsprechend ausgestorben wirkte die Stadt, die mit allen Vororten ca. 8-10 Mio. Einwohner hat. 11:00 Besichtigung des Inquisitionsmuseums mit englischer Führung, herumgeschlendert, zur zentralen Markthalle gegangen 11:30 ins "Cordano", der Kneipe mit Limas ältestem Ambiente, bestehend seit 1905, essen gegangen und unseren ersten Pisco Sour (Pisco, Eiweiß und Limettensaft) probiert Dann per Taxi zum Goldmuseum, ca. 14:30 dort gewesen, bis 16:30 Besichtigung (es waren eigentlich 3 Museen in einem: Gold-, Waffen- und Textilmuseum, es waren auch Mumien ausgestellt und Keramiken und Skulpturen) Dann zurück zum Stadtzentrum, noch ein bißchen rumgeschlendert, was essen und Pisco Sour trinken gegangen, 21:15 ins Bett Leider ging gegen 3:00 ein tierischer Radau los im Hotel, sie räumten den riesigen Müllberg weg, der im Flur lag, bis morgens 6:00! Es war ein unbeschreiblicher Lärm!

25.10.
8:15 auf, frühstücken gegangen, Geld getauscht, Stadtbesichtigung (Plaza de Armas (Hauptplatz der Stadt, das gleiche wie in Mexiko der Zocalo), Kathedrale mit Grab von Pizarro, dem Eroberer des Inka-Reiches, Kloster Santo Domingo, Einkaufspassage bei der Post (auch echt nett)) Noch ein bißchen rumgeschlendert, dann zum anthropologischen Museum, da die Angaben im Reiseführer nicht stimmten, hatte es leider geschlossen Deshalb per Taxi nach Callao, einem Vorort von Lima (600.00 Einwohner und Perus größte und wichtigste Hafenstadt, 13 km von Limas Zentrum entfernt) Dort Fisch essen gegangen in einer Gaststätte direkt am Meer und im Freien, das Essen war super klasse und überhaupt die ganze Atmosphäre, dann die Strandpromenade entlang geschlendert, dann per Bus zurück nach Lima, noch was trinken gegangen und 22:30 ins Bett

26.10.
8:00 auf, zur Plaza de Armas gegangen, dort war Kundgebung der Taxifahrer, die rings um den Platz standen Dann frühstücken gegangen, noch 2 Kirchen und Palacio Torre Tagle aus der Kolonialzeit angeschaut 12:00 per Taxi zum Busbahnhof, 14:00 sollte der Bus nach Pisco (240 km) fahren, noch ein Sandwich essen gegangen, 15:00 fuhr der Bus dann endlich los, 19:00 Ankunft in Pisco (90.000 Einwohner) Am Busbahnhof wurden wir gleich angesprochen, ob wir ein Hotel suchen würden, und man brachte uns in ein Hotel, das offenbar noch ganz neu war Dort buchten wir gleich den Tagesausflug für den nächsten Tag Noch was essen gegangen (Fisch und Meeresfrüchte, Pisco liegt schließlich am Meer!) Noch ein wenig auf der Plaza gesessen, Wein und Pisco Sour trinken gegangen, 23:00 ins Bett

27.10.
6:00 aufgestanden, Frühstück im Hotel, 7:00 ging's los per Bus zur Bootsanlegestelle, die Fahrt dauerte ca. 30 min Dann per Boot zur Candelabra (120 m große Figur im Wüstensand, die seit ihrer Entdeckung viele Rätsel aufgibt und nur vom Wasser oder aus der Luft zu sehen ist) und den Islas Ballestas mit der Seelöwenkolonie und vielen Seevögeln (Pinguine, Guanotölpel) 10:15 waren wir zurück an der Bootsanlegestelle, noch einen Kaffee getrunken, und 11:00 ging es weiter zur Paracas-Halbinsel, wo es fast nie regnet und die daher also eigentlich eine einzige Wüste ohne jegliche Vegetation ist Dort das archäologische Museum besichtigt, das Funde und Modelle der Paracas-Kultur (1000 v.u.Z bis 200 n.u.Z) enthält, Flamingos gesehen im Meer, am Strand entlang zu einer Höhle (="die Kathedrale") gelaufen Dann per Bus zu einer Stelle mit mehreren Restaurants, 14:15 kamen wir an, was gegessen (Fisch natürlich), 15:45 ging's los zurück nach Pisco Noch ein bißchen herumgeschlendert in der Stadt, rund um die Plaza und Pisco Sour trinken gegangen, noch mal ins Hotel und 19:00 wieder in die Stadt, was essen und in eine Bar gegangen, von deren Balkon wir einen guten Blick auf die Plaza hatten und das lustige Treiben beobachten konnten Im Innenhof des Hotels noch bis 0:30 Doppelkopf gespielt

28.10.
8:00 auf, Frühstück im Hotel, 10:00 zu Fuß zum Busbahnhof, es fuhr auch gleich ein Bus nach Ica (75 km), wo wir 11:15 ankamen Ica liegt ca. 400 m hoch und hat 160.000 Einwohner. Wir suchten und fanden ein prima Hotel, das gerade seit einer Woche geöffnet war, es war das beste, das wir hatten in den 4 Wochen! Gegen 12:30 per Taxi zur ca. 6 km entfernten Huacachina-Oase gefahren, sie liegt inmitten hoher Sanddünen mit einer kleinen Lagune, die mit einem unterirdischen Fluß in Verbindung steht; es war super: kein Wölkchen am Himmel, ca. 30°C, ein laues Lüftchen wehte, man meinte gar nicht, daß man hier in Peru war! Es mutete eher an wie Afrika! Die Oase sah malerisch aus! Was gegessen, baden gewesen, auf die Sanddünen hochgegangen, von wo man bis nach Ica gucken konnte und auch einen schönen Blick auf die Oase hatte, Hollu und Micha versuchten es mal mit Sandsurfen 17:30, es dämmerte schon, per Taxi zurück nach Ica, was essen gegangen und den Wein aus Ica probiert, allerdings sehr süß, fast wie Dessertwein! 23:15 zurück am Hotel, ich unterhielt mich noch den Leuten vom Hotel und ließ mir Tips geben, welche Bodegas (Weinkellereien) man am besten besuchen sollte 0:30 ins Bett

29.10.
7:15 auf, 8:00 gingen Micha und ich zum Bus und erkundigten uns, wie wir weiter nach Nasca kommen, dann Hollu und Hala abgeholt und frühstücken gegangen, Sachen im Hotel untergestellt und 11:00 per Taxi zur Bodega "Alvarez", alles besichtigt (Weinpressen, Destillerie) und Wein und Pisco verkostet und gekauft, noch durch die Weinberge gegangen, 13:00 zurück, noch die Stadt angeschaut 15:00 per Bus die 140 km nach Nasca gefahren (620 m hoch, 35.000 Einwohner) Im Bus sprach uns schon jemand an, ob wir in Nasca ein Hotel wollten, wir einigten uns über den Preis und sagten, daß wir aber erst die Zimmer sehen wollten und nahmen sie dann auch. Wir buchten gleich für den nächsten Tag den Flug über die Geoglyphen von Nasca und anschließend die Tour zum Friedhof mit bis zu 2000 Jahre alten Mumien, einer Goldwaschanlage und einer Töpferwerkstatt, wo sie die Keramiken herstellen wie vor 2000 Jahren (also zur Zeit der Nasca-Kultur (200 v.u.Z. bis 800 n.u.Z.)). 19:15 in die Stadt gegangen, die aber nicht viel zu bieten hatte, was gegessen, rund um die Plaza geschlendert, dann ins Hotel und noch im Reiseführer gelesen, 23:30 ins Bett Ich war doch schon aufgeregt wegen des für den nächsten Tag geplanten Fluges mit einer Cessna über die Nasca-Linien.

30.10.
7:00 auf, 7:30 ohne Frühstück los (wohlweislich!) zum Flugplatz per Taxi, wir mußten noch warten, aber 8:30-9:00 flogen wir dann über die Linien, es war genial, man konnte alles prima sehen, der Pilot ging dabei ganz schön in die Kurven, weshalb mir ziemlich schlecht wurde, aber es lohnte sich auf jeden Fall!!! Nun konnten wir auch frühstücken und besorgten dann Fahrkarten nach Arequipa (565 km), und dann ging es 10:30 auch schon los zum Wüstenfriedhof Chauchilla, und zwar mit Armando, einem alten Peruaner, der Maria Reiche noch persönlich kannte und auch sonst viel Wissenswertes wußte und seinem Taxi, einem alten Ami-Schlitten. Wir sahen eine Menge Mumien, und mir wurde dabei ganz schön schlecht... Dann ging es noch zu einer Goldwaschanlage und einer Töpferwerkstatt, wo sie die Keramiken herstellten wie vor 2000 Jahren (also zur Zeit der Nasca-Kultur) und man dabei zuschauen konnte, das war schon echt interessant! 13:30 waren wir zurück in Nasca und gingen was essen und frisch gepreßten Saft trinken, zu dem wir Armando einluden. Die frisch gepreßten Säfte waren wirklich eine feine Sache, es gab eine große Auswahl an Früchten (Orange, Ananas, Papaya, Banane, Weintraube, Mango, Erdbeeren, etc.) 15:00 ging es dann weiter zum Maria-Reiche-Museum. Das ist die deutsche Forscherin aus Dresden, deren Lebenswerk die Erforschung der Nasca-Linien war. Sie ist erst 1998 mit weit über 90 gestorben und am Museum begraben. Dann noch zum Aussichtsturm und zu einem Hügel, von denen man noch einige Linien sehen konnte. Sie waren z.T. nur 10 cm tief, von oben hatte ich gedacht, sie wären viel tiefer! Dann zurück nach Nasca, noch umher geschlendert, was essen gegangen in eine Gaststätte, eine Folkloregruppe kam rein und spielte 3-4 Stücke, feine Sache! 22:00 dann zum Hotel, Sachen geschnappt und zum Bus, der 22:30 fahren sollte, aber erst 23:10 kam

31.10.
7:30 Ankunft in Arequipa (2325 m hoch, mit ca. 700.000 Einwohnern Perus drittgrößte Stadt), per Taxi zum Hotel, das uns der Taxifahrer empfohlen hatte und wir auch nahmen (günstige Lage, nur 3 Blocks von der Plaza de Armas entfernt) durch die Stadt geschlendert, gegen 12:00 Mittag essen gegangen, in einer Gaststätte auf der Dachterrasse gesessen und tollen Blick über die Stadt und die schneebedeckten 6000er gehabt! Dann Tour zum Canon de Colca gebucht und Stadtrundgang mit Besichtigung des Santa-Catalina-Klosters Dieses Kloster ist eine Stadt in der Stadt, 1579 wurde mit dem Bau begonnen, wobei dazu ein kleiner Teil Arequipas einfach ummauert wurde. Jede Gasse hat einen Namen. Gärten, Werkstätten und eine Wasserversorgung ermöglichten ein autarkes Leben. Hier lebten bis zu 150 Nonnen und 400 Dienstmädchen. 1953 wurden Teile des Klosters durch ein Erdbeben zerstört. (In Arequipa bebt es oft, die Stadt ist von Vulkanen umgeben.) 1970 öffneten sich die Klostertore das erste Mal der Öffentlichkeit. Zu diesem Zeitpunkt lebten nur noch 17 Nonnen im Kloster. 1997 waren es 35. Gegen 18:30 was essen gegangen und zum Casa de Klaus, der Betreiber ist ein Deutscher aus Schwaben und seine Kneipe der Deutschen-Treff in Arequipa, Pisco Sour getrunken und uns mit anderen Deutschen unterhalten über deren Erfahrungen in Peru Im Hotel Sachen gepackt für die 2-Tages-Tour zum Canon de Colca und 0:00 Uhr ins Bett

1.11.
7:15 auf, 8:00 sollte uns der Bus vom Hotel abholen, natürlich kam er erst 8:50! also in der Wartezeit noch Kekse gekauft und was gegessen 8:50 also los, zwischendurch mindestens 3x angehalten, weil das Kühlwasser kochte, aber Vicunas und Alpakas gesehen, auf ca. 4200 m Rast in einem Gasthof, wo wir unseren ersten Coca-Tee tranken Das ist in Peru übrigens völlig legal und soll gegen die Höhenkrankheit helfen. Auch Schokolade soll gut sein, weil der Blutzuckerspiegel angehoben wird, und so deckten wir uns noch mal richtig ein! Wir waren eine Gruppe von 3 Australiern, 4 Spaniern (2 Paare von den Kanaren) und uns. 15:30 endlich Ankunft in Chivay (3600 m hoch), ins Hotel und gleich weiter zu den Thermalquellen von Calera, die 4 km entfernt sind, dort bis 18:30 geblieben und entspannt, dann zurück zum Hotel, 19:15 los, durch Chivay geschlendert und Mützen gekauft, es war schon empfindlich kalt nach Einbruch der Dunkelheit, aber auch so konnte man den Stricksachen nur schwer widerstehen, sie waren so schön und vor allem spottbillig! In einem Laden halfen wir einem Mädchen noch bei ihren Englisch-Hausaufgaben. 19:45 dann Treff vor der Kathedrale an der Plaza de Armas mit Carlos, dem Reiseleiter und den 3 Australiern, die Spanier hatten schon gegessen und kamen nicht mit. Hala und ich hatten mit der Höhe zu kämpfen, aber den einen Australier hatte es noch schlimmer erwischt! Wir gingen in eine Gaststätte, wo eine Folkloregruppe spielte, ich tanzte ein paar mal mit Carlos, und wir testeten Alpaka-Steak. Langsam ging es mir besser, und so ging ich mit Micha noch in eine Bar, wo wir noch Pisco Sour tranken. Gegen 0:00 legten wir uns hin. Gegen 2:00 war ein lauter Rumps zu hören. Was genau passiert war, bekamen wir nicht heraus. Hollu glaubte an ein Erdbeben. Aber es war wohl keins, denn die Spanier wohnten in einem anderen Hotel und hatten nichts gehört.

2.11.
5:15 auf, Frühstück im Hotel, 6:30 los zum Canon de Colca, wo wir Kondore beobachten wollten, 7:45 waren wir da und sahen auch tatsächlich 2 Kondore Auf dem Rückweg nach Chivay hielten wir noch an verschiedenen Aussichtspunkten an, von wo man tolle Blicke über die Landschaft hatte und wo die Einheimischen ihre Sachen verkauften (Stricksachen, Keramiken, Obst..). Ich konnte nicht widerstehen und kaufte entgegen meinen Vorsätzen, diesmal nicht so zuzuschlagen wie in Mexiko, weil ich ja eigentlich gar nichts brauchte, eine schöne Jacke aus Schafwolle. Diese Jacke allerdings sollte mir auf dem Inka-Trail noch gute Dienste erweisen! 11:30 waren wir zurück in Chivay und gingen was essen. Hala probierte Meerschweinchen als Ganzes, mein Ding wär's nicht gewesen, und auch Micha und Hollu schauten ganz schön skeptisch, aber Hala schmeckte es, es war wohl nur zu wenig Fleisch dran an so einem Cuy, wie Meerschweinchen in Peru heißt. 13:45 dann los, zurück nach Arequipa, wir machten noch 2x halt, 1x auf dem höchsten Punkt unserer Reise, einem 4800 m hohen Paß, von wo man prima die umliegenden Vulkane sehen konnte und noch mal in der Raststätte, wo wir schon auf der Hinfahrt Coca-Tee getrunken hatten 18:30 dann Ankunft in Arequipa, Micha und ich kümmerten sich um Zugfahrkarten nach Puno für den nächsten Tag, dann gingen wir alle zusammen essen und noch mal zum Casa de Klaus, wo wir noch mehr in Peru lebende Deutsche kennenlernten und echt interessante Dinge erfuhren.

3.11.
8:00 auf, frühstücken gegangen, die bestellten Fahrkarten nach Puno abgeholt und durch die Stadt geschlendert, Arequipa ist wirklich eine schöne Stadt, mir gefiel es hier richtig gut; zwischendurch was gegessen beim Mexikaner(!) und noch etliche Sachen eingekauft; ich erstand meine dritte Mütze, einen Schal und einen Pullover aus Baby-Alpaka-Wolle Wir besuchten noch Andre aus Dresden, den wir am Abend vorher bei Klaus kennengelernt hatten, in seinem Restaurant; er hatte wirklich gute Sachen, man kann ihm nur wünschen, daß alles gut läuft, denn im Moment sah seine Situation nicht so rosig aus, das Geschäft wollte nicht richtig laufen Dann zum Hotel, unsere Sachen geschnappt und per Taxi zum Bahnhof, pünktlich 21:00 fuhr der Zug nach Puno (290 km) ab, wir hatten die beste Klasse gebucht, und das machte sich auch bezahlt, ein Blick in die 2. Klasse, die offensichtlich nur von Einheimischen benutzt wurde, bestätigte das!

4.11.
7:30 waren wir in Juliaca (3825 m hoch, 100.000 Einwohner), 9:00 in Puno (3830 m hoch, 120.000 Einwohner), in Juliaca war ein Mann eingestiegen, der uns fragte, ob wir ein Hotel suchten, wir einigten uns über den Preis und sagten, daß wir aber erst die Zimmer sehen wollten und nahmen sie dann auch. Wir gingen erst mal frühstücken in die Stadt, mir machte die Höhe ziemlich zu schaffen (Schwindel). Wir schlenderten herum, buchten unsere Touren und die Weiterfahrt nach Cusco. Wir liefen über den Einheimischen-Markt und bis zum Ufer des Titicacasees und ließen uns mit Fahrrad-Rikschas zurück zum Hotel fahren, mal eine ganz andere Art der Fortbewegung! 14:15 ging es los zu den Chullpas (Grabtürmen) von Sillustani, wo bis zu 15 Generationen begraben wurden, sehr interessant! 18:00 zurück in Puno, es waren gerade Folkloretage, die so genannte Puno-Woche zur Erinnerung an die sagenumwobene Ankunft von Manco Capac und Mama Ocllo, der Ur-Inkas, aus den Wassern des Titicacasees. Und deshalb fanden farbenprächtige, laute Umzüge statt, ich fand es aber ganz witzig, mir gefiel's! Wir schauten lange zu. Noch was essen gegangen, es kam wieder eine Folkloregruppe in die Gaststätte, die ein paar Lieder spielte, "El Condor pasa" durfte natürlich nie fehlen, mir gefiel das aber immer ganz gut, es gehörte einfach zu diesem Land, außerdem ist Puno die Folklore-Hauptstadt Perus, berühmt für farbenprächtige Volks- und Tanzfeste und den ausgelassenen Karneval, die Diablada. Und dann im Hotel die Sachen für den 2-Tages-Ausflug zu den Inseln im Titicacasee gepackt; was wir nicht brauchten, konnten wir im Hotel unterstellen, das hatten wir auch in Arequipa so gemacht, es war gar kein Problem! In dieser Höhenlage wurde es mit der Dämmerung übrigens empfindlich kalt, und ich war froh, die dicke Jacke und eine Mütze zu haben. Tagsüber war es aber richtig heiß und Lichtschutzfaktor 20 angesagt!

5.11.
7:00 auf, Frühstück im Hotel, 8:30 los zum Ausflug auf dem Titicacasee, der fast 13x größer als der Bodensee ist. 30% gehören zu Bolivien, 70% zu Peru. Er ist der höchstgelegene schiffbare See der Erde. Das Wasser ist leicht salzhaltig und sehr kalt (10-12°C). Der erste Stop war nach ca. 1 Std. Fahrt auf einer Uro-Insel; diese Inseln sind künstlich angelegt und aus Schilf, sie müssen ständig ausgebessert werden, sonst gehen sie kaputt und sinken. Wir drehten auch eine Runde um die Insel mit einem der typischen Drachenboote, die natürlich auch aus Schilf bestehen. Nach einer halben Std. Aufenthalt und weiteren 3 Std. Fahrt erreichten wir ca. 14:00 Amantani. Hier gibt es weder Strom, noch fließendes Wasser, keine Hunde und keine Polizei. Die Leute sind alle sehr freundlich und ehrlich! Die Kinder unserer Gastfamilie führten uns zu unserem Quartier. Wir hatten ein Viererzimmer. Dann gab es Mittag, das unsere Gastgeber für uns zubereitet hatten und aus den Produkten bestand, die die Insel hergibt: Suppe mit Kartoffeln, Rüben, Hirse und Kartoffelpuffer mit eingebackenem Gemüse und Reis. Auf Amantani wird nur Ackerbau, keine Viehzucht betrieben. Aber natürlich spielt auch der Fischfang eine große Rolle. 16:00 Treff mit der Gruppe und Besteigung der höchsten Erhebung der Insel (320 m über dem See, d. h. 4130 m über dem Meeresspiegel) Mir war zum Glück nicht mehr schwindelig, wie am Vortag, aber ich merkte die Höhe bei jedem Schritt aufwärts! Die Anstrengung wurde aber mit einer schönen Aussicht auf den See und die Insel Taquile belohnt. Wir beobachteten von hier den Sonnenuntergang und beeilten uns dann mit dem Abstieg, um noch vor der völligen Dunkelheit nach Hause zu kommen! Bei Kerzenschein gab's Abendbrot, im Prinzip das gleiche wie mittags. Dann führten uns die Kinder mit Taschenlampen zum Gemeindezentrum, das auch gleichzeitig die Schule war. Hier war nun Tanz angesagt, eine Folkloregruppe spielte, und die Mädchen in ihren bunten Trachten forderten uns unentwegt zum Tanzen auf. Es war wirklich lustig, aber auch ganz schön anstrengend! Man kam ganz schön ins Schwitzen und außer Atem! Gegen 22:00 machten wir uns auf den Heimweg, ein bißchen abenteuerlich war das Ganze ja schon so in der völligen Dunkelheit, nur mit der Taschenlampe! Dafür sahen wir den Sternenhimmel so schön, wie sonst nirgendwo während dieser Reise. Die Kinder hatten ja auf uns warten müssen, und so revanchierten wir uns mit Cola während der Tanzveranstaltung und Buntstiften, die wir von zu Hause mitgebracht hatten. Die Kinder waren eigentlich ständig bei uns im Zimmer, machten sogar ihre Hausaufgaben dort in unserem Beisein. Nach 23:00 fragten wir sie, ob sie denn nicht müde wären, waren sie auch, sie hatten schon während der Tanzveranstaltung gedrängelt, daß sie gehen wollten. Wir wären nämlich gern noch länger geblieben! Jedenfalls tranken wir noch Bier und Wein und legten uns gegen Mitternacht hin.

6.11.
4:45 auf zum Sonnenaufgang, der herrlich war, das Aufstehen hatte sich gelohnt! Bis 7:00 noch mal hingelegt, dann Frühstück (die gleiche Suppe wie sonst auch, Brötchen mit Ei), 8:00 zum Boot, und ab nach Taquile, 9:00 Ankunft, Wanderung zum höchstem Punkt der Insel, eine Ortschaft gesehen und die strickenden Männer, für die die Insel berühmt ist! 11:30 Mittagessen in einer Gaststätte, dann die 525 Stufen auf der anderen Seite der Insel runter zum Boot gegangen 13:00 Abfahrt, 16:30 Ankunft in Puno, noch mal durch die Stadt gegangen und wieder schwach geworden und einen Pullover gekauft, noch was essen gegangen und dann gleich ins Hotel

7.11.
6:00 auf, Frühstück im Hotel, 6:50 per Taxi zum Bus und 7:00 los nach Cusco (390 km) Eigentlich hatten wir mit dem Zug fahren wollen, da es eine der schönsten Strecken der Welt sein soll, aber der Zug fuhr nicht täglich, und noch einen Tag länger hatten wir nicht in Puno bleiben wollen. Mit dem Bus zu fahren, hatte aber auch seine Vorteile, es war wesentlich billiger und ging viel schneller. 15:00 waren wir schon in Cusco (3400 m hoch, knapp 300.000 Einwohner). Wir hatten 30 min in Juliaca gehalten, wo wir uns auf dem Markt noch Ziegenkäse für die Fahrt kauften und noch mal zum Mittagessen unterwegs. Am Busbahnhof wurden wir gleich nach unserer Ankunft wieder angesprochen wegen eines Hotels. Wir nahmen dort auch die Zimmer und buchten nach zähen Preisverhandlungen für den nächsten Tag den Inka-Trail. Wir waren ja zu viert unterwegs und wollten auch als Vierergruppe den Inka-Trail machen, nicht in einer großen Gruppe mit anderen zusammen. Wir hatten 1 Koch und 3 Träger dabei, keinen Guide. Marisa, bei der wir buchten, meinte, ich könnte ja Spanisch, da wäre ein Guide nicht nötig. Für 95 $ pro Person war alles inklusive, also: Transport zu km 77 (Startpunkt), 3 Mahlzeiten am Tag, 2 Zelte, 4 Isomatten, Eintritt Machupicchu, Rückfahrt von Aguas Calientes (Endpunkt) nach Cusco. Wir machten den Trail in 4 Tagen und 3 Nächten. Unser Hotel lag 3 Blocks von der Plaza de Armas weg auf einer Anhöhe im Künstlerviertel San Blas, wirklich schön! Wir schauten uns noch kurz in Cusco um, es war schon dunkel geworden, und wir gingen was essen, zu einem Mexikaner. Dann besorgten wir uns noch Dinge, die wir für den Inka-Trail brauchten, wie z.B. Schokolade und Wasser und packten im Hotel unsere Sachen. Ich hatte mir vorsichtshalber noch ein Paar Alpakasocken gekauft, man wußte ja nicht, wie kalt es werden würde auf dem Inka-Trail. Die nicht benötigten Sachen konnten wir wieder unterstellen. Wir tranken noch eine Flasche Wein und legten uns gegen 23:00 hin. Ich hatte irgendwie Angst, dem Trail nicht gewachsen zu sein, immerhin stand uns ein 4200 m hoher Paß bevor. Aber nun gab es kein Zurück mehr.

8.11.
5:00 schon auf, Frühstück im Hotel, 6:15 per gerammelt vollem Bus mit anderen, die auch zum Inka-Trail wollten, losgefahren, die Spanier vom Canon de Colca trafen wir auch wieder 9:00 Pause und Zeit, was zu essen in einer Gaststätte in Urubamba 10:00 sollte es weiter gehen, aber dann ging es ewig nicht weiter, und keiner wußte, warum... Irgendwann fuhren wir dann doch los, hatten aber noch eine Panne und waren 11:30 endlich am km 77, von wo wir starteten. Hier war es ca. 2500 m hoch, es war recht kühl, bewölkt und fing dann auch an, mehr oder weniger stark zu regnen. Es war der erste Regen in diesem Urlaub. Es ging die ganze Zeit bergauf, aber nicht steil, und ich empfand es als angenehm, nur der Regen hätte halt nicht sein müssen. Es gab zwischendurch auch noch Mittag, die Mahlzeiten wurden immer frisch zubereitet, und sie waren auch immer lecker und wirklich reichlich! Hier gab es Suppe, Obstsalat und Coca-Tee. Gegen 16:30 erreichten wir den Zeltplatz, der auf ca. 3000 m Höhe lag. Wir waren 12 km gegangen, sagte uns ein einheimischer Guide einer anderen Gruppe. Bei unserer Ankunft am Campingplatz hörte es auf zu regnen. Es gab dann erst mal Tee und später, als es dunkel war, was zu essen (Suppe und Hühnerbein mit Reis und Kartoffeln). Nach Einbruch der Dunkelheit war es empfindlich kalt geworden, und so tranken wir noch Wein und legten uns 20:30 hin. Man konnte ja auch nichts machen, es war stockdunkel und böse kalt. Da war es im warmen Daunenschlafsack am schönsten! Außerdem stand uns ja am nächsten Tag der 4200 m hohe Paß bevor, aber mittlerweile machte mir die Höhe nichts mehr aus. Seit unserer Wanderung auf der Insel Taquile merkte ich, daß ich mich an die Höhe gewöhnt hatte.

9.11.
5:50 wurden wir geweckt. Ich hatte schon vorher gehört, wie unsere 4 Träger mit dem Zubereiten des Frühstückes beschäftigt waren. Wir frühstückten dann auch gleich (Grießsuppe, die Hollu und ich allerdings nicht aßen, Kekse und Tee). 7:00 gingen wir los. Es ging z.T. steil bergauf, bis wir den 4200 m hohen Paß erreichten. Wir kamen durch Regenwald, sahen, wie sich die Vegetation änderte und hatten tolle Ausblicke in diese wunderschöne, faszinierende Landschaft. Ich hielt oft an, um es zu genießen und Fotos zu machen, und außerdem wollte ich mich nicht abhetzen. Daher empfand ich die Anstrengung als erträglich, war aber natürlich trotzdem froh, als ich 10:30 fast zeitgleich mit Micha den Paß erreichte. Wir blieben oben eine halbe Stunde sitzen, den höchsten Punkt des Inka-Trails hatten wir nun schon bezwungen. Dann führte der Weg wieder auf 3600 m runter, wo wir rasteten und Mittag aßen (Suppe, Reis mit Paprikafleisch). Dann gingen wir 14:00 weiter. Wir mußten noch mal über einen 3900 m hohen Paß, wo wir eine Inka-Ruine besichtigten. Dann ging es wieder auf 3600 m runter. Kurz vorm Zeltplatz war noch eine Inka-Ruine (Sayacmarca), die wir auch besichtigten. Dadurch, daß unheimlich viele Leute auf dem Inka-Trail unterwegs waren, konnten wir uns hier einer englischen Führung anschließen, die auch ganz interessant war. Wir waren an diesem Tag insgesamt 16 km gewandert. Ca. 17:00 erreichten wir den Zeltplatz. Er lag auf 3600 m, und die Wolken kamen immer weiter runter, bis wir völlig in den Wolken waren. Den ganzen Tag war es trocken geblieben. Auf dem Paß war es schon recht kalt gewesen. Aber ansonsten hatte ich das Wetter als angenehm empfunden. Nach Einbruch der Dunkelheit (so gegen 18:00) fing es aber an zu gießen. Wir flüchteten in die Zelte und aßen auch da Abendbrot (Suppe, Reis mit Tomatengemüse und Fleisch, eine heiße Apfelschale und Tee). Es goß die ganze Nacht, und leider waren auch die Zelte nicht dicht, schon nach kurzer Zeit waren die Wände naß, und am Morgen meinte ich, ich sei in einem Swimmingpool! Natürlich hatte es auch den Schlafsack erwischt.

10.11.
Die Nacht war einfach grauenvoll gewesen, ich hatte total schlecht geschlafen und völlig verkrampft gelegen, um nur nicht an die nassen Zeltwände zu kommen, und so tat mir einfach alles weh. So war ich froh, als ich 5:50 aufstehen konnte. Mit der ersten Morgendämmerung hatte es auch aufgehört zu regnen, ein Glück! Wir frühstückten (Omelett mit Ziegenkäse, Kekse und Marmelade, Tee und Kakao, den ich nach dieser Nacht erst mal mit Rum verfeinerte). 7:30 gingen wir dann los (erst mal ging es nur bergab), besichtigten auf dem Weg noch 2 Inka-Ruinen und überquerten noch einen 3600 m hohen Paß. Ab da ging es nur noch bergab. Das ging ganz schön auf die Kniegelenke. Die Wanderung war heute nur 9 km, und so waren wir 14:00 schon am Zeltplatz. Vorher hatten wir aber bestimmt eine Stunde in einer Ruine gesessen und den Blick ins Urubamba-Tal genossen und die Restauratoren bei ihrer Arbeit beobachtet. Es war richtig heiß und sonnig hier, und so hatten wir gute Chancen, die nassen Sachen wenigstens halbwegs zu trocknen! Am Zeltplatz gab es gleich Mittag (Suppe, Spaghetti, heiße Zimtschale und Tee). Micha und ich besichtigten dann noch die Ruinen von Winaywayna, die nur 5 min zu Fuß entfernt waren. Das lohnte sich wirklich. Es waren die besten, die wir bis dahin in Peru gesehen hatten. Die Anlage ist eine richtige kleine Inka-Siedlung und klebt wie ein Adlerhorst am terrassierten Berghang. Sie wurde erst 1942 entdeckt! Es war bis jetzt trocken geblieben, aber nun fing es schon wieder an zu regnen. Dieser Zeltplatz hatte aber einen großen Aufenthaltsraum, wo man auch Getränke und was zu essen kaufen konnte, allerdings zu Wucherpreisen für peruanische Verhältnisse. Ich setzte mich also dort hinein und schrieb Tagebuch. Ich war ja die ganze Zeit auf dem Inka-Trail nicht dazu gekommen. Ich traf auch viele Leute wieder, die wir schon mal irgendwo in Peru getroffen hatten und unterhielt mich mit ihnen. Die Welt ist doch klein! Zwischendurch gab es noch Tee und Kekse und 18:45 Abendbrot (Suppe, Reis mit gefülltem Rocoto (eine Art scharfe Paprikaschote), Götterspeise und Tee). Es regnete nicht mehr, und wir hielten uns im Freien auf. Wir waren hier auf 2700 m Höhe, und es war nach Einbruch der Dunkelheit doch noch so kalt, daß man eine dicke Jacke brauchte. Wir tranken den Wein, den wir noch aus Cusco hatten und legten uns 20:30 hin, um fit für den nächsten Tag zu sein.

11.11.
4:00 hieß es nämlich schon aufstehen. 6 km trennten uns noch von Machupicchu. Ich hatte prima geschlafen und fühlte mich fit! Wir frühstückten (Eierkuchen mit Marmelade und Tee), und 5:20 gingen wir los. Es ging mehr oder weniger eben an einer steil abfallenden Bergflanke des Regenwaldes entlang, und 6:30 erreichten wir Intipunku, das Sonnentor, von wo sich uns der erste Blick auf Machupicchu bot. Eine halbe Stunde später waren wir dann da. Es war schon sehr beeindruckend, und wir besichtigten mit Hilfe unseres Reisehandbuches die ganze Stadt. Wir hatten totales Glück mit dem Wetter, kaum eine Wolke am Himmel, strahlender Sonnenschein. 12:00 machten wir uns an den schweißtreibenden Abstieg über 3260 Stufen nach Aguas Calientes, für den wir 1 Std. und 10 min brauchten. Machupicchu liegt 2400 m hoch, Aguas Calientes ca. 800 m tiefer. Hier aßen wir zu Mittag in einer Gaststätte und gingen noch für eine Stunde in die Thermalbäder. Es gab mehrere Becken mit unterschiedlich warmem Wasser. Nach 4 Tagen ohne Dusche war es ein Genuß! Wir kauften noch T-Shirts von Machupicchu und dem Inka-Trail und gingen 16:00 zum Zug. Obwohl wir Platzkarten hatten, war es ein ziemlicher Akt, zu den Plätzen zu kommen, denn der Zug war brechend voll. Wir kämpften uns aber mit vollem Körpereinsatz durch und saßen einem Ärztepaar aus Lima gegenüber, mit denen wir uns nett auf Englisch unterhielten und die uns noch ein paar gute Tips gaben, was man in Cusco noch so machen könnte. 16:30 fuhr der Zug pünktlich los, 18:30 wurde er viel leerer, denn von Ollanta fuhren Busse nach Cusco, die wohl schneller als der Zug sein sollten. Und so stiegen halt viele aus. 21:30 erreichten wir dann mit einer Stunde Verspätung endlich Cusco. Marisa holte uns am Bahnhof ab, damit hatten wir gar nicht gerechnet, und wir fuhren zum Hotel. Wir gingen noch was essen. Das war um diese Zeit alles andere als einfach, aber letztendlich doch noch von Erfolg gekrönt, eine Pizzagaststätte hatte noch geöffnet, und es war auch richtig gut! 23:30 gingen wir zurück zum Hotel und legten uns auch gleich hin.

12.11.
8:15 auf, nasse Sachen zum Trocknen aufgehängt, Schuhe putzen lassen und schmutzige Sachen zum Waschen abgegeben, diesen Service gab es im Hotel. Früh gebracht, abends gemacht! Marisa kam vorbei, und bei ihr buchten wir dann auch die Tour für den Nachmittag und die Tagestour zum Heiligen Tal der Inka am 14.11. Was essen gegangen und 13:30 los, wir besichtigten die Kathedrale und das Sonnenheiligtum Qoricancha in Cusco. Die Bauweise der Mauern der Inka war schon beeindruckend und vor allem erdbebensicher. Die Kathedrale ist schon mehrmals eingestürzt, die alten Inkamauern nicht! Wahnsinn!!! Dann ging es weiter zu den Inka-Ruinen Saqsaywaman, Q'enqo, Pukapukara und Tambomachay, dem so genannten Bad des Inka. Am Ende fuhren wir noch in eine Manufaktur, wo Wollsachen hergestellt werden und bekamen erklärt, wie man echte Alpakapullover erkennt. 18:30 waren wir wieder in Cusco und fuhren zum Busbahnhof, um Fahrkarten nach Ayacucho zu besorgen. Da es aber keinen durchgehenden Bus gab, konnten wir die Fahrkarten nur bis zu dem Ort kaufen, wo wir umsteigen sollten, aber wenigstens die hatten wir nun! In Cusco gab es auch unheimlich viele Straßenhändler, die alles mögliche verkauften. Ich wurde schon wieder schwach und kaufte mir noch ein Paar Handschuhe. Wir gingen dann was essen und nahmen noch 2 Drinks (Caipirinha) in einer Bar, tranken im Hotel noch ein Fläschchen Wein und legten uns gegen Mitternacht hin.

13.11.
8:30 auf, frühstücken gegangen und dann Stadtrundgang mit Hilfe unseres Reisehandbuches. Cusco soll die schönste Stadt Südamerikas sein. Das kann ich natürlich nicht einschätzen, aber mir gefiel es hier schon wirklich gut. Wir besichtigten verschiedene Museen und Kirchen. Leider regnete es zwischendurch, und so gingen wir unter den überdachten Gängen entlang, wo die Straßenhändler ihre Sachen anboten und schlugen noch mal richtig zu: Tischdecken, T-Shirts und ein Umhängebeutel. Abendbrot gab es diesmal beim Mexikaner, es war wirklich gut, und es gab auch einen Pisco Sour umsonst vom Haus. Dann gingen wir noch in eine Bar, wo es auch Pizza gab und man direkt dem Pizzabäcker bei der Arbeit zuschauen konnte. Das war wirklich interessant, und die Drinks (Caipirinha) waren auch klasse! 23:00 dann ins Hotel, Sachen gepackt und gegen Mitternacht ins Bett

14.11.
7:00 auf, Frühstück im Hotel, 8:15 los per Taxi zum heiligen Tal der Inka Der erste Halt war in Pisaq. Dort besichtigten wir die Ruinen, Pisaq war eine Festung und große Stadt. Wir nahmen uns 2 Std. Zeit für die Besichtigung und schlossen uns einer deutschen (!) Führung an, was sehr interessant war und sich lohnte, sonst hätten wir nicht so viel Wissenswertes erfahren. Dann waren wir noch 1 Std. auf dem Markt von Pisaq und kauften wieder mächtig ein, ich erstand meinen 3. Pullover und einige Keramiksachen. Gegen 14:00 erreichten wir Urubamba, wo wir Mittag aßen und uns das erste Mal trauten, Chicha zu trinken, eine Art Maisbier. Es schmeckte mir aber ganz gut, und schlecht wurde einem auch nicht davon. 15:00 ging es weiter nach Ollantaytambo, einer weiteren Ruinenstadt aus der Inka-Zeit. Auch hier war es sehr beeindruckend. Dann fuhren wir noch zum Markt nach Chinchero und besichtigten die kleine Kirche dort, die eine schöne Holzdecke und Gemälde der Cusquener Malschule hatte. Sie war wirklich hübsch. Hätte man von außen gar nicht vermutet! Leider waren wir aber knapp mit der Zeit, denn 18:00 fuhr unser Bus von Cusco nach Andahuaylas ab. So hatten wir keine Zeit mehr für das lustige Markttreiben, was ich schon sehr bedauerte. Dann in einem ziemlichen Tempo zurück nach Cusco, Sachen im Hotel abgeholt und zum Busbahnhof; fast Punkt 18:00 waren wir da, erwischten den Bus aber noch, der aber 18:15 dann los fuhr. Die Strecke führte bis auf 2000 m runter. Es regnete und war feucht-heiß, der Bus war teilweise brechend voll. Die Leute lagen im Gang, und die Straßen wurden auch schlechter.

