Sardinien,
von einer anderen Seite betrachtet.
Man fliegt von Deutschland zur Inselhauptstadt Cagliari oder in den Nordosten nach Olbia.
Für eine etwas längere Route braucht man natürlich mehr Zeit: mit dem eigenen Auto eine herrliche Tour durch die Schweiz bis zu einer der Hafenstädte im Norden Italien Genua, La Spezia oder Livorno.
In Genua nimmt man abends die Fähre (tirrenia) nach Olbia. Die Überfahrt dauert ca. 11 Stunden.
Wenn morgens das Brummen der Schiffsmotoren ruhiger wird, läuft man in die langgezogene Bucht von Olbia ein. Hier kann nun die 'Entdeckung' der Insel beginnnen.
Nach Norden fährt man zur berühmten und traumhaft schönen Costa Smeralda. Porto Rotondo, das kleine Capricioli oder Porto Cervo sollte man sich unbedingt ansehen. Aber Vorsicht: es könnte etwas teurer werden.
Nach Süden fährt man nicht über die neue Schnellstrasse sondern über die küstennahe Strada statale 125. Sandstrände sieht man jetzt häufiger. Der langgestreckte Strand bei San Teodoro mit der vorgelagerten Sandbank ist ein idealer Ort für Familienferien. Weiter südlich an Budoni vorbei kommt man zu dem kleinen Ort Tanaunella. Etwas abseits der Strasse am Ortsrand liegt das Ristorante La Volpe. Die Küche bietet alles was die Fischer frisch aus dem Mittelmeer einfangen. Aber auch 'Piatti tipici locali'. Abends sollte man Plätze reservieren. Ein gut sortierter Weinkeller sorgt für einen etwas längeres Verweilen auf der Terrasse. Es kommt vor, dass die Bedienung zur Überraschung der Gäste mit einem riesigen 'Tonno' Thunfisch auf einem Wagen durch das Lokal fährt, der gerade von Fischern gefangen wurde. Der steht am nächsten Tag in allen Variationen auf der Karte.
Weiter in Richtung Süden kommt man nach La Caletta. Mitten im Dorf findet man die ENOTECA von Carlo Farris. Hier gibt es nicht nur sardische Weine, Grappa, Mirto und andere Getränke sondern auch Auskünfte und Tip's, z.B. La Volpe oder Sa Tanca e Bore.
Und: Signore Farris spricht deutsch!
'Sa Tanca e Bora' ein typischer, traditioneller Ort in der Nähe der Kapelle des San Simplicio und der Nuraghe San Gorutta ca. 2 km von Sinisclola, 3 km von La Caletta entfernt am Fuss des Berges 'Monte Latu', der mit seinen Grotten und interessanten Gesteinsformen viele Möglichkeiten zu Exkursionen und Wanderungen bietet.
Im Lokal wird ein spezielles, sardisches Menü serviert: eine gemischte Vorspeise mit Schinken, Salsice(Hartwurst), Bauchspeck, Oliven, süss- sauren Innereien, frittiertem Hirn und 'Pane Carasau' überbacken mit Schafskäse, Ravioli, Maccheroni di busa und Zuppa di Siniscolese, Spanferkel vom Spiess, Rindfleisch, Gemüse und Früchte der Saison.
Dazu wird ein Cannonau - Wein der Region gereicht. Verschiedene Süsspeisen wie Orilettas, Casadines und Sebadas sowie Espresso, Mirto und Aquavite aus eigener Produktion beenden das Menü.
Bei Wanderungen etwas Abseits der Küstenstasse begegnet man Hirten, die ihren selbstgemachten Schafskäse (Pecorino), Honig und Wein anbieten. Aber Vorsicht, wenn man nicht aufpasst, wird es teurer als im Laden.