Auf den Spuren von Clint Eastwood in der Provinz Oristano - Reisebericht und Reiseplanung - Private Reiseberichte und Reiselinks aus aller Welt - Eric Gessmann - Hünxe 
Auf den Spuren von Clint Eastwood in der Provinz Oristano -  Reisebericht und Reiseplanung - Private Reiseberichte und Reiselinks aus aller Welt - Eric Gessmann - Hünxe  Reisebericht und Reiseplanung - Private Reiseberichte und Reiselinks aus aller Welt - Eric Gessmann - Hünxe Auf den Spuren von Clint Eastwood in der Provinz Oristano -
   Home  Reiseberichte ·  Reiseplanung ·  Reisen buchen     
Navigation
· Startseite
· Reiseplanung
· Feedback
· Impressum
· Empfehlen Sie uns
· Reiseberichte Top 10

Special Offers
· Urlaub Osterferien
· Urlaub Pfingsten
· Urlaub Sommerferien
· Urlaub Herbstferien

Reiseangebote
· Reisen Balearen
· Reisen Mallorca
· Reisen Kanaren
· Reisen Gran Canaria
· Reisen Fuerteventura
· Reisen Teneriffa
· Reisen Portugal
· Reisen Spanien
· Reisen Türkei
· Reisen Griechenland
· Reisen Italien
· Reisen Tunesien
· Reisen Bulgarien
· Reisen Ägypten
· Reisen Afrika
· Reisen Kuba
· Reisen Dom. Republik
· Reisen Karibik
· Reisen Mexico
· Reisen Asien

Reiseinfos
· Schüleraustausch mit iSt
· Seereise
· Reiseknaller
· Sylt Ferienwohnung
· Ferienhaus Urlaub
· Hotels für Messen
· Ferienimmobilien
· Ferienwohnung
· Reisetaschen
· Sprachreisen
· Kreuzfahrten
· Google Earth
· Reiseportal
· Billig Reisen
· Reise

Wer ist Online?
Zur Zeit sind 13 Gäste und 0 Mitglied(er) online.


Auf den Spuren von Clint Eastwood in der Provinz Oristano



Auf den Spuren von Clint Eastwood in der Provinz Oristano

Ganz im Norden der Provinz Oristano bei Santa Caterina di Pittinura weicht das dunkele Basaltgestein dem hellen Kalkgestein in plastisch und bizarr gestalteten Felsformationen. Besonders bemerkenswert ist S?Archittu, ein vom Meer ausgewaschener Steinbogen, der vor allem die jungen Sarden zu waghalsigen Sprüngen herausfordert. Die felsige Bucht eignet sich außerdem sehr gut zum Tauchen, aber auch zum Kanu fahren.



San Salvatore: Hier wurden Italo-Western gedreht.
Foto: V. Hanfland

Bunt und ausgelassen wird unter offenem Himmel mit Blick auf die Sterne und das Meer im Mondschein bis in die frühen Morgenstunden in den Open-Air-Diskos S?Archittu gefeiert. Vor 23 Uhr sollte man jedoch nicht dort erscheinen. Und Männer ohne weibliche Begleitung werden meist vor der Tür stehen gelassen. Deswegen sollte Mann gleich in der Schlange fragen, ob nicht jemand bereit ist, ihn wenigstens bis über die Eingangsschwelle zu begleiten. Dann steht einem Abend in traumhafter Umgebung nichts mehr im Wege.

Der ganz im Norden der Sinis-Halbinsel gelegene Ort Putzu Idu am Capo Mannu gehört zu den beliebtesten Surf-Gebieten Sardiniens. Hier soll es die besten Wellen geben, da die Küste regelmäßig von starken Winden heimgesucht wird. In Putzu Idu findet zudem jedes Jahr ein Wettbewerb statt, bei dem die schönste Sandburg prämiert wird. Das lockt besonders Familien mit Kindern an die herrlichen Strände.

Wie in einem Western fühlt man sich weiter im Süden der Halbinsel. Und das nicht ohne Grund. In San Salvatore wurden in den sechziger Jahren Italo-Western mit Clint Eastwood gedreht. Heute ist das Dörfchen völlig ausgestorben. Nur einmal im Jahr erwacht es wieder zum Leben, wenn am ersten September hunderte von jungen Männern in weißen Gewändern barfuß aus dem 6 Kilometer entfernten Cabras zur unscheinbaren Kirche San Salvatores und am nächsten Tag wieder zurück nach Cabras laufen. Die Corsa degli scalzi gehört zu den Ritualen des Festes zu Ehren des Heiligen Salvatore. Die jungen Männer tragen dabei die Erlöserstatue, so wie an dem Tage, als die Statue im Laufschritt vor einfallenden Sarazenen in Sicherheit gebracht werden musste. Damals banden sich die Männer Zweige unter die nackten Füße und wirbelten damit so viel Staub auf, dass sich die feindlichen Angreifer einem großen Heer gegenüber glaubten und flüchteten. Das Fest zu Ehren des Heiligen Salvatore dauert neun Tage lang.



