
Sion - Kunst und Kuhkampf in der HauptstadtHier in Sion, dem zweisprachigen Hauptort des Kantons Wallis, gehen Vergangenheit und Zukunft nahtlos ineinander über. Mit ihrem südländischen Klima zu Füßen der schneebedeckten Gipfel verwebt die Stadt der Schlösser räumliche und zeitliche Gegensätze:

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 Die Hügelzwillinge Valere und Tourbillon.
Foto: Valais Tourism
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Die Spuren der romantischen Altstadt - der Hexenturm oder die Burgen - führen teilweise bis in die Römerzeit zurück. Heute pulsiert die explosionsartig gewachsene Stadt gleichzeitig als moderne Industriemetropole, gediegenes Bildungszentrum, Regierungssitz und fruchtbare Schatzkammer. Auf den sonnenverwöhnten Feldern und Hängen reifen saftige Aprikosen, Tomaten, Trauben, ja sogar Oliven, Mandeln und Feigen, so dass bei einem Spaziergang heimisch bekannte Düfte mit mediterranen Noten eine wallisische Schmeichel-Komposition kreieren. So ein Spaziergang ist nicht allzu wörtlich zu nehmen, man kann sich die Landschaft vielfach auch per Bike erfahren. Bergwärts auf Entdeckung warten das Naturschutzgebiet von Montorge, der Stausee von Grand-Dixence oder das urtümliche Hérens-Tal.

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 Walliser Leckereien.
Foto: Swiss-Image
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Verkehrsmäßig gesehen ist Sion auch auf Achse: Die Autobahn N 9 führt in 90 Minuten nach Genf, auf der europäischen Bahnlinie Paris - Mailand hält der Zug täglich mehrmals in Sion. Als wichtigster Postauto-Knotenpunkt der Schweiz ist die Stadt bedeutender Verteiler für die umliegenden Ferienorte wie Val d?Hérens, Crans Montana, Nendaz, Veysonnaz, Anzère. Sion verfügt über eine vielfältige Gastronomie und Hotellerie mit hohem Genussfaktor. Alle Sinne können mitmachen beim Genießen: Auf dem alljährlichen Musik-Festival Tibor Varga, das auf dem internationalen Festivalsparkett einen sicheren Platz abonniert hat und in dessen Mittelpunkt die älteste noch spielbare Orgel der Welt in der Stiftskirche auf Valere steht. Bei einer Weindegustation in einem der zahlreichen Keller, bei einem Raclette, bei einem Walliser Fondue mit maßgefertigtem gemütlichen Ambiente. Auf einem Streifzug durch die Kunstgalerien oder auf einer kleinen Bildungsreise mit Stops im Kunstmuseum, das gleich zwei Burgen braucht, im Museum für Naturgeschichte mit raren Exemplaren wie Bär, Wolf und Bartgeier und im archäologischen Museum, das spektakuläre Funde aus Sion mit einem Alter von bis zu 7000 Jahren zeigt. Das Programm bietet eine große Vielfalt - und zwar auf allen Kanälen.

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 Berauschende Kombination: Wein und Sion.
Foto: Valais Tourism
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Die traditionelle Wahl der ?Königin der Königinnen? im späten Frühjahr steht der Anziehungskraft einer echten Miss-Wahl nicht im geringsten nach, die Reize, mit denen gelockt wird, sind nur etwas unterschiedlich: Bei diesem Sommerhighlight buhlen schwarze Eringerkühe in sogenannten Ringkuhkämpfen oder combats de reines um die Siegesehre. Die Teilnahmebedingungen sehen denn auch ein wenig anders aus als bei gewöhnlichen Misswahlen: Milch geben im Frühjahr und trächtig sein im Herbst müssen die Wettkämpferinnen, um zugelassen zu werden.
Zu einem Sommer in Sion gehört dann ebenso ein Bummel durch die Altstadt, die mit ihren gediegenen, trendigen Boutiquen und Antiquitätenläden noch nicht zu bloßer Fotokulisse verkommen ist, wie Surfen und Baden in ?les Iles?, eine Radwanderung oder ?City-Biken? entlang den langgezogenen Apfelbaumfeldern. Eine weitere Attraktion: Der unteriridische See von St- Léonard, nur einen Steinwurf von Sion im Tal entfernt. Im Winter eignen sich Spaziergänge und Museumsbesuche im Tal zum Mischen mit der ohnehin schon bunten Wintersportpalette in der Hochebene. Eistanzkünstlerinnen oder Eishockey-Spieler können auf den Eisbahnen in Sion an ihrem Talent feilen, während sie nebenbei Urlaub mit allem drum und dran machen. Jeden Winter werden Pauschalwochen angeboten, die als Bonbon verbilligte Skiabonnemente beinhalten.
bearbeitet von pairola-media