
Das Engadin als Freiluft-Universität Die Bilderbuchregion im Herzen Graubündens präsentiert sich als riesiger Geopark. Hier spielen Natur, Kultur und Tourismus wie selbstverständlich zusammen und aus normalen Ferien wird auf einmal ein spannender Bildungsurlaub.

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 Familie am Wasser im Engadin.
Foto: swiss-image
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Wie kommt der Ökostrom nach St. Moritz? Wie alt sind die Hochmoore von Silvaplana? Und welche Heilpflanzen wachsen im Ricola-Kräutergarten in Pontresina? Wer ins Engadin reist, kann solche Fragen nach seinem Urlaub ganz einfach beantworten. Denn diese Bilderbuchregion im Herzen Graubündens präsentiert sich als riesiger Geopark, überdimensionales Biotop und Open air-Labor. Hier spielen Natur, Kultur und Tourismus wie selbstverständlich zusammen und aus normalen Ferien wird auf einmal ein spannender Bildungsurlaub.
Das Engadin gehört zu den schönsten Zielen innerhalb der Schweiz ? zwischen 553 und 4049 Metern über Meer findet man blühende Flusstäler, faszinierende Felsformationen, berühmte Ferienorte und kleine Dörfer, die sich wie Geheimtipps in den Bergen verstecken. Zudem machen das milde Klima und das weiche Licht die Region seit jeher zum Sehnsuchtsziel von Künstlern ? Thomas Mann, Friedrich Nietzsche und Hermann Hesse gehören zu den zahlreichen Schriftstellern, die vom Engadin schwärmten und ihm sogar eigene Werke widmeten. In der ?Schweiz im Miniaturformat? wirken Natur, Kultur und Tourismus wie selbstverständlich zusammen ? hier werden Ferien beinahe unbemerkt zum Bildungsurlaub.
Aus jedem Gast kann ein Hobbyforscher werden, der das Engadin zum Beispiel als riesigen Geopark begreift und beeindruckende Felslandschaften, Gletschermühlenreservate oder Eisgrotten erforscht. Wer sich für die Flora und Fauna interessiert, kommt in Moorgebieten, auf Pflanzenlehrpfaden und an Bergseen auf seine Kosten, denn das Engadin könnte jedem klassischen Biotop Konkurrenz machen. Zudem funktioniert es als Labor und Kraftwerk unter freiem Himmel ? hier stehen einige der mächtigsten Staudämme der Schweiz und in Ökostromanlagen wird mit natürlicher Energie umweltschonend gearbeitet. Vor allem St. Moritz gilt als Vorreiter des ?grünen Stroms?. Der Kurort hat eine eigene Clean Energy Tour konzipiert ? einen Wanderweg, der zu ultramodernen Solarkraftwerken und Windkraftanlagen führt, die Energien aus Wasserkraft, Sonne, Wind und Biogas nutzen. Noch sanfter kann man es bei Wanderungen durch die Hochmoore von Silvaplana angehen lassen. Hier werden 10.000 Jahre Landschaftsgeschichte lebendig, und informative Tafeln beschreiben Phänomene wie die Klimaerwärmung. Ganz schweiz-typisch geht es im Ricola-Kräutergarten in Pontresina zu: Hier wachsen die 13 Heilpflanzen, die in jedem der bekannten Bonbons stecken ? die meisten Besucher erholen sich schon beim Einatmen.
Quelle: Schweiz Tourismus / bearbeitet von pairola-media