Das ausgewaschene Felstor in S'Archittu.
Foto: V. Hanfland

Cabras liegt am wohl fischreichsten Binnengewässer Sardiniens. Die meisten Bewohner des Ortes sind noch heute Fischer und fangen Aale, Seebarsche, Meeräschen, Goldbrassen, Garnelen und Sardellen. Die Meeräsche wird besonders geschätzt wegen des Rogens, aus dem die Bottarga, der sardische ?Kaviar? gemacht wird.
Bei San Giovanni und Is Arutas ist die Küste flach. Feingeschliffene Quarzkieselstrände wechseln sich ab mit zernagten, messerscharfen Steinklippen. Die Strände sind wunderschön weiß, herrlich lang und umringt von wild wachsendem Macchia-Gebüsch. Von San Giovanni di Sinis aus führt ein schmaler Zugang zu der um 730 vor Christus gegründeten Stadt Tharros, von der heute nur noch Ruinen zu sehen sind. Die ehemals reiche Hafenstadt musste um 1070 wegen ständiger Sarazenen- und Piratenüberfällen aufgegeben werden. Heute findet man dort wohlerhaltene Straßen mit verfallenen Wohnvierteln, Tempeln und Thermen. Der ehemalige Hafen liegt inzwischen fast vollständig unter Wasser.



Eine der ältesten Kirchen Sardiniens ist die Chiesa San Giovanni di Sinis.
Foto: V. Hanfland

Kurz vor dem Kap befindet sich eine der ältesten Kirchen Sardiniens aus dem 5. Jahrhundert, die Chiesa San Giovanni di Sinis. Heute hält man diesen dreischiffigen byzantinischen Kuppelbau für den ehemaligen Mittelpunkt der zerstörten punischen Stadt. Besonders von innen ist die Kirche sehr eindrucksvoll.

Einer der zahlreichen spanischen Türme der Sinis-Halbinsel überragt die herrliche Badelandschaft und den kleinen Yachthafen von Torre Grande. An dem endlos scheinenden, feinen, goldgelben Sandstrand führt eine mit Pinien und Palmen gesäumte Strandpromenade entlang, wo an warmen Sommerabenden das touristische Leben pulsiert. Hier gibt es Cafes und Straßenverkäufer, hier wird Musik gemacht, es werden Turniere ausgetragen, im August findet die Sartigliedda, eine Mini-Sartiglia statt, bei der Reiter ihre Kräfte messen, unternehmungslustige Jugendliche treffen sich vor dem Disko-Besuch, Feriengäste flanieren auf und ab.

Oristano ist die jüngste der vier sardischen Provinzhauptstädte und liegt in der Mitte der Westküste, in der Mündungsebene des Flusses Tirso, dem längsten Fluss Sardiniens. Der Mistral, ein plötzlich entstehender, starker, von Nord-West wehender Wind, prägt diese Landschaft, denn er hält den Tirso von einer regelmäßigen Mündung ins Meer ab, so dass der Fluss das Land überschwemmt und fruchtbare Erde zurücklässt. Aus diesem Grund wird er "der sardische Nil" genannt. Im Schwemmland des Flusses bilden sich Lagunenseen, an denen häufig rosafarbene Flamingos zu bestaunen sind. An den Ufern des Tirso wächst der Aperitifwein Vernaccia.

Haupteingang in die Altstadt ist die Porta Mannu mit dem spätmittelalterlichen Turm San Cristoforo. In der Nähe befindet sich auch der aus dem 14. Jahrhundert stammende Dom und die Statue der Eleonora von Arborea, Richterin von 1383 bis 1404 und Nationalheldin, die fast ganz Sardinien einigte. Besuchen sollte man in Oristano auf jeden Fall die Markthalle. Hier gibt es landestypische Spezialitäten in Hülle und Fülle. Viele Sarden, besonders in der Umgebung von Oristano leben von Viehzucht und Ackerbau und verkaufen ihre Produkte an den Ständen in der ausschließlich vormittags geöffneten Markthalle. Nachmittags geht es dann aufs Feld oder zu den Schafen, Ziegen, Schweinen oder Rindern.

In der Provinz Oristano hat die Pferdeaufzucht eine große Tradition und darum dürfen auch Reiterhöfe nicht fehlen, die nicht nur Ausflüge zu Pferd organisieren, sondern auch Pferdemärkte und vor allem die Feste und Wettrennen, bei denen Reiter ihre Kühnheit zur Schau stellen. Am letzten Sonntag und am letzten Dienstag des Karnevals findet daher in Oristano Sa Sartiglia, ein altes Reiterspiel, statt. Hauptperson ist Su Componidori, rätselhafte und faszinierende Zwittergestalt in Maske, an der Spitze der Reiter. Unter Trommelwirbeln und Trompetenfanfaren erfolgt die Verwandlung des Mannes zum Halbgott. Dann findet das Turnier statt: An einem grünen Seidenfaden hängt der Stern, den die Reiter im Galopp mit ihrer Lanze aufspießen sollen. Die Anzahl der aufgespießten Sterne gilt als Prognosen für das nächste Jahr. Bald darauf beginnen in einer anderen Straße der Stadt die Rennen von Is Pariglias: Zwei oder drei Reiter vollführen in vollem Lauf auf ihren Pferden akrobatische Kunststücke, versuchen sich dabei gegenseitig zu übertreffen.
 
 
In Ländern, in denen es wenig regnet, wird Wasser sehr schnell zu einem Mythos. Besonders dann, wenn es unter der Erde fließt. Auf Sardinien wurde das Wasser zur Zeit der Nuragher verehrt. Wo es gefunden wurde, entstanden Tempel. Kriegerische Handlungen waren an diesen Orten untersagt. Eine sehr gut erhaltene Wasserkultstätte, umgeben von einem großen Tempelbezirk und den Resten der Grundmauern von Pilgerhütten kann man in Santa Cristina besuchen, bevor man sich auf den Weg zu den heißen Quellen von Forodongianus macht, die aus römischen Thermen quellen.
 
Quelle: pairola-media




 
Angebote Italien
· Lastminute Italien

Info Reisebericht
Reiseland: Italien
Datum der Reise: 2005
Dauer der Reise:
Autor: pairola
Aufrufe bisher: 2856

Mehr vom Autor

Links zum Artikel
· Italien Wikipedia

Reiseberichte Italien
· Sardinien, Cagliari, Olbia, Costa Smeralda, Porto Rotondo, Capricioli, Porto Cer
· Sardinien
· Lago di Garda, Der Frühling, der ein Winter war
· Ligurien & Piemont, Endurowandern alpin
· Italien, Ligurische Küste von Genua bis Neapel
· Italien, Sizilien, Liparische Inseln, Frascati
· Italien, Pontinische Inseln, Formia, Gaeta. Die Katastrophenreise!
· Sizilien: Palermo, Cefalu, Oliveri, Lipari
· Sizilien (14.04.-28.04.2002)
· Abruzzen - einfach gut
· La Spezia und die Cinque Terre
· Piemont - eine Region, die es zu entdecken gilt
· Im mittelalterlichen Taggia
· Durchatmen und Wein trinken im Chianti
· Turins Museen - eine Pracht
· Modena - Stadt von Ferrari und Maserati
· Stadtrundgang durch Turin
· Afrikanische Dattelpalmen in Bordighera
· Siziliens Süßspeisen
· Venedig - die Stadt auf dem Wasser
· Turin: zwischen Fiat und Fußball, Geschichte und Genuss
· Emilia Romagna: Spitze im Umweltschutz
· Die andalusischen Renaissancestädte Úbeda und Baeza
· Genua - stolze Stadt mit vielen Gesichtern
· Bauern- und Hirtenküche in Molise: ein Garant für Ursprünglichkeit
· Geschichte und Millionäre im Golf von Tigullio
· Die Genüsse Apuliens - Kultur, die auf der Zunge zergeht
· Auf Entdeckungsradtour durch Turin
· Abruzzen - Region der Naturparks
· Im Ausland lauern Tempofallen
· Ferien im Süden Südtirols
· Ligurien - überall Sport
· Umbrien - Urlaub für Genießer
· San Remo - Stadt der Blumen
· Wein, Theater und Gesang: Sommerevents zwischen Dolomiten und Gardasee
· Neuer Wegweiser durch die Heimat von Ferrari, Ducati & Co.
· Die Sarden wünschen
· Kunsttradition im kleinen Celle Ligure
· Trickreiche Architekten in Piacenza
· Imperia - zwei Städte in einer
· ADAC warnt vor Trickbetrügern im Urlaubsland
· In Bobbio trickste der Heilige Colombano den Teufel aus
· In der Seidenstadt Como wurde die Batterie erfunden
· Marken - leckere Gerichte mit Herz und Aroma
· Turin - hier macht das Einkaufen Spaß
· Vicenza - Landschaft der historischen Villen
· Chioggia - Schönheit zwischen Land und Meer
· Die Kunst ist Mensch geworden - Giottos Arenakapelle in Padua
· Padua - Glaube, Geschichte, Kunst
· Kampanien - Symbiose aus klassischem Reiseziel und unbekanntem Italien
· Neapel - Pompeji - Ercolano
· Cinque Terre - Emilia Romagna und vieles mehr
· Sardinien - Die Perle Im Mittelmeer
· Rom - Spaziergang durch eine beeindruckende Stadt
· Toskana - Umbrien
· Feinschmecker sind in der Emilia-Romagna genau richtig
· Palermo steckt voller Geschichte und Tradition
· Apulien - Sonnenregion mit großer Vergangenheit
· Die Grüne Küche Liguriens
· Auf den Spuren Giuseppe Verdis
· Brindisi, ein Gedicht in jeder Hinsicht
· Das archäologische Regionalmuseum bei Agrigent
· Rundgang durch Parma
· "Sassi di Matera" - Wohnungen im Tuffstein
· Udine - deutsch-italienischer Schnittpunkt
· Traumhafte Strände in Basilikata
· Auch Pavarotti liebt Aceto Balsamico di Modena
· Grado - die Sonneninsel
· Parma - auf den Spuren einer glorreichen Vergangenheit
· Einzigartige Kunst in Ravenna
· Sand und Sonne an der Adria
· Agrigent: Rundgang durch das Tal der Tempel
· Heilendes Wasser am "Weg der Thermen"
· Bologna - La grassa, la dotta, la rossa
· Aktivurlaub in der Emilia Romagna
· Friaul-Julisch-Venetien: von den Voralpen bis zum Meer
· Kampanien - Symbiose aus klassischem Reiseziel und unbekanntem Italien
· Sardische Gastfreundschaft - Natalino der Fischer
· Große Kunst in der Emilia Romagna
· Viele Feste auf Sardinien
· Prinz Aga Khan und der Tourismus
· Endlose Sandstrände in der Provinz Cagliari
· Triest verbindet Welten
· Sardinien - Perle des Mittelmeers
· Stars und Sternchen an der Smaragdküste
· Die Sarden und ihre Sprache
· 112 Jahre - in der schönen Provinz Nuoro kann man alt werden
· Lunigiana - Auf den Spuren der Vergangenheit
· Auf den Spuren von Clint Eastwood in der Provinz Oristano
· Sardiniens abwechslungsreiche Geschichte
· Nobel, nobel - das Splendido in Portofino
· Arona - perfekter Urlaub auch im Rollstuhl
· Fälschungen: ADAC warnt Italien-Urlauber
· Naturspektakel in der Provinz Biella
· Die Gastronomie der Region Cuneo
· Landurlaub im Piemont
· Grandi Navi Veloci: Zwei neue Fährverbindungen nach Nordafrika
· Nocera Umbra war in der BelleEpoque bedeutender Kurort
· Trentino, Land im Herzen Europas
· Marias Geburtshaus: Schöner wohnen in den Marken

Verwandte Links
· Nachrichten von pairola


Der meistgelesene Artikel zu dem Thema :
Costa Rica - Dschungel, Feuerkegel und Tukane


Reisebericht bewerten
Durchschnittliche Bewertung: 0
Stimmen: 0

Bitte bewerten Sie diesen Reisebericht:

weniger gut
normal
gut
sehr gut
hervorragend



Einstellungen

Druckbare Version  Druckbare Version

Diesen Artikel an einen Freund senden  Diesen Artikel an einen Freund senden



| Impressum | Last Minute Reisen | Allinclusive Reisen | Frühbucher Reisen | Urlaub Familie | Single Reisen | Nur Flug | Lastminute Reisen |
Alle Logos und Warenzeichen auf dieser Website sind Eigentum der jeweiligen Besitzer.
Die Inhalte und Reiseberichte unterliegen dem Copyright der jeweiligen Autoren. © 1999-2010 Eric Gessmann - www.weit-weg.de
Haftungshinweis: Trotz sorgfältiger inhaltlicher Kontrolle übernehmen wir keine Haftung für die Inhalte externer Links.
Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich.