Bayerischer Wald, Arrach, Haibühl, Furth i.W., Bodenmais, Bayr. Eisenstein
Unsere "Untermieter" (wir wohnen im 5. Stock), Sigrid und Herbert, erzählten uns schon seit langer Zeit, daß sie mehrmals im Jahr ein paar Tage Urlaub im Bayerischen Wald verbringen würden. Es sei dort noch nichts überlaufen, die Gegend wunderschön, die Preise niedrig und die nahe Tschechei locke zu Ausflügen. Als die beiden wieder mal einige Tage dort waren, beschlossen wir, sie zu besuchen. Nach einem Anruf in ihrem Ferienquartier versprachen sie, uns vom Bahnhof in Arrach abzuholen, denn wir wollten mit der 35,-DM-Karte dorthin brausen.
Ab gings. Samstag in aller Herrgottsfrühe: Karte am Automaten gekauft, S-Bahn bis Hanau, Regionalexpress bis Aschaffenburg, umsteigen nach Nürnberg, weiter nach Cham, dann nach Kötzting und schließlich nach Arrach. Ein Erlebnis!
Am Bahnhof warteten schon die beiden und brachten uns in den "Haibühler Hof" zu Hans und Maria, dem netten Wirtsleutepaar. Daß wir mit ihnen Freundschaft schlossen, muß nicht besonders erwähnt werden.
Und dann gings los: Herbert und Sigrid luden uns ins Auto und zeigten uns erst einmal die nähere Umgebung. Arrach selbst, Neukirchen b.Hl.Blut, Furth im Wald, den Hohen Bogen und die nahe Grenze zu Tschechien. Zu Fuß wanderten wir ein Stückchen bis auf die andere Seite zum dortigen DUTY-FREE-SHOP, um uns ein wenig mit zollfreien Utensilien zur Befriedigung unserer Laster einzudecken.
Der Tag verflog im Nu, und als wir wieder am Hohen Bogen vorbeikamen, ärgerten wir uns, daß an der Talstation die Bergwacht mit ihrem Bergfest leider gerade am Abbauen war. Nun denn, auf zur Monika, einem netten Café in Ottenzell mit riesigen Eisportionen.
Und der Abend klang bei Hans und Maria aus: Man soll nicht glauben, wie groß eine Haxe sein kann! Aber es gibt ja auch eine gute Verdauungsmedizin (Osserwasser!). Diesen Abend verbrachten wir also inmitten guter Freunde bei hervorragendem Essen und Trinken.
Am nächsten Tag, sonntags, überraschte uns Maria mit einem der reichhaltigsten Frühstücke, das wir je gesehen und gegessen hatten: Berge von Käse, Wurst, Schinken, Brot, Brötchen, Eier und weiterem reichhaltigem Zubehör, der Tag fing ja schon gut an!
Und als Sigrid und Herbert dazukamen, sie wohnten im "Gästehaus Weber", wurde das herrliche Frühstück mit dem obligatorischen Frühschoppen gekrönt (Osserwasser!!).
Herbert und Sigrid hatten heute viel mit uns vor: Zuerst gings zum Hohen Bogen. Hurra! Die Bergwacht feierte ihr Bergfest auch heute noch, und gestern hatte sie um 18 Uhr aufgebaut, und nicht abgebaut, wie wir dachten! Die Seilbahn brachte uns hinauf zur riesigen Rundumsicht und später wieder hinab.
Gut gestärkt durch Bergwachtbratwürste zogen wir weiter nach Furth i.W. und über die Grenze: Herbert zeigte uns den Böhmerwald mit seinen ruhigen Winkeln und schönen Stellen zwischen Domazlice und Tchechisch-Eisenstein. Überall eine wunderschöne Gegend und viele Möglichkeiten zur stillen Rast und Einkehr.
Über Bayerisch Eisenstein und am Großen Arber vorbei gings zurück nach Haibühl: Die Haxen warteten schon!
Am nächsten Morgen wollten wir den Großen Arber aus der Nähe sehen: Der Arber mit dem Arbersee ist ein herrliches Fleckchen Erde! Dazu noch Zwiesel, das Schwellhäusl (na ja, eine Stunde Fußmarsch hin und noch eine zurück tun schon mal gut), Bodenmais und die Glasbläserei Joska, ein Erlebnis!
Und dann war da noch der Lochkrug, den wir in Arrach erstanden: schaut doch mal auf unserer Seite Krüge und Mäuse nach!
Leider gings am nächsten Tag nach Hause, nach 3 wunderschönen Tagen im Lamer Winkel am Rand des Böhmerwaldes und am Fuß des Großen Arbers: Klasse!
Fazit: ein kleiner Urlaub, fast nicht geplant, nichts im voraus gebucht und deswegen ein Traumerlebnis. NACHMACHEN!