Bretagne-Rundreise
Bretagne-Rundreise mit dem Auto von Rennes bis Nantes (1 Woche - ca. 1200km)
Anfahrt über A11 bis nach Rennes. Hier lohnt sich nach Laval schon ein Abstecher nach Vitré, einem kleinen Ort mit einem schönen Schloß. Rennes ist eine Studentenstadt mit vielen Bars in der Altstadt, wo abends immer was los ist. Ein Spaziergang durch den Tabour-Park lohnt sich genauso wie ein Bummel in der Innenstadt. Am nächsten Morgen geht's weiter über die D175 zum Mont-St.-Michel. In dem kleinen Ort Beauvoir kurz vor der Abtei gibt es eine prima "Biscuiterie", in der man jede Menge Kekse probieren, und natürlich auch kaufen kann. Am Mont-St.-Michel sind immer viele Touristen und man muß das Auto auf einem Parkplatz (ca. 15FF) abstellen. Ein Besuch der Abtei (ermäßigt 25FF) lohnt sich sehr, mit oder ohne Führung. Am gleichen Tag geht's noch an der Küste entlang nach St. Malo. Diese Stadt besitzt einen Stadtkern "Intra Muros", d.h. von einer Stadtmauer umgeben. Hier findet man viele kleine Gassen mit Geschäften, Restaurants und Bars. Tagsüber und auch am Abend für einen Bummel sehr zu empfehlen.
Die Etappe des nächsten Tages führt bis nach Morlaix. Je nach Zeiteinteilung sollte man eine Hauptstraße zum Vorwärtskommen oder eher die kleineren Küstenstraßen nehmen. Es lohnt sich, spontan in Orten anzuhalten, die am Meer liegen, denn man hat fast immer einen phantastischen Blick. Nicht entgehen lassen sollte man sich die "Côte de Granit Rose" - die Küste des roten Granit - in Trégastel. Von Morlaix geht es am nächsten Tag über St.-Pol-de-Léon und die Küstenstraße nach Brest. Auch dies ist eine Etappe, die nach Lust und Laune gestaltet werden kann. In Brest gibt es nicht sehr viel zu sehen, die Innenstadt ist mit zwei großen Einkaufsstraßen sehr modern. Im Hafen gibt es ein bekanntes Aquarium, das "Océanopolis". In der Nähe befindet sich eine prima Bar, wo es jede Menge aus der Welt des Segelsports zu bewundern gibt, z.B. Karten der Weltumsegler. Von Brest geht es am nächsten Tag weiter nach Concarneau. Kurz vor Quimper sollte man auf jeden Fall in Locronan anhalten, einem mittelalterlichen Ort mit keltischem Einfluß. Von hier kann man bis zur "Pointe de Raz", dem westlichsten Punkt Frankreichs fahren. Von der Fahrt zur eigentlichen Spitze ist abzuraten, da eine hohe Parkgebühr verlangt wird. Ein Stück weiter nördlich ist ebenfalls ein Aussichtspunkt - umsonst. In Quimper lohnt sich ein Stadtbummel durch die Altstadt, die durch kleine Gassen und Fußgängerzonen ihren Charme erhält. Concarneau hat, wie St.-Malo, eine von einer Stadtmauer umgebene Altstadt. Der Ort ist klein, aber typisch bretonisch.
Die nächste Etappe führt bis nach Vannes. In Lorient lohnt es sich nicht, anzuhalten, wohingegen eine Tour auf die Presqu'Ile de Quibéron sehr schön ist. Ebenfalls sollte man einen Zwischenstop in Carnac machen, um sich die Steinformationen anzusehen. Auskünfte erteilt das Fremdenverkehrsbüro, das eine gute Karte herausgibt. Auch Vannes gehört zu den typischen Städten der Bretagne, die zu einem Bummel durch die Altstadt einladen. Der letzte Tag der Reise geht nach Nantes, wie Rennes eine Studentenstadt und recht groß. Zu besichtigen ist das Schloß der Herzoge der Bretagne, sowie gibt es jede Menge Parks und Museen.
Fährt man von hier in Richtung Paris, sollte man anstatt der Autobahn eine kleine Straße am Ufer der Loire nehmen. Wenn noch genug Zeit bleibt, lohnt sich die Besichtigung eines der vielen Schlösser, wie z.B. Chambord.
ÜBERNACHTUNG:
Am preiswertesten ist es, in der Jugendherberge zu übernachten. Es gibt verschiedene Kategorien ab 49FF. Manchmal ist das Frühstück mit im Preis enthalten, und der große Vorteil ist, daß eigentlich in Frankreich jede JH eine Küche besitzt, die für die Gäste zur Verfügung steht. Gute JH sind z.B. in St. Malo, Brest (direkt am Segelhafen), Concarneau (direkt am Meer), Vannes.
Eine weitere Möglichkeit, in Frankreich eine billige Unterkunft zu bekommen, ist die Hotelkette "Formule 1". Dort kann man mit bis zu drei Personen ein Zimmer für ca. 139FF mieten. Duschen und WC sind auf dem Flur, aber sind ordentlich. Nachteil der Hotels: sie befinden sich außerhalb der Stadtzentren in der Nähe von Schnellstraßen und Autobahnen.
ESSEN UND TRINKEN:
In der Bretagne sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen, Crêpes zu essen! In jedem Ort finden sich unzählige, die sich natürlich durch ihre Preise unterscheiden. Als Hauptgericht ißt man eine "Galette" - eine Crêpe aus Buchweizenmehl (dunkel) - mit herzhaften Füllungen, und zum Nachtisch eine normale Crêpes, z.B. mit Eis. Ein gängiger Preis ist ca. 30FF pro Gericht. Zum Essen trinkt man in der Regel Cidre.
Auf den einzelnen Etappen kommt man immer wieder durch kleine Orte, in denen gerade Markt ist, und so sollte man es nicht versäumen, einige regionale Spezialitäten zu probieren.
SONSTIGES:
Als Reiseführer sind der grüne Michelin und der HB-Führer Bretagne zu empfehlen. Der Michelin hilft, die Routen auszusuchen, und der HB gibt durch viele Fotos einen Vorgeschmack darauf, was einen erwartet, sowie gibt auch Tips für Sehenswürdigkeiten.
Bei einer solchen Autotour ist es wichtig, sich nicht zu hetzen und alles "abzuhaken". Man fährt gemütlich, und es läßt der Spontaneität den Vorrang. So sieht man am Ende viel mehr, und hatte vielleicht auch Zeit zum Muscheln sammeln oder Drachensteigen.
Eine gute Reisezeit ist Mai/Juni, bis die Franzosen selber Ferien bekommen und die Region übervölkern.