Guatemala (26.10.-24.11.2002)
Nachdem wir ja nun schon in Mexiko, Peru und Bolivien gewesen waren und mich Lateinamerika immer wieder aufs Neue fasziniert hatte und ich mich außerdem sehr für antike Maya-Stätten begeistere, war es nur folgerichtig, dass eines Tages auch Guatemala bereisen wollte, nun war es endlich soweit. Die Reiseroute stand in groben Zügen fest, die Sachen waren gepackt, es konnte losgehen.
Ich werde dieses Mal in meinen Bericht gleich praktische Informationen einfließen lassen, wie z.B. Preis- und Adressangaben. 7,57 Q=1 US $; 7,5 Q= 1 €.
bc=Gemeinschaftsbad (baño collectivo), bp=baño privado
Licuados sind sehr leckere Getränke aus Obst und Wasser oder Milch. Wir haben immer mit Milch genommen und sind nie von Moctezumas Rache heimgesucht worden, kann man also bedenkenlos tun!
26.10.
Am 25.10 war Hollu schon angereist, denn am 26.10. sollte es zeitig losgehen, 4:30 nämlich... 5:15 düsten wir los, per Bus und S-Bahn zum Fughafen, wo wir Hala und Sanne trafen und eincheckten
7:55 ging es pünktlich los nach Madrid, die Crew war freundlich, der Service gut, es gab ein Brötchen, Obst und Kaffee. Die MD-87 war voll bis auf den letzten Platz. 10:30 waren wir in Madrid, 12:15 sollte es weitergehen, aber es wurde 13:00. Die Boeing 747 war wieder ausgelastet bis auf den letzten Sitz. Es gab Pasta oder Huhn. Ich nahm Pasta und fand sie lecker. Mit den Getränken waren sie leider etwas geizig. Die 2 Filme („Bad Company“ und ??) interessierten mich auch nicht wirklich, so dass ich es vorzog zu schlafen. Später führten wir noch ein angeregtes Gespräch mit dem Portugiesen, der neben uns saß, und so verging die Zeit doch recht schnell, sozusagen wie im Fluge **grins**
16:20 Ortszeit (zu Hause war es da 22:20) landeten wir in Miami. Wir hasteten durch die Kontrollen und dann gleich ohne Wartezeit in den nächsten Flieger, einen Airbus A-319, der schon 17:00 wieder startete. Es gab noch ein Brötchen und Obst, und 18:00 Ortszeit (zu Hause war es da 2:00 nachts) landeten wir mit 1 Std. Verspätung in Guatemala-Stadt (im folgenden kurz Guate).
Der Flughafen überraschte mich, er war sauber und gepflegt, die Abfertigung erfolgte relativ schnell und reibungslos.
Wir tauschten Geld, und ich erkundigte mich an der Touristeninfo, ob das anthropologische Museum auch sonntags geöffnet ist und fragte, ob er wohl mal in dem Hotel, das wir uns ausgesucht hatten, anrufen könne, ob noch Platz für 5 Leute sei. War aber nicht, nun schön, also telefonierte der freundliche Mann so lange herum, bis wir was gefunden hatten im Hotel Chalet Suizo in der Zone 1, also der Altstadt. Er sagte noch, das Taxi darf nicht mehr als 60 Q kosten. Nun gut, wir konnten den Preis nur auf 70 Q herunterhandeln, aber wir waren ja auch zu fünft, und es war doch ein ganz schönes Stück zu fahren. Das Hotel lag gleich bei der Polizeistation. Da konnte man sich doch sicher fühlen ;-)) Die Zimmer waren ok, sauber, die Dusche warm, Kostenpunkt: DZ 35 US $, TZ 40 S $.
Wir gingen noch ein Bier trinken und legten uns dann 21:00 hin.
Ich konnte gut schlafen, obwohl das Hotel in der Einfugschneise des Flughafens lag und die Maschinen doch schon recht tief darüber hinwegrauschten. Außerdem gab es nachts kein Wasser, erst wieder ab 6:00 (in der nächsten Nacht war es genauso).
27.10.