15.11.
5:00 erreichten wir Andahuaylas (335 km von Cusco weg und 2900 m hoch.) Wir kümmerten uns erst mal um Fahrkarten für die Weiterfahrt, damit auch noch Sitzplätze bekamen. 6:00 ging es dann auch schon weiter. Die Straßen waren noch schlechter, die absoluten Buckelpisten, auch der Bus war schlechter als der von Cusco und rammelvoll. Die Fahrt führte über mehrere Pässe, die über 4000 m hoch waren, und die Landschaft war wirklich interessant. Wir hatten tolle Ausblicke, und von daher lohnte sich die Fahrt auf jeden Fall. Unterwegs hielten wir noch mal zum Mittagessen in einem Dorf. Da es sonst zu stickig gewesen wäre, machten die Leute die Fenster auf, und es staubte rein. 260 km waren es bis Ayacucho (2760 m hoch, über 100.000 Einwohner), wo wir 16:30 dann endlich ankamen. Wir waren total eingestaubt. Per Taxi fuhren wir zu dem Hotel, das wir uns aus dem Reiseführer raus gesucht hatten. Es war offenbar frisch renoviert, hatte schöne saubere Zimmer, immer warmes Wasser und war das zweitbeste Hotel unserer Reise. Es lag direkt am Markt, aus dem Fenster konnten wir die Händler beobachten, hatten aber auch ab 5:30 morgens die dementsprechende Geräuschkulisse. Allerdings war Ayacucho das totale Kontrastprogramm zu Cusco, es gab kaum Touristen. Wir waren die Attraktion, wenn wir über den Markt gingen, ich mit meinen blonden Haaren und Micha mit seinen 2 m vor allem! Und dementsprechend schwierig war es, eine im Reiseführer empfohlene 2-Tages-Tour zum Bosque Natural Puya Raimondi (einem Wald mit urzeitlichen Bäumen, für die es keine deutsche Übersetzung gibt) und den Ausgrabungen Pomaccocha, Intihuatana und Vilcashuaman zu buchen. Alle Reisebüros stellten sich irgendwie stur und wollten uns nur die 1-Tages-Tour verkaufen. Also buchten wir erst mal nichts und gingen nur noch was essen. Irgendwie waren wir ja auch ziemlich kaputt und legten uns gegen 21:45 hin. Hier in Ayacucho hatte die Terrorgruppe Sendero Luminoso (Leuchtender Pfad) am meisten gewütet, denn sie hatte hier ca. 15 Jahre ihr Hauptquartier gehabt. Diese 15 Jahre fehlen Ayacucho gewissermaßen in der Entwicklung. Viele Bewohner hatten das Gebiet verlassen während des Terrors, und die Wunden, die er hinterlassen hat, werden wohl auch in vielen Jahren nicht verheilt sein.

16.11.
8:10 auf, frühstücken gegangen, sehr reichlich und gut, dann zum Markt, der ja direkt vor unserer Hoteltür lag und einen Einkaufsbummel gemacht. Wir wollten noch ein paar Wollsachen kaufen und hatten auf dem Markt nichts Passendes gefunden, also fuhren wir per Taxi nach Santa Ana, einem Stadtviertel Ayacuchos, wo es angeblich welche geben sollte. Wir waren von Cusco verwöhnt und fanden daher Santa Ana und die dort angebotenen Artikel eher enttäuschend. Dann per Taxi zu einem Aussichtspunkt gefahren, von wo wir einen schönen Blick über die Stadt hatten. Ich erstand hier meinen vierten Wollpullover, und wir setzten uns an eine Bude und tranken Bier und Sangria und beobachteten den Sonnenuntergang. Insgesamt waren wir 2 Stunden hier oben geblieben. Wir wollten zur Stadt runter laufen, aber ein Lieferwagen hielt an und nahm uns auf seiner Ladefläche, die voll mit Kisten von Inka-Kola war, mit. Das war echt witzig und wäre einem in Cusco wohl nicht passiert! Da sich alle Reisebüros irgendwie stur gestellt hatten und uns nur die 1-Tages-Tour zum Wald und den Ruinen verkaufen wollten, und das zu einem unserer Meinung nach zu hohen Preis, organisierten wir uns dann lieber selber unsere Tour mit Hilfe des Chefs vom Hotel Grau, wo wir wohnten. Er kannte einen Taxifahrer und einen Guide, der allerdings kein Englisch, sondern nur Spanisch und Quechua sprach. Aber er wußte viel über die Ausgrabungen (Pomaccocha, Intihuatana und Vilcashuaman) und kannte den Weg zum Mini-Bosque, denn an einem Tag schafft man es nicht, im Bosque Natural Puya Raimondi zu wandern und die Ausgrabungen zu besuchen. Und so bekamen wir dann alles an einem Tag und waren ganz zufrieden mit unserem Deal! Wir gingen noch was essen und legten uns ca. 22:00 hin, um am nächsten Tag fit zu sein.

17.11.
Denn es hieß schon 4:15 aufstehen, und 5:00 ging es los. 6:30 erreichten wir den 4240 m hohen Toccto-Paß, den wir schon auf der Fahrt von Andahuaylas überquert hatten und der die höchste Stelle dieser Tour war. 7:00 frühstückten wir sehr rustikal und einfach in einer Raststätte. 9:00 erreichten wir den Mini-Bosque. Wir liefen ein bißchen herum und bestaunten die urzeitlichen Bäume. Dann Weiterfahrt und Reifenpanne, und dann standen die Ausgrabungen Pomaccocha und Intihuatana auf dem Programm. Unser Guide erklärte wirklich gut, ich mußte zwar alles übersetzten, was auch ziemlich anstrengend war, aber naja. Er meinte auch, daß in den 15 Jahren des Terrors natürlich nichts großartig an den Ausgrabungen gemacht wurde und sie wenig erforscht sind, da man logischerweise andere Probleme hatte. Aber nun soll sich das ändern. Eigentlich hatten wir nun weiter nach Vilcashuaman fahren wollen, mußten aber eine unfreiwillige Pause einlegen, denn ein LKW war in einer Kurve umgekippt und blockierte die Straße. Ein Räumfahrzeug schüttete eine neue Kurve auf, aber es war absehbar, daß sich das Ganze eine Weile hinziehen würde. Das nächste Dorf (Vischongo) war nicht weit weg, und die Bewohner bauten sich entlang der Straße auf und nutzten die Gelegenheit, um den Wartenden was zu essen und trinken zu verkaufen. Wir versuchten Grünkohl mit Kartoffeln (für ca. 60 Pfennig die Portion...). Von der Chicha ließen wir hier aber lieber die Finger! 13:30 ging es dann weiter, und 14:30 erreichten wir Vilcashuaman. Die Ruinen waren mitten im Dorf, und es waren andere Gebäude (u.a. die Kathedrale) durch die spanischen Eroberer auf den Resten zerstörter Inka-Tempel erbaut worden. Unser Guide erklärte wirklich alles prima und wußte viele Fakten, es war wirklich klasse! Wir gingen noch Mittag essen und fuhren 16:00 los zurück nach Ayacucho. Während unseres Aufenthaltes in Vilcashuaman hatten wir den geplatzten Reifen reparieren lassen, aber er platzte unterwegs erneut. Zum Glück hielt aber das Reserverad trotz der rasanten Fahrweise unseres Taxifahrers, und wir erreichten 19:30 Ayacucho. Wir waren wieder genauso eingestaubt wie auf der Fahrt von Cusco nach Ayacucho, gingen noch schnell eine Cebiche essen und legten uns gegen 23:00 hin. Der Ausflug hatte sich aber wirklich gelohnt.

18.11.
7:45 auf und erst mal zum Friseur (alle außer Hollu) und zum Schuhputzer, dann Frühstück und ab 12:30 Stadtrundgang. Leider war das nicht der große Bringer, denn in Ayacucho kann man eigentlich nichts außer Kirchen besichtigen, und die hatten mehrheitlich geschlossen. So verbrachten wir noch mal viel Zeit auf dem Markt, und ich kaufte mir mein viertes Mützchen (aber es steht "Ayacucho" drauf!) und einen Ledergürtel. Wie immer in diesen Markthallen tranken wir frisch gepreßten Saft, den ich zu Hause doch sehr vermissen würde. Wir gingen noch einen Pisco Sour trinken und fuhren 17:00 per Taxi hoch zum Aussichtspunkt, wo wir schon mal vor 2 Tagen gewesen waren. Wir tranken Bier und Pisco Sour und gingen dann gleich noch was essen. Da es in der Dunkelheit laut Restaurantbesitzer zu gefährlich wäre, in die Stadt zurück zu laufen, fuhr er uns selber in seinem Auto zurück, als Service des Hauses sozusagen. Wir schnappten im Hotel unsere Sachen und gingen zur Plaza, wo 21:00 der Bus fahren sollte. 21:30 fuhr er ab. Zwischen 1:30-2:20 mußten wir eine unfreiwillige Pause machen, denn ein Bus der gleichen Busgesellschaft, der aus Richtung Lima kam, hatte eine Panne, die man aber offenbar beheben konnte. Der Bus war echt klasse, wir hatten auch wohlweislich 1. Klasse gebucht.

19.11.
6:30 Ankunft in Lima, es war genauso nebelig wie 4 Wochen vorher und machte einen trostlosen Eindruck. Per Taxi zum Flughafen, Sachen in Gepäckaufbewahrung abgegeben und per Taxi nach Miraflores, Limas Nobelviertel. Wir schauten uns die berühmte Gaststätte Rosa Nautica an, beschlossen aber, nichts zu verzehren, das war doch nicht so ganz unser Preisniveau... Also frühstückten wir woanders und schlenderten herum. Auch hier gab es noch eine Ausgrabung, die wir uns natürlich anschauten, und es war auch wirklich interessant. Wir bekamen sogar eine kostenlose englische Führung und noch 4 Prospekte auf Deutsch über Peru geschenkt! Dann noch zur Büste "Der Kuß" mit Blick aufs Meer. Hier heiraten viele Einheimische. Außerdem gaben wir in einem Park noch Schulkindern Interviews für ihren Englisch-Unterricht, das war ziemlich witzig. Dann per Taxi zum Stadtzentrum zurück. Leider hatte der Taxifahrer keine große Ahnung, und wir brauchten 45 min, weil er sich ständig verfranzte, eigentlich hätten wir es in 20 min schaffen müssen. So wurde alles etwas hektisch. Wir gingen noch mal ins "Cordano", der Kneipe mit Limas ältestem Ambiente, bestehend seit 1905, essen und fuhren 17:50 per Taxi zum Flughafen. Dieser Taxifahrer war nun zum Glück das ganze Gegenteil, er kannte viele Schleichwege und erklärte unterwegs sogar noch einiges. 18:15 erreichten wir den Flughafen, schnappten unser Gepäck und stellten fest, daß die Maschine 1 Std. Verspätung hatte. Start sollte also 21:10 statt 20:10 sein. Zum Glück konnten wir unser Gepäck bis Düsseldorf aufgeben und würden es in Madrid nicht nehmen müssen. 22:00 dann Start, es gab 2x was zu essen und 2 Filme, die ich aber beide verschlief, ich schlief fast den gesamten Flug über.

20.11.
16:00 Ortszeit Landung in Madrid (in Lima war es da 9:00 morgens), alles klappte reibungslos. Da es keinen Flug mehr nach Düsseldorf gab, das war planmäßig so, hatte man uns vorher gesagt, IBERIA bezahlt uns eine Hotelübernachtung. Wir bekamen auch die Gutscheine für ein 4-Sterne-Hotel, das im Zentrum Madrids lag und auch wirklich super war, aber nicht nur das, auch einen kostenlosen Transfer zum Hotel und Gutscheine für Abendessen und Frühstück. Der Fahrer wartete schon, und 16:30 waren wir bereits im Hotel. Wir gingen dann gleich die 15 min zu Fuß zum Prado. Da am Wochenende der Eintritt frei ist, war eine riesige Schlange davor, aber wir stellten uns trotzdem an. Es war 6°C kalt, und wir mußten fast 1 Std. warten, bis wir endlich drin waren und uns "Die nackte Maya" anschauen konnten. Dann zurück zum Hotel und 20:30 in ein Restaurant gleich um die Ecke. Es gab ein 3-Gänge-Menue mit Lachsfilet und eine Flamenco-Show. Total klasse. Wir hatten Jörg und Sonja aus Berlin getroffen, denen wir auf dem Hinflug und auch mehrmals in Peru begegnet waren und tranken noch zusammen Wein in der Hotelbar.

21.11.
6:15 auf, 7:00 Frühstück und 7:15 per Kleinbus zum Flughafen, 9:50 Start, 12:30 Ankunft in Düsseldorf, es war naßkalt und unangenehm, und der Urlaub war leider vorbei.

Zusammenfassend kann ich sagen, daß alles viel besser klappte, als ich es erwartet hatte. Auch war es wärmer, als ich vorher gedacht hatte. Die Menschen sind zum großen Teil ehrlich, freundlich und hilfsbereit. Mich haben die Anden sehr beeindruckt, und sicher war ich nicht das letzte Mal dort.

Und nun noch das Rezept für Pisco Sour! Pisco ist ein weißer Traubenschnaps.

  • 3 Teile Pisco (43%)
  • 1 Teil Limettensaft (frisch gepreßt)
  • 2 TL Zucker
  • 1 Eiweiß
  • 10 gestoßene Eiswürfel
  • im Mixer 2 min durchrühren
  • in Gläser füllen
  • nach Wunsch mit Zimt bestreuen

Nun ist ein Jahr vergangen, und ich war schon wieder in Peru und Bolivien. Es hat mich halt einfach so fasziniert. Andres Kneipe in Arequipa ist pleite, und die Zugfahrt Puno-Arequipa ist wesentlich teurer geworden, als vor 1 Jahr. Damals hatten wir so 20 DM bezahlt. Dieses Jahr sollte es 30 US$ kosten. Wir fuhren dann mit dem Bus. Wir haben den Misti bestiegen, nachdem wir letztes Jahr Blut geleckt hatten auf dem Inka-Trail. Ein ausführlicher Reisebericht folgt natürlich noch.


 
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Info Reisebericht
Reiseland: Peru
Datum der Reise: 1999
Dauer der Reise: 4 Wochen
Autor: Kristina
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Links zum Artikel
· Peru Wikipedia
· http://www.clubplanet.de/community/default.asp?club=Peru+und+Bolivien

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