Thailand, Bangkok, Samui und Phuket - Reisebericht und Reiseplanung - Private Reiseberichte und Reiselinks aus aller Welt - Eric Gessmann - Hünxe 
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Thailand, Bangkok, Samui und Phuket

Thailand: Bangkok, Phuket und Koh Samui

Es war wieder soweit: Thailand lockte!

Und so begab es sich zu der Zeit, als Gudrun im Videotext stöberte und plötzlich in ein Freudengeheul ausbrach: "Angebot eines Reisebüros für Garuda!" Wir fragten über E-Mail dort nach und erhielten die frohe Botschaft: "Ja, bis Ende März 2000, Garuda von FRA nach BKK, Economy 1085,- DM und Premium Economy, die frühere Super Tourist: 1585,- DM, Komplettpreis incl. alles!"

Das war ein Wort, denn bei Garuda selber (Frankfurter Büro) lag der Preis um 300,- DM höher!

Wir besprachen uns schnell mit unseren Freunden Moni und Otto und buchten 4 Plätze vom 14. Februar bis zum 9. März 2000. Zusätzlich buchten wir über Internet für die ersten 3 Nächte das Silom City Inn in Bangkok.

Vorsichtshalber schauten wir noch im Internet bei www.start.de nach, ob für den 18.Februar auch Plätze von Bangkok nach Phuket frei sind: Nein, schon alles weg! Nach Samui war noch frei. Gut, dann schnell noch 4 Plätze nach Samui gebucht. Es blieb sich ja gleich, weil wir doch auf beide Inseln wollten.

Am 14.2.2000 ging's los: Der Garuda-Jumbo hob ab, wir in den breiten Business-Class-Sitzen freuten uns über den schönen Urlaub, der vor uns lag. Zur Premium Economy Class gilt das gleiche wie im Bericht Januar 1999. Und zudem genossen wir wie vor einem Jahr an Bord den "Luxus" einer reich mit Spirituosen bestückten Bordbar, genauer gesagt eigentlich nur den Gin-Tonic, der zum Ende des angenehmen Fluges hin immer "purer" wurde. Und bei der Landung hatten wir z.T. Schwierigkeiten, die Einreiseformulare auszufüllen. Aber das lag ja wohl "nur" an der Zeitumstellung von 6 Stunden!!!

Im Hotelpreis war die Abholung vom Bangkok-Airport inbegriffen, und so wurden wir zu viert im Air-Conditioned Shuttle-Bus zum Hotel gebracht. Mitten in die Stadt an der Silom Road, zwischen Patpong und Fluss. Selbstverständlich schliefen wir nach einem Mittagessen zuerst mal aus und begaben uns dann ab 20.00 Uhr auf Entdeckungsreise: Direkt um die Ecke war das Silom Village, ein modernes, aber trotzdem hübsches Geschäftszentrum, wo wir uns ein prima Abendessen genehmigten.

Am nächsten Morgen, was tun? Gut, einen Stadtplan hatten wir, aber der Fussweg zum Fluss erschien uns doch zu weit, und so entschlossen wir uns zur Fahrt mit den berühmt-berüchtigten dreirädrigen Tuk-Tuks. Der Preis erschien uns nicht sehr hoch, merkwürdig war nur die Ankündigung der Fahrer: "Linien-Boote Richtung Königspalast fahren heute nicht. Aber Angebot: Stadtrundfahrt, ganz billig! Und nur ein kleiner Stop beim Tailor! Good for me and good for you!" Damit meinten sie, sie würden Benzingutscheine bekommen, wenn wir uns mal ein bisschen beim Schneider umschauen würden. Nach einer wilden Schaukelfahrt stiegen wir beim Schneider aus: Viel zu teuer! Nix wie weg. Und außerdem wollten wir uns doch gar nichts schneidern lassen.

Weiter gings. Noch wildere Fahrt. Stop bei einem Shopping-Center: Good for me and good for you! Nichts anderes als ein überteuertes Schmuck und Juwelengeschäft. Nun reichte es uns: Wir wollten auf kürzestem Wege zum Fluss. Und die beiden Fahrer taten's auch: Aber nicht ohne uns an einen Longtail-Boat-Betreiber weiterzureichen, der uns eine Klonghfahrt anpries mit Endstation Königspalast. Außerdem hätte der Königspalast Mittagspause, bis 15.00 Uhr geschlossen, da würden wir schon rechtzeitig dort ankommen. Na, was soll's. Eine Klonghfahrt wollten wir sowieso absolvieren.

Es war eine gemütliche Bootsfahrt: Vom Oriental Pier zuerst flussabwärts, dann in die Klonghs rein und nach etwa einer Stunde gegenüber vom Königspalast wieder raus. Vorbei an Wohnhäusern, Hütten, schwimmenden Märkten, Palästen, Klöstern, Restaurants, Parks und Wildnis: ein Erlebnis! Am Königspalast war Endstation, raus vom Pier und ab zum Palasteingang: Oh! Diese Gauner! Der Königspalast hat täglich durchgehend geöffnet, schließt aber schon um 15.30 Uhr! Deswegen also das Klongh-Angebot! Macht nichts. Morgen ist auch noch ein Tag. Und weil es gerade anfing, schweinisch zu regnen, fuhren wir mit einem Taxi im Affentempo zum Hotel zurück und vergnügten uns am Abend auf Patpong, der Reeperbahn Bangkoks.

Morgens also wieder raus aus dem Hotel, Tuktuk fragen: Zum Königspalast? Alle, übereinstimmend: Nein, ist für uns zu weit. Aber wie wäre es mit einer Stadtrundfahrt? Ganz billig! Mit Tailor und Shopping Center? Good for me and good for you!

Nein danke. Dann also Taxi. Und dann kam eine Überraschung: Der Fahrer, älteres Semester, verlangte erstens nur den halben Preis im Vergleich zu gestern und fuhr uns sogar noch quer durch die Stadt zum Königspalast, aber dem falschen! Zur Residenz von Bumiphol und Sirikit! Als er den Fehler bemerkte, fuhr er uns ohne Mehrkosten zum richtigen, dem Touristenziel aller Bangkokbesucher, dem Old Grand Palace. So sahen wir vom Taxi aus fast die ganze Stadt!

Prunk, Pracht, Herrlichkeit, Hitze, Durst, Gold, Silber, Thronhallen, Waffen, Schmuck etc. etc.
Achtung: lange Hosen bzw. lange Röcke und Schulterbedeckung sind für Besucher Pflicht!

Die Rückfahrt zu Hotel gestaltete sich eigentlich ganz einfach: Zum Pier und direkt aufs Linienboot gegangen, rast wie der Teufel, kostet 10 Baht pro Person egal wie weit, und fährt alle paar Minuten. Am Oriental Pier raus, rein in die neue moderne blitzsaubere und schnelle Hochbahn, 20 Baht bis Patpong und dann nur ein paar Minuten zu Fuß zum Hotel. Na also. In Bangkok gehts auch billig!

Am Abend gings in die nähere Umgebung des Hotels, mitten in den Garküchentrubel und das mitten auf den kleinen Strassen, Autos und Tuktuks quälten sich durch das Gewühle, fernöstliche Spezialitäten auf den Tellern und dazu das gute Chang-Bier oder Singha und der obligatorische Mehkong-Whisky. So ließ es sich aushalten!

Na gut, jetzt sollte es also weitergehen: Ab zum Domestic Airport, eingecheckt und noch ein wenig in unserem Fussgängerschlauchverbindungstunnel zum International Airport in unserem Food Center was gegessen.

Anderthalb Stunden Flug brutto, und wir waren wieder da: In Samui, dem Paradies. Temperatur: 36° C. Mit Taxi zuerst zu den Choeng Mon Bungalows. Klasse, aber leider fast voll. Otto und Moni schliefen die ersten zwei Nächte in Einfachstunterkünften, ehe sie für 5 Nächte in die "richtigen" Bungalows umzogen.

Die erste Überraschung: Es gibt keine Schlammstrassen mehr auf Samui, d.h. in Chaweng und Lamai! Alles nagelneue Betondecken, keine Sandpisten und Wasserwüsten mehr! Ein Wunder war geschehen! Und so konnte man abends mal in Ruhe und ohne Gummistiefel durch Chaweng und Lamai flanieren.
Und zu unserem Lieblingsstrand erkoren wir Chaweng Noi: Blitzsauber, Kristallwasser und urgemütlich!

Für das nächste Mal wollen wir versuchen, dort in den New Star Bungalows unterzukommen. Wir waren zwar nicht drin, sie sahen aber von außen irgendwie gut aus.

Dort am Chaweng Noi trafen wir uns mit Paul und Georgina, zwei ganz netten Engländern, die wir in Charlie Chaplins Restaurant, gegenüber den Choengmon Bungalows kennengelernt hatten.

Morgens zog es uns nach Bophut. Dort fanden wir am Strand das Restaurant vom Ziggy Stardust Resort, wo man bei herrlicher Aussicht vorzüglich frühstücken konnte.

Plötzlich, ein Menschenauflauf! Was war los? Ein Affenführer mit Affe war gekommen, der Affe kletterte die Palmen hoch und warf ein Kokosnuss nach der anderen herunter. Mindestens 40 Stück. Für so eine Vorführung hätte man in den Affenshows Geld bezahlen müssen, und hier bekam man es gratis zum Frühstück geliefert! Dass die eine oder andere Nuss auf die Terasse mitten auf die Tische flog oder auch mal ein Schindeldach durchschlug, was machte es aus. Hauptsache, und das war der Sinn der Sache: Die losen Kokosnüsse konnten keine Passanten mehr gefährden. Im Jahr davor hätte mich so eine Himmelsbombe auf Koh Phanghan fast erschlagen!

Wenn man nicht immer nur am Strand liegen oder im Hotel sitzen will, ist es selbstverständlich, auch mal die nicht von den Touristen überlaufenen Gegenden zu untersuchen. Und so fanden wir auch einsame und stille buddhistische Klöster, ruhige Eckchen und Winkel, abgelegene Dörfer und unentdeckte Stellen. Einfach auf eigene Faust mal losfahren und sich überraschen lassen!

Nach 10 Übernachtungen gings weiter mit Taxi, Bus, Fähre, Bus und Tuktuk nach Phuket und zwar nach Karon. Schade. Karon und Kata waren in den letzten beiden Jahren doch sehr gewachsen. Wahrscheinlich haben doch sehr viele Besucher bemerkt, daß es in Patong zu laut ist und haben sich eben nach Karon und kata verzogen. Am Strand: Vierer-Reihen Liegestühle und Sonnenschirme, die reinste Adria. Nach drei Tagen im Casa Brazil, einem hübschen aber sehr hellhörigen Hotel zogen wir um in den hinteren Teil von Patong, in die Nanai Road. Dort wohnten bereits seit sechs Tagen Moni und Otto, die schon vorher nach Phuket weitergereist waren.

Auf Phuket trafen wir Ralf und Sybille, zwei nette junge Leute aus Diez, die vor einigen Monaten unser Gästebuch "verziert" hatten und mit denen wir seit dieser Zeit in E-Mail-Kontakt standen. Zu sechst war es noch lustiger, abends mal essen zu gehen (z.B. bei Otmar, der von seinem deutschen Namen zwar nichts weiß, aber doch ein freundlicher thailändischer Gastgeber ist) oder gemeinsam zu den Stränden zu fahren.

Zum Beispiel an den Laem Singh, einem kleinen, nur zu Fuß erreichbaren Strand unmittelbar nördlich von Kamala. Dort, beim "Ali", war eine sehr angenehme und ruhige Atmosphäre. Gerade das richtige, um einige Tage faul herumzuliegen und sich die Sonne auf den Bauch scheinen zu lassen.

Oder zum Beispiel Kamala Beach. Im nördlichen Teil dieses Strandes ist es beim größten Trubel der Insel immer noch ruhig und leer. Die zwei kleinen Strandrestaurants bieten alles, was das Herz begehrt und der breite und lange Strand ist wie geschaffen zum Entspannen und relaxen.

Die Ausflüge mit den Mopeds führten uns auch nach Chalong und Rawaii, von wo aus wir zu viert für einen Tag mit dem Longtail-Boat zur Koh Raja starteten. Nach einer Überfahrt von etwas mehr als einer Stunde erreichten wir die Insel: Ein Südseestrand vom Feinsten!

Ein Traumstrand, wie aus der Südsee: Sand wie in einer Eieruhr, wie schneeweißer Puderzucker! Etwa so muss es im Paradies gewesen sein! Einfache Unterkünfte ohne Strom und Fernseher, kein Radiogedudel. Nur Natur und Stille (abgesehen von der Handvoll Boote, die tagsüber die Insel ansteuern). Über die Wasserqualität brauche ich ebenfalls kein Wort zu verlieren. Tipp an alle: Unbedingt mal hinfahren und angucken!

Natürlich ist jede Reise mal zu Ende und so flogen wir am letzten Tag mit der Thai (Business Class, weil Economy ausgebucht war, nur 30,- DM Aufpreis!) von Phuket nach Bangkok und von dort wieder mit der Garuda zurück nach Frankfurt.

Der angenehme Nebeneffekt: Wir kamen am Aschermittwoch in Mainz an, den ganzen Fassenachtstrubel hatten wir also (gottseidank) verpasst!

Mal sehen, was wir beim nächsten Mal in Thailand erleben.
Auf Wiedersehen, Thailand! Fazit: ein Urlaub, fast nichts geplant oder im Voraus gebucht, und deswegen ein Traumerlebnis. NACHMACHEN!



Homepage: http://home.main-rheiner.de/gudrun.mayer/feb00.phtml

 
Angebote Thailand
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Info Reisebericht
Reiseland: Thailand
Datum der Reise: 1999
Dauer der Reise: 3 Wochen
Autor: Gudrun Mayer
Aufrufe bisher: 3947

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