7:30 standen wir halbwegs ausgeruht auf und gingen frühstücken. (zu fünft für 60 Q das Übliche: Eier, Bohnenbrei, Tortillas, dazu Kaffee oder Tee und frischen O-Saft)
Dann fuhren wir im Stadtbus zum anthropologischen Museum. Busfahren ist spottbillig, es kostete pro Fahrt und Nase 1 Q. Der Eintritt im Museum kam dann 30 Q. Es ist aber so, und das finde ich auch gerecht, dass die Einheimischen nur einen Bruchteil dessen bezahlen müssen, nur für ausländische Touris ist es halt so teuer, auch Touris aus Zentralamerika (El Salvador, Honduras, etc.) kommen noch günstiger weg als wir. Jedenfalls lohnte sich der Besuch im Museum voll und ganz, auch wenn das Jadezimmer geschlossen war (wie immer sonntags, nur das hatten wir leider nicht gewusst). Es waren viele gut erhaltene Exponate zu sehen, z. B. Stelen, Altäre, nachgebildete Gräber, es gab anschauliche Modelle (z. B. von Tikal) und Schaubilder zur Veranschaulichung des täglichen Lebens in der Maya-Zeit. Ich war total begeistert! Einige Beschriftungen gab es in Englisch, aber nicht alle. Im Foyer war noch eine Ausstellung zu Trachten der heute in Guatemala lebenden Volksgruppen und eine Nachbildung des San Simón, dazu komme ich dann später noch.
12:00 gingen wir dann in den Zoo nebenan. Es war Sonntag, und so war es ganz lustig, denn viele Familien schienen hier den Sonntag zu verbringen, es war jede Menge los. Das Areal ist recht weitläufig. Wir testeten in Schokolade eingehüllte Bananen (für 3 Q) und aßen ein paar Tacos mit Rindfleisch, sehr lecker!!! Die Tiere, die es zu sehen gab, waren auch ganz interessant, am schärfsten fand ich die Brüllaffen, die einen ohrenbetäubenden Lärm veranstalteten! Tukane, Jaguare und Leoparden gab es auch, aber auch nicht einheimische Tiere, wie z. B. Löwen. Das Schlangenhaus finde ich auch noch erwähnenswert, da waren ganz schön große Exemplare, mein lieber Mann!
Dann fuhren wir per Bus zurück in die Stadt zum Parque Central, die Bezeichnung ist allerdings irreführend, denn mit einem Park hat das nichts zu tun. Es ist eine ganz normale steinerne Plaza Mayor. Zudem war natürlich auch hier ob der Tatsche, dass Sonntag war, jede Menge los, Menschenmassen wälzten sich über den Platz, und es war ein übelster Lärm, denn von verschiedenen Seiten beschallten Lautsprecher den Platz, natürlich mit unterschiedlichen Dingen, u. a. auch Livemusik... Jede Menge fliegende Händler waren da, und es fiel mir auf, dass sie uns überhaupt nicht hinterher riefen, dass wir was kaufen sollten, sehr angenehm! Weiterhin fiel mir auf, dass viele Frauen Tracht trugen, das hatte ich in der Hauptstadt irgendwie nicht erwartet. Auch Schlankheitswahn ist hier kein Thema, wenn der Bauch rausquillt aus dem engen Shirt-na und?, kein Problem!
Wir gingen in die Kathedrale, ich fand es aber nicht so berauschend, und machten dann eine Führung im Nationalpalast mit, anders kommt man nämlich nicht rein, die Führung war aber kostenlos und sehr interessant, ich musste übersetzen, hatte aber vorher Bescheid gesagt, und so gab mir der Guide immer Zeit dazu. Am besten war der Botschafterraum mit einem 2,5 t schweren Kronleuchter aus böhmischem Kristall mit vergoldeter Bronze und dem Wappen Guatemalas mit echten Waffen der Revolution von 1871 und einem ausgestopften Quetzal.
Der Quetzal ist Guatemalas National- und eben auch Wappentier. Er ist grün mit roter Brust, das Männchen hat über 1 m lange Schwanzfedern. Der Bestand an Quetzalen ist heute sehr dezimiert. Die Fürsten der Maya, aber auch die der Azteken schmückten sich mit seinen Schwanzfedern, und auch die Spanier waren darauf unheimlich scharf. Heute gibt es in Guatemala Naturschutzgebiete für den Quetzal. Die Landeswährung wurde 1924 in Quetzal umbenannt, und man findet Abbildungen des Quetzal praktisch überall.
In der Mitte des Raumes war ein Punkt. Wenn man dort steht und spricht, kann es in allen Teilen des Raumes gleichermaßen und ohne Mikrofon verstanden werden. Wir testeten das natürlich und waren über die tolle Akustik verblüfft. Das war wirklich beeindruckend! Auf dem Kronleuchter waren auch 4 Quetzale in vergoldeter Bronze.
Außerdem gab es in dem Palast noch Wandgemälde (murales), 2 symmetrische Innenhöfe, in einem ist ein Denkmal zur Erinnerung an den Friedensvertrag vom 29.12.1996, die frische weiße Rose wird seit dem 29.12.1997 täglich gewechselt, am Jahrestag der Unterzeichnung des Friedensvertrages sogar vom Präsidenten höchstpersönlich! Die Fotoausstellung guatemaltekischer Künstler war auch interessant.
Im Vorbeigehen sahen wir noch den erzbischöflichen Palast. Kurz ins Hotel und dann was essen gegangen und ins Internetcafé. Es nieselte leider, aber tagsüber war es trocken, sonnig und warm gewesen. Und warm war es auch immer noch. Im Hotel tranken wir noch nen Schluck Wein, der noch vom Flug übrig war (wir hatten ja was mit gehabt von zu Hause) und legten uns 22:30 hin.
Ein paar allgemeine Worte zu Guate will ich denn aber doch loswerden. Mit ca. 1500 m ist es die höchst gelegene Hauptstadt Zentralamerikas und hat ca. 2 Millionen EW. Ich hatte im Vorfeld viel schlechtes über Guate gelesen, dass es dreckig sei und gefährlich. Uns ist nichts passiert, und auch so fand ich Guate wirklich nicht schlimm. Ok, eine schöne Stadt ist das wahrlich nicht, aber Lima fand ich auf jeden Fall schlimmer und vor allem dreckiger.
28.10.
7:30 aufgestanden, nebenan frühstücken gegangen (das Übliche..) und zum 1978 eingeweihten Nationaltheater gelaufen, wo wir wieder eine kostenlose und sehr interessante Führung bekamen, ich durfte wieder übersetzen... Ich fand aber die Ausführungen über die eigenwillige Architektur und deren Interpretation schon recht spannend. Es sollten an einer Stelle Gesichter der Maya symbolisiert werden, und bei längerem Hinschauen erkannte man das auch tatsächlich! Die Rückwand war schräg wegen der Einflugschneise der Flugzeuge. Wirklich sehr interessant das alles! Wir durften auch rein gehen, es gibt 2 Säle, das war auch ganz nett. Wir fuhren noch per Bus zur Kirche Cerrito del Carmen auf einem kleinen Hügel inmitten eines netten kleinen gepflegten Parks. Die Kirche hatte einen extravaganten verspiegelten Beichtstuhl, die Marienstatue aus dem 16. Jh. wurde 2001 leider gestohlen. Der Blick auf die Vulkane war aber nicht besonders spektakulär. Wahrscheinlich war es zu diesig. Dann gingen wir noch zur Kirche La Merced, dort war mächtig was los, Menschenmassen in und vor der Kirche, ein Marimbaorchester spielte, und an Böllern mangelte es auch nicht! Diese schienen hier sehr beliebt zu sein. Es war eine regelrechte Volksfeststimmung. Man feierte wohl den Heiligen Judas, richtig verstanden hab ich das aber allerdings nicht... Es gab nur Poster von ihm, und einige trugen T-Shirts mit dem Abbild des Gemäldes von ihm, das in der Kirche hing... Leider hatten wir aber nicht ewig Zeit, also weiter, Geld getauscht und zur Markthalle, ein bisschen was gekauft, u. a. eine Umhängetasche für mich, einen frisch gepressten Saft getrunken und was gegessen. Es war so, wie wir es schon Mexiko oder Peru und Bolivien kannten, aber wenn man Guatemala erleben will, sollte man da halt mal gegessen haben, und es war ja auch preiswert und gut. Draußen regnete es schon wieder, aber zurück ins Hotel, Sachen geschnappt, die wir hatten unterstellen können und zum Bus nach Antigua. Es war in der Nähe, nur 10 min zu Fuß. Wir hatten Glück, es fuhr sofort einer (14:30). Die Sitzabstände waren extrem eng, und Micha tat mir leid... Gegen 16:00 erreichten wir Antigua. Wir wurden gleich wegen eines Hotels angesprochen und gingen mit ins Hotel „Los amigos“. Es war ziemlich zentral gelegen. Naja, so riesig ist Antigua ja auch nicht (31000 EW, 1530 m hoch). Die Zimmer waren nett, wir zahlten 30 Q p.P. mit bc. Alles war sauber und die Besitzer sehr sehr freundlich. Die Dusche war eine Elektrodusche, wie wir sie schon aus Peru und Bolivien kannten, und wurde höchstens lauwarm. Außerdem wurde das Licht dunkler, wenn jemand in der Dusche war, lustig! Es gab auch eine Küche, aber wir nutzten sie nicht. Im Hotel wohnten aber offensichtlich viele Langzeit-Touris, und für die war das sicher wichtig, denn Antigua hat ein vergleichsweise hohes Preisniveau. Wir schlenderten dann noch mal los, kamen aber gar nicht weit, nur ein paar Blocks weiter Richtung Plaza in unserer Straße war das „Chimenea“. Dort war Happy Hour, und diese nutzten wir dann auch und aßen gleich noch was (Quesadillas mit roter Sauce, sehr lecker!!!!) Es gab hier sogar eine Tischtennisplatte, auch die Musik war streckenweise richtig gut, und irgendwie fiel es einem schwer, sich bewusst zu machen, dass man hier in Guatemala war. Irgendwie seltsam, aber es war trotzdem ein witziger Abend! Wir schlenderten noch ein wenig durch die Stadt und besorgten uns noch Wein, den wir im Hotel trinken wollten. Das war gar nicht so einfach, denn richtigen Wein gab es für 5 € aufwärts, also versuchten wir es mit einem einheimischen Gebräu namens Presidente für 13 Q, 1x rot, 1x weiß. Der rote war echt ätzend süß, der weiße ging noch, drauf stand: „Typ Sherry, gut zum Kochen“ Na, dann, Prost! Bei diesem Wein sollten wir aber die ganze Zeit bleiben, es gab halt einfach keine Alternative... Und am Ende hatten wir uns sogar daran gewöhnt.
Gegen Mitternacht legten wir uns dann hin.
Antigua ist übrigens eine wirklich hübsche koloniale Stadt. Bis 1773 war sie Guatemalas Hauptstadt. In diesem Jahr jedoch zerstörte ein verheerendes Erdbeben die Stadt, und Guate wurde zur neuen Hauptstadt. Die mächtigen, früher sicher prunkvollen Klöster und Kirchen sind heute nur noch Ruinen, viele Kunstschätze aus dem Inneren auch der noch intakten Kirchen sind heute in Guate. Trotzdem hat Antigua einen Charme, der mich an Trinidad auf Kuba erinnerte. Es war wirklich nett hier. Seit 1979 ist die Stadt Weltkulturerbe und steht unter UNESCO-Schutz.
Natürlich ist Antigua total touristisch, es gibt hier unzählige Sprachschulen, da wundert das nicht. Außerdem haben viele reiche Hauptstädter hier Wochenendsitze. Und eigentlich jeder Guatemala-Reisende macht hier Station. Umgeben ist die Stadt von Vulkanen, die mehr oder weniger aktiv sind, z. B. Agua, Fuego und Acatenango.
29.10.
8:00 standen wir auf und gingen 8:40 los, erst mal frühstücken (das Übliche und noch frittierte Bananen dazu). Richtig klasse war immer der frische O-Saft!
Wir hatten gestern schon mitbekommen, dass man von hier aus eine Tour nach Copán in Honduras buchen konnte. Da wir dort unbedingt hinwollten, entschlossen wir uns, das so zu machen, das war zwar teurer, dafür sparten wir aber mächtig Zeit, Sanne und Hala wollten eigentlich gar nicht dahin. Also machten wir ein Arrangement für 3 im Taxi Hin- und Rückfahrt und Abstecher zu den Sepulturas 2 km von der Ausgrabung weg für 35 US $ pro Nase. Wir machten dann noch für Sanne und Hollu eine Tour zu einer Kaffeeplantage klar und für alle außer Hala eine 2-Tages-Tour zum Fuego. Angeblich sollte man da glühende Lava sehen können. Na, das hatte ich doch immer schon gewollt. Am Pacaya war derzeit nichts, das hätte man nämlich an einem Tag geschafft, schade. Die Vulkantour kostete 80 US $ pro Nase mit allen Malzeiten, Zelten, Schlafsäcken und Guide. Gepäck war selber zu tragen. Nun ja...
Dann gingen wir alle noch telefonieren, war hier echt billig (2 Q pro Minute nach Europa). So günstig wurde es im Verlauf der Reise nie wieder.
14:00 hatten wir dann endlich alles arrangiert und konnten uns der Stadtbesichtigung widmen. Es war schönes Wetter, Antigua ist wirklich schön, sauber und gepflegt. Die Haupt-Plaza erinnerte mich irgendwie an die in Oaxaca in Mexiko. Außerdem gibt es viele schöne, üppig bewachsene Innenhöfe mit herrlicher Blumenpracht. Ein Fest für die Augen! Wir besichtigten noch die Ruine von San Francisco mit Resten von Wandgemälden (Eintritt 2 Q).
Dann gingen wir zusammen zum Chinesen essen, war aber ganz ok, zu fünft zahlten wir 150 Q. Im Hotelzimmer widmeten wir uns noch einer Flasche Presidente und legten uns 23:00 hin.
Nachts wurde es übrigens richtig frisch, mit draußen sitzen war es nicht so das Wahre.
30.10.
3:20 klingelte der Wecker, denn 4:00 ging es pünktlich los nach Copán. 8:30 erreichten wir schon die Grenze und frühstückten erst mal auf guatemaltekischer Seite (das Übliche). Alles war entspannt und reibungslos, es war auch keiner weiter da, der über die Grenze wollte, zudem brauchten wir nur das billigere Tagesvisum, da wir ja heute abend wieder zurückfahren würden, das kostete nur insgesamt 30 Q p.P.
9:30 erreichten wir dann die Ruinen Copáns, die Hitze war sengend, und der Eintritt hatte sich gewaschen (10 US $ der normale Eintritt, dazu noch 12 US $ für die Tunnel, wo man die alte Pyramide mit Stuckmasken sehen kann, die schon zu Maya-Zeiten überbaut worden war und dazu noch 5 US $ für das Museum)
In Copán gibt es kaum Schatten, was die ganze Besichtigung natürlich sehr anstrengend machte und wir uns daher über die zwischenzeitlichen warmen Regenschauer richtig freuten! Dafür waren die Stelen natürlich der totale Hammer, irre! So was hatte ich noch nie gesehen, total filigran (aus Sandstein) gearbeitet und mehrheitlich gut erhalten. Die Stelen sind auch die Hauptattraktion Copáns, das übrigens neben Tikal und Palenque zu den 3 wichtigsten Maya-Stätten zählt. Der Ballspielplatz ist jedoch auch bemerkenswert wegen seiner Verzierungen, die Inschriftentreppe ist leider nicht so gut erhalten, also die Glyphen sind schon recht verwittert, zum Schutz hängt eine Plane drüber, was auch den Gesamteindruck schmälert, das hätte man irgendwie anders schützen sollen. Bemerkenswert ist auch der Altar Q, in der Ausgrabungsstätte steht jedoch nur die Kopie, das Original steht hier im Museum. Die Tunnel waren natürlich auch interessant. Die Maya überbauten ihre Pyramiden mehrmals immer zu besonderen Anlässen, man nimmt an, dass es so aller 52 Jahre geschah, denn das war eine magische Zeitspanne, resultierend aus dem Maya-Kalender, näher will ich das hier aber nicht erläutern, das führt einfach zu weit. Aber ich wusste das schon aus Uxmal, da war die Pyramide auch mehrmals überbaut worden, und man konnte das ebenfalls sehen. Hier war es allerdings wesentlich beeindruckender, die Stuckmasken und –reliefs waren sehr gut erhalten. Leider war auch wieder nicht alles zugänglich. Wegen Wassereinbruchs hatten sie einen Teil sperren müssen. Schade! Das Museum schauten wir uns natürlich auch an, denn da gab es neben dem Altar Q mit den Abbildungen aller 16 legitimen Herrscher Copáns, auf ihren Namensglyphen sitzend und dem Kopf des alten Mannes auch den in Originalgröße nachgebildeten Tempel Rosalila, den wir teilweise in den Tunneln im Original gesehen hatten. Ich fand das ziemlich interessant, denn man hatte ihn farbig gestaltet, wie er zur Blütezeit Copáns wohl ausgesehen haben muss. Anhand der Farbreste, die die Archäologen gefunden haben, wurde das rekonstruiert. Die Maya liebten es offensichtlich leuchtend rot!
Dann fuhren wir noch zu den Sepulturas, 2 km von der Hauptausgrabung entfernt. Dort findet man Wohnhäuser. Interessant für Archäologen war dieser Teil besonders deshalb, weil man dort Gräber gefunden hat und aus den Grabbeigaben interessante Schlüsse ziehen konnte über das Leben der Maya. Aber auch für den Laien ist das sehenswert. Ich finde es jedenfalls spannend, mal ein Wohnhaus zu sehen.
Alles in allem also hochinteressant. Ich muss jedoch sagen von der Anlage in ihrer Gesamtheit haben mir Palenque und Uxmal besser gefallen.
16:00 waren wir an der Grenze. Wegen der Straßenbauarbeiten sollte sie angeblich schon 16:00 statt 18:00 schließen. Ob das wirklich stimmte, weiß ich nicht. Auf guatemaltekischer Seite tranken wir noch ne kalte Cola und fuhren dann los zurück nach Antigua. Wir waren völlig durchgeschwitzt, und der Fahrer machte das Fenster auf, das sollte uns übel bekommen, denn am nächsten Tag waren wir erkältet.
21:00 erreichten wir Antigua im Regen, hier war es kälter, und daher empfanden wir den Regen nun nicht mehr als so angenehm. Deshalb gingen wir auch nichts mehr essen und legten uns 23:00 hin.
Übrigens muss man kein Geld tauschen an der Grenze, man braucht bei einem Tagesausflug keine Lempira. Den Eintritt kann man mit US $ bezahlen und die Getränke in der Gaststätte bei der Ausgrabung mit Quetzal. Wir hatten das nicht gewusst und natürlich Geld getauscht, es ist aber –wie gesagt- unnötig.
31.10.
Wir standen 7:30 auf, frühstückten das Übliche und starteten dann unsere Stadtbesichtigung. 11:00 gingen wir zusammen mit anderen Touris und der Touristenpolizei auf einen Aussichtspunkt (Cerro de la Cruz), ca. 30 min Fußmarsch. Da es schon zu Überfällen gekommen sein soll, empfiehlt man, nur in Begleitung der Touristenpolizei hoch zu gehen. Das ist kostenlos und 1x täglich 11:00. Leider hatte sich der Aufstieg nicht besonders gelohnt, denn es war diesig und stark bewölkt, was den Blick über die Stadt natürlich trübte, der Agua steckte gar bis zur Hälfte in der Wolkendecke. Kalt war es aber wenigstens nicht. Wir schauten uns noch einige Klosterruinen, die das Erdbeben 1773 übrig gelassen hatte, an. Die Eintritte waren saftig: 30 Q, (ausländische) Studenten 15 Q. So schaute ich mir nur 2 von innen an (La Recolección und San Jerónimo), und muss sagen, von außen war es imposanter. Dasselbe kann man auch über die Kirchen sagen. La Merced schauten wir uns alle an, da kostete es auch nur 3 Q Eintritt, der Brunnen der Fische ist wirklich recht beeindruckend. Soviel Kultur macht hungrig, durstig und fußlahm, und so suchten wir eine deutsche Kneipe auf. Es gab doch tatsächlich Erdinger Weißbier, allerdings für den stolzen Preis von 52 Q!!! Das musste nun wirklich nicht sein, das einheimische Bier (Gallo oder Moza-„Estilo Bock“) war auch gut (und kostete nur 10 Q)! Hollu nahm Spätzle mit Salsa de Cazador (=Jägersauce). Später gingen wir dann noch einen Kakao trinken, das sollte man hier auf jeden Fall mal machen, schmeckt irgendwie anders als bei uns, wahrscheinlich machen sie Zimt dran, ist auf jeden Fall unheimlich lecker und sehr dick!!!
Das Wetter wurde immer schlechter, es regnete dauernd, und wir sahen schwarz für morgen und die Fuego-Tour. Wir packten erst mal unsere Sachen für die Tour, und als der Regen weniger wurde, gingen wir los, was essen. Das Lokal gleich neben der Touristenpolizei war eigentlich ganz nett, nur heute hoffnungslos überfüllt. Es war eine wilde Halloween-Party im Gange und der Ausländeranteil fast 100%. Mich störte das irgendwie, Sanne auch, aber das Essen war 1A (Tortillas mit Spinat und Käse). Wir nahmen auch trotzdem noch ein paar Drinks (Halloween Special, irgendwas rotes mit Wodka für 5 Q). Lange blieben wir aber nicht, die Erkältung machte mir zu schaffen, und irgendwie gefiel mir diese Halloween-Party ja auch nicht. Wir saßen lieber noch ein bisschen im Hotel zusammen und legten uns 0:00 hin.
1.11.
Wir standen wieder 7:30 auf, frühstückten das Übliche und hier in Antigua auch immer in derselben Gasti in der Nähe der Post. 9:00 starteten wir dann per Pickup nach Soledad (2400 m), von wo aus es zu Fuß weiter ging. Der Weg ging immer bergauf durch Regenwald und war eigentlich ganz schön, aber natürlich auch anstrengend. Wir aßen zwischendurch Mittag. Der Guide hatte dafür für jeden Kartoffelsalat mit (Sein Boss war Schweizer), das war super lecker! 14:30 erreichten wir bereits Camp I (3100 m), wo wir auch unsere Zelte aufbauen mussten, denn das Wetter wurde schlechter, und bei Camp II würde eine Übernachtung zu gefährlich sein. Eigentlich war jetzt schon klar, dass wir es würden vergessen können, die glühende Lava zu sehen, denn von Camp I war das nicht mehr in einem Tag zu schaffen. Dementsprechend gedrückt war die Stimmung.
Na, wenigstens die Zelte waren dicht und die geliehenen Schlafsäcke warm. Die Isomatten waren auch gut und machten ihrem Namen alle Ehre. Draußen stürmte und regnete es ganz furchtbar, und ziemlich kalt war es auch. 18:00 gab es Abendbrot (Spaghetti mit Tomatensauce und Tee). Wir tranken noch einen Schluck Wein und schliefen auch bald ein.
2.11.
Es hatte die ganze Nacht geregnet, aber es passierte, was ich angenommen hatte, mit der Morgendämmerung hörte es auf. Das kannten wir ja schon vom Inka-Trail. 5:30 also standen wir auf. Vorher war nicht klar gewesen, ob wir überhaupt würden losgehen können oder besser umkehren sollten... Wir frühstückten dann Bananenbrot und Müsli und unterhielten uns mit den anderen, die auch dort ihre Zelte aufgeschlagen hatten. Es waren insgesamt 6 Zelte da. Die anderen waren alle aus Guate. Der eine E-Technik-Student war sogar schon in Ecuador auf dem Chimborazzo gewesen und hier in Guatemala bei einer Bergbesteigung schon mal überfallen worden. Aber der Acatenango hier sei sicher, meinte er. Nun denn...
7:30 marschierten wir dann los. Natürlich war der Fuego nicht mehr zu schaffen. Wir gingen erst mal bis zu einem Vorgipfel (3700 m), und unser Guide fragte, ob wir dann wenigstens auf den Acatenango (3976 m) wollten. Micha und ich wollten eigentlich nicht, Sanne und Hollu schon. Es war ziemlich kalt und windig an der Stelle, wo wir hätten warten müssen und so ging ich auch mit hoch, um mir nicht alles abzufrieren. Natürlich brachte es nichts, wir waren total in den Wolken und sahen die Hand vor Augen kaum. Außerdem war es wirklich schon heftig kalt und natürlich arg windig. Und inzwischen regnete es auch wieder. Es war deprimierend, 2 Tage verloren und 80 US $ in den Sand gesetzt. Aber nun begann der Abstieg, der erst mal wie am Misti (in Peru) war, nämlich volles Brett durch die Lavaasche! Dann wurde es aber schnell wieder ein normaler Weg und auch wärmer und angenehmer. Wir tauchten in den Regenwald ein und sahen exotische Pflanzen. Es gab da Blüten, die sahen aus wie eine Hand! Der Abstieg war ziemlich steil, nur gut, dass ich einen Trekking-Stock hatte. Außerdem regnete es immer wieder mal. Wir machten dann auch noch mal Rast, es gab Sandwiches mit Kochschinken, Wurst und Mayo. 15:10 waren wir wieder an der Straße. Die Vegetation, durch die wir beim Abstieg gegangen waren, war ja wirklich toll und auch abwechslungsreich gewesen, so recht entschädigen konnte mich das aber nicht. Ich war ziemlich sauer, dass ich nun wieder keine glühende fließende Lava gesehen und dabei auch noch 2 Tage verloren hatte. Micha ging es auch so. An der Straße holte uns ein Pickup ab, den der Guide per Handy bestellt hatte, