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In Namibia die Natur genießen



In Namibia die Natur genießen

Der in Kolonialzeiten ?angewachsene" Zipfel im Nordosten Namibias, viele hundert Kilometer lang, weitet sich zu einem merkwürdigen Appendix aus. Er erinnert entfernt an die Form einer Haifischflosse und markiert ein vom Tourismus noch wenig entdecktes Paradies: üppig-grüne Wald- und Busch-Flächen voll Großwild und seltener Vogelarten.



Auf Safari in Namibia. Foto: Foto: Peter Birkenmaier/Namibia Tourism

Hier lassen sich wie kaum anderswo auf nächtlichen Safaris jagende Raubkatzen beobachten, hier finden sich Tierarten, die es in anderen Teilen Namibias nicht oder nur sehr vereinzelt gibt: Büffel, Flusspferde oder Sitatunga-Antilopen.
Afrika wirkt hier besonders authentisch, auch im Hinblick auf die Menschen: Die Caprivi-Bevölkerung lebt überwiegend in malerischen, aus Lehmhütten gebildeten Dörfern.

Touristische Infrastruktur ist noch spärlich, aber, wo es sie gibt, von hohem Niveau. Sie sind immer noch ein Geheimtipp - die an den Ufern des Kwando, Chobe und Zambezi liegenden Lodges: fantasie- und liebevoll geplant, komfortabel, voller Überraschungen. Da trompeten Elefanten direkt vor der Einfahrt, trampeln des Nachts schon mal muntere Hippos zwischen den Bungalows hindurch und lässt sich Tag für Tag ein wildes Krokodil durch melodische Rufe - und appetitliche Küchenreste - an Land locken.



Sonnenuntergang über dem Zambezi. Foto: Peter Birkenmaier/Namibia Tourism

Fließendes Wasser, das ganze Jahr hindurch - das gibt es sonst nur an den Grenzflüssen Namibias, Kunene im Norden und Oranje im Süden. Der Rest sind Trockenflüsse, die nur in der Regenzeit für ein paar Stunden oder Tage ?laufen". Ein Riesenspektakel für Bewohner und Besucher, aber eben nur kurzzeitig. Im östlichen Caprivi, zwischen Angola und Zambia, Zimbabwe und Botswana gibt es immer Wasser, mal mehr, mal weniger. Bisweilen so viel, dass eine Lodge oder ein Campingplatz zeitweise zur Insel wird. Foto-Safaris mit dem Boot auf papyrusgesäumten Wasserstraßen gehören deshalb zu den unvergesslichen Erlebnissen jedes Caprivi-Aufenthalts.

In den dicht stehenden, hoch wuchernden Wasserpflanzen finden zahllose Vogel-Raritäten einen sicheren Unterschlupf. Insgesamt 430 Arten sind in der Caprivi-Region registriert worden - nicht nur für Ornithologen ein reizvolles Ziel. Andere Besucher wissen die Artenvielfalt unter Wasser mehr zu schätzen: Dort tummeln sich fast 100 Fischarten - also ein Dorado für Angler.



Typisches Dorf im Caprivi. Foto: Foto: Peter Birkenmaier/Namibia Tourism

Größte Attraktion für sie ist der kämpferische Tigerfisch, auf den im Zambezi Jagd gemacht wird. Mit seinen gelb-roten Flossen ist der ?Tiger" vor altem ein Augenschmaus. Auf dem Grill landet er wegen seiner aggressiven Gräten eher selten, die meisten Angler werfen ihre Beute nach kurzer Siegesfreude unversehrt ins Wasser zurück.
Wie kommt man nun in diesen Zipfel Namibias, fernab der touristischen Zentren? Es gibt viele Möglichkeiten, auch für Selbstfahrer: Man kann von Windhoek nach Katima Mulillo fliegen und dort einen Wagen mieten. Oder sich von der jeweils gebuchten Lodge abholen lassen. Populär sind auch Flüge von Johannesburg nach Kasane (Botswana), wo die Passagiere dann ebenfalls von einer nahe gelegenen namibischen Lodge in Empfang genommen werden.

Etwas zeitaufwendiger und abenteuerlicher ist die Tour von Windhoek durch Botswana und das Okawango-Delta in den Ost-Caprivi. Oder die Fahrt via Grootfontein und Rundu durch den schmalen Korridor Richtung Katima Mulillo. Dabei muss man sich derzeit noch auf einer etwa 200 Kilometer langen Strecke einem Sicherheitskonvoi anschließen. Er wurde vor rund zwei Jahren nach Übergriffen im Grenzgebiet zu Angola zum Schutz des Durchgangsverkehrs eingerichtet. Obwohl längst Ruhe eingekehrt ist, besteht dieses militärische Geleit - zwei Mal am Tag - fort. Im Ost-Caprivi selbst hat es nach übereinstimmender Aussage von Behörden und touristischen Unternehmen nie eine Gefährdung gegeben.
Ausflüge in die Nachbarländer Botswana, Zambia und Zimbabwe, insbesondere zu den großartigen Victoria-Fällen, geben einem Caprivi-Aufenthalt zusätzliche Reize.

Quelle: Namibia-Tourism / pairola-media




 
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Info Reisebericht
Reiseland: Angola
Datum der Reise: 2004
Dauer der Reise:
Autor: pairola
Aufrufe bisher: 1221

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