
Herrliche Natur in der Provinz ZamoraDas Gebiet Sayago im Westen der Provinz Zamora hält für seine Besucher sowohl historische Denkmäler als auch eine reizvolle Landschaft bereit. 
|  Trigales y Palomar bei Villafáfila.
Foto: Tourspain
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Etwa 23 Kilometer von der Provinzhauptstadt entfernt gelangt man zur Kirche San Pedro de la Nave. Die vollständig erhaltene Kirche stammt aus dem 7. Jahrhundert und wurde im westgotischen Stil angelegt. Aufgrund der hervorragenden architektonischen Leistung gilt sie als ein Beispiel von Harmonie und Besinnung. Der Bau wurde auf dem Grundriss eines lateinischen Kreuzes errichtet. Besonders sehenswert ist jedoch die Verzierung des Gotteshauses, im Speziellen die der Kapitelle. Sie gilt als die außergewöhnlichste und originellste der westgotischen Kunst, da sie keltische und byzantinische Einflüsse beinhaltet.
Anschließend führt die Nationalstrasse weiter nach Campillo. Auf dem Weg dorthin kommt man am Stausee von Ricobayo vorbei. Die Staumauer fällt in eine schwindelerregende Tiefe ab. Die Fahrt geht durch einen Aliste genannten Landstrich weiter. Hier kann man den Duero der in fast 100 Meter Tiefe vorbeirauscht auf einer alten Eisenbahnbrücke überqueren. Auf der anderen Seite fährt man entlang von rustikal ummauerten Feldern bis nach Bermillo de Sayago.
Nachdem man dort der Pfarrkirche aus dem 15. Jahrhundert einen Besuch abgestattet hat, sollte man seine Reise bis nach Fermoselle weitersetzten. Die malerische kleine Ortschaft liegt eingebettet zwischen Mandelbaumhainen und Weinbergen. Sie wurde zum Historischen Denkmal erklärt und man sollte sich ausreichend Zeit nehmen, um in aller Ruhe durch ihre verschlungenen, engen Gassen spazieren zu können. Nicht außer Acht lassen sollte man die romanische Pfarrkirche.
Wer mehr Interesse an der landschaftlichen Schönheit dieser Gegend hat sollte die Aussichtspunkte Pinilla oder Fornillos aufsuchen. Von hier hat man einen atemberaubenden Blick über den Arribes del Duero. Dabei handelt es sich um eine Reihe von Schluchten, die sich durch den Lauf des Duero mit der Zeit gebildet haben. Sie sind bis zu 200 Meter tief und es gibt unzählige Holwege, die ein Durchwandern der Landschaft ermöglichen. Eine andere und bequemere Art die Natur zu genießen bietet sich bei einer Schifffahrt durch die Gewässer des Duero.
Im Nordwesten der Provinz liegt die wunderschöne Landschaft der Gegend La Sanabria. Gebirgig, von vielen Seen und Bächen durchzogen und mit reichem Waldbestand, erinnert sie mit ihrem atlantischen Klima an einen grünen Garten. Hier gibt es verschiedene idyllische Dörfchen die ihren Besucher zum Verweilen einladen.
Größter und wichtigster Ort ist Puebla de Sanabria. Er liegt vor der malerischen Kulisse des Atalya Gebirges. Die Ortschaft zählt mittlerweile zum Historischen Kunstdenkmal, was in erster Linie an ihrer beeindruckenden Burg aus dem 15. Jahrhundert liegt. Besichtigen sollte man auch die romanische Kirche, die über eine herrliche Säulenfassade verfügt. Darüber hinaus kann man in den steilen Gassen auch einen Parador entdecken, sowie viele alte herrschaftliche Häuser.
In der Umgebung werden Naturliebhaber voll auf ihre Kosten kommen: alte Eichen und Kastanien, weite Viehweiden und Wälder. Hier liegt der See Lago de Sanabria, dessen Umgebung zum Naturpark erklärt wurde. Der See wird vom Wasser des Flusses Tera gespeist und ist mit seinen 368 Hektar, der größte durch einen Gletscher entstandenen See Spaniens.
An seinem rechten Ufer liegt, versteckt zwischen den Eschenwäldern San Martín de Castaneda. Zum See hin findet man das Kloster, das im Jahre 921 bereits wieder aufgebaut wurde. Daneben gibt es auch die Erweiterungen und Anbauten aus dem 16. und 17. Jahrhundert zu besichtigen.Mittlerweile wurde allerdings der Klosterbetrieb eingestellt und in den Mauern wurde ein Naturkundemuseum eingerichtet.
Wer eine intensive Begegnung mit der Natur wünscht begibt sich auf einen der zahlreichen Wanderwege, die von hier ausgehen und sich wie ein Netz durch die Region ziehen. Folgt man dem Pfad bei San Martín so gelangt man zur Laguna de los Peces, von wo aus man eine unvergessliche Aussicht hat.
Andere Pfade führen durch Eichen- und Stechpalmenwälder und vorbei an Gletschersee zu den Dörfern in dieser Gegend. Empfehlenswert sind Robleda, Vigo, Trefacio und Rabano. Letzteres kann auf der Plaza Mayor ein wunderschönes Kruzifix vorweisen und seine Schieferdächer und typischen Schornsteine sorgen für einen malerische Atmosphäre.
Quelle: pairola-media |