
Die "Herren der Berge"Entweder wird man in den Bergen geboren und lernt schon als kleines Kind die Berge kennen und respektieren. Oder du brauchst jemanden, der dir hilft, die Bergwelt schätzen zu lernen und der dich Schritt für Schritt dazu anleitet, ihre Geheimnisse zu entdecken. Du brauchst also einen Bergführer, einen der ?Herren der Berge?.

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 Auf dem Pale di San Martino.
Foto: A.P.T. Trentino
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Die Geschichte der Bergführer beginnt zugleich mit der Entstehung des Alpinismus, als nämlich die Gipfel der Alpen und der Dolomiten insbesondere die Aufmerksamkeit von englischen, deutschen und österreichischen Entdeckern auf sich lenkten. Doch die wohlhabenden und abenteuerlustigen Reisenden begaben sich nicht allein zum Sturm auf Gletscher und Felstürme, sondern hatten von Anfang an den guten Gedanken, sich von Leuten begleiten zu lassen, die sich mit den Giganten aus Eis und Fels bestens auskannten. So entstanden die ersten Bergführer und die Namen dieser Pioniere finden wir im ersten Jahrbuch der Società degli Alpinisti Tridentini von 1874 verzeichnet.
Das Gebirge übt auch zu Beginn des dritten Jahrtausends ungebrochen seine Faszination aus. Doch man muss nicht länger reich und aristokratisch sein, um dem Ruf der Berge zu folgen. Auch der Beruf des Bergführers hat sich unterdessen weiterentwickelt. Heute begleitet uns ein Profi auf Exkursionen und Klettertouren, der nicht nur perfekt die technischen Aspekte des Bergsteigens und -wanderns beherrscht, sondern der uns auch unter den Gesichtspunkten Natur, Ethnographie und Kultur die Berge näher bringt. Doch sehen wir uns die "Herren der Berge" etwas näher an.

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 Lago di Cima dAsta.
Foto: A.P.T. Trentino
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Man braucht fünf Jahre um Bergführer zu werden, wobei die für die Zulassung geforderten Prüfungen zahlreich und anspruchsvoll sind. Schließlich ist das oberste Ziel der Ausbildung, einen Profi darauf vorzubereiten, diejenigen sicher zu führen, die sich seinen Diensten anvertrauen.
Die Aspiranten müssen zunächst eine Auswahlprüfung (am Fels, auf Eis und im Tourenskilauf) bewältigen, die dazu berechtigt, an den verschiedenen Spezialkursen teilzunehmen. Nach dem Bestehen aller Prüfungen erhält der Schüler eine Zulassung als Bergführer-Anwärter, die ihm das Recht gibt, alle beruflichen Tätigkeiten mit Ausnahme schwieriger Bergbesteigungen auszuüben. Erst nach weiteren drei Jahren und einer weiteren Prüfung, darf der Anwärter den Titel eines Bergführers und Meisters in Sachen Alpinismus tragen. Doch das ist nicht alles. Alle Führer sind spätestens alle vier Jahre dazu angehalten, einen Fortbildungskurs zu absolvieren, um die Lizenz erneuert zu bekommen.
Zur Zeit sind 172 Bergführer im Register eingetragen, die zwölf verschiedenen Gruppen und Schulen für Alpinismus zugeordnet sind. In jedem Tal gibt es ein Büro, an das man sich wenden kann, um Informationen einzuholen, Exkursionen zu buchen oder sich für einführende Kurse in Sachen Alpinismus einzuschreiben.
Quelle: pairola-media