
Auf den Kufen durch den Schnee: Langlauf in der SchweizDie Schönheiten der Landschaft in sich aufsaugen ? Langlauf ist gesund. Mit mehr als 5000 gespurten und gewalzten Loipenkilometern ist die Schweiz ein wahres Langlauf-Paradies. 
|  Die ganze Familie beim Langlauf im tief verschneiten Wald am Lenkersee im Berner Oberland.
Foto: Switzerland Tourism By-line: swiss-image
|
Im eigenen Rhythmus dahin gleiten, die Stille der Natur genießen und die Schönheiten der Landschaft in sich aufsaugen ? Langlauf ist gesund. Stärkt doch die nordische Wintersportart nicht nur Muskeln, die sonst nicht beansprucht werden, sondern auch die Seele. Mit mehr als 5000 gespurten und gewalzten Loipenkilometern ist die Schweiz ein wahres Langlauf-Paradies. Ein Eldorado für die Langläufer ist das Goms. Schneesicherheit und rund 100 Kilometer präparierte Loipen sind die Attribute, die das Langlauf-Mekka im Wallis auszeichnen. Ob Sonnenloipe, Nacht- oder Hundeloipe ? das Goms serviert Langlaufspaß à la carte. Neben leichten klassischen Skiwanderloipen stehen auch verschiedene Trainingsstrecken und spezielle Skatingpisten zur Verfügung. Wer eine besondere Herausforderung sucht, sollte an einem der beliebten Volksläufe mitmachen. Der größte, der Engadin Skimarathon, wird am 13. März 2005 zum 37. Mal ausgetragen. Der rund 42 km lange Rundkurs führt von Maloja (ca. 1800 m ü. M.) nach S-chanf (ca. 1700 m ü. M.) durch die einmalig schöne Gebirgslandschaft, über zugefrorene Seen, durch tiefverschneite Wälder und vorbei an den weltbekannten Kurorten des Engadins. Da die relativ flache Strecke fast durchgehend breit gespurt ist, kann jeder Langläufer in seinem Tempo und dem von ihm bevorzugten Stil laufen. 
|  Langlaeufer bei Celerina (1728 m) im Oberengadin, Graubuenden.
Foto: Switzerland Tourism By-line: ST/swiss-image
|
Ein absoluter Geheimtipp unter Langläufern ist der Neuenburger Jura: 400 Kilometer gespurte Langlaufloipen (teilweise beleuchtet) ermöglichen stundenlange Läufe durch Felder, Wälder oder über Bergkämme. Ideale Langlaufbedingungen herrschen auch im Vallée de Joux im Waadtländer Jura, der sich im Süden von Saint-Cergue, nahe Nyon, über das Vallée de Joux bis hinauf nach Sainte-Croix/Les Rasses, unweit des Neuenburger Sees, erstreckt. Die weitläufige, nahezu unberührte Hügel- und Waldlandschaft, die an die weiten Skandinaviens erinnert, ist ein Paradies für Wintersportler, genauer gesagt: für Langläufer. Mehr als 200 Kilometer bestens gespurter Loipen führen rund um den Lac de Joux, den Lac Breunet und den Lac Ter. Wem das nicht genügt, der findet im angrenzenden französischen Les Rousses weitere 200 Loipenkilometer. Auf rund 1000 Höhenmeter erstreckt sich das Vallée de Joux, wobei der Mont Tendre mit 1679 Metern der höchste Berg der Region ist ? und das sind für Schweizer ja schon fast Flachlandverhältnisse. Aber gerade diese Bedingungen machen den Reiz dieses unberührten Tales aus. Gerade mal 90 Franken (ca. 60 Euro) kostet der in der ganzen Schweiz gültige Langlaufpass. Örtliche Saisonkarten gibt es schon ab 35 Franken (ca. 23 Euro). Und wer sein Hobby gar nur ein paar Stunden ausüben möchte, zahlt für die Tageskarte sechs Franken (ca 4 Euro).
Quelle: Schweiz Tourismus / bearbeitet von pairola-media |