
Appenzell übertrifft sein KlischeeAppenzell ist das Tor zur voralpinen Erlebniswelt des Alpstein-Massivs. Die Stadt ist politisches, wirtschaftliches und kulturelles Zentrum des Kantons Appenzell Innerrhoden.

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 Der alte Ortsteil von Appenzell.
Foto: Swiss-Image
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Charakteristisch für Appenzell sind die buntbemalten Häuser im autofreien Kern sowie die bäuerlich und kirchlich geprägte Kulturlandschaft. Hier kann man noch traditionelles, sennisches und kirchliches Brauchtum erleben, das kein Touri-Event darstellt, sondern einfach unverfälschter Alltag ist. Bauernmalerei und Käse bestimmen den Ruf des Städtchens, sind aber halt nicht alles. Die schmucken Gassen mit den zahlreichen Ladengeschäften bieten sich an zum Flanieren und Einkaufsbummeln. Bei einer Stadtrunde sollte man auch die Pfarrkirche Sankt Mauritius, die Kreuzkapelle mit dem Gemäldezyklus von Ferdinand Gehr und das Rathaus, das mit seinen Staffelfenstern, steilem Satteldach und Dachreitern aus der Spätgotik stammt, umrunden. Kulturelle Akzente setzen die 1998 eröffnete Kunstfabrik, die Ausstellungen zur Kunst des 20. Jahrhunderts zeigt, und das Museum Appenzell im Rathaus sowie das Privatmuseum im Blauen Haus, in denen es Appenzeller Kultur und Brauchtum zu sehen gibt.

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 Blumig: Appenzeller Haus in Urnäsch, etwas westlich von der Stadt.
Foto: Swiss-Image
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Appenzell ist ein echtes Schatzkästchen für alle, die gleichzeitig in Natur, Kultur, gelebtem Brauchtum, grüner Landschaft und Bergen schwelgen wollen. Wer noch ein bisschen darin herumstöbert, trifft auf Handwerker, wie etwa Stickerinnen oder Weissküfer, denen man gern ein wenig über die Schulter schauen kann. So kommt man denn doch einfach nicht am Brauchtum und dem Ruf Appenzells vorbei, und das ist auch ganz gut so. Traditionsfreude stellt sich mit Sicherheit beim Kosten regionaler Leckereien wie Mostbröckli, hinter dem sich pikant gewürztes, luftgetrocknetes Fleisch verbirgt, Appenzeller Käse oder auch Appenzeller Alpenbitter und "quöllfrischem" Appenzeller Bier.
Die Stadt ist Ausgangspunkt für zahlreiche Rundwanderwege und Mountainbike-Touren. In Appenzell kommen also wie gesagt nicht nur Städteliebhaber, sondern auch Naturfreunde auf ihre Kosten. Wer im Toggenburg Urlaub macht, kann zum Beispiel eine stramme Wanderung mit einem anschließenden Besuch in Appenzell verbinden. Von der Schwägalp am beeindruckenden Säntis geht's los, dann führt die Strecke über den aussichtsreichen Kronberg hinunter nach Appenzell. Unterwegs warten etliche Gasthäuser auf den hungrigen Wanderer, so dass man nach den knapp fünf Stunden Weg nicht völlig ausgezehrt ist, sondern auch noch Kraft hat, sich Appenzell näher anzusehen.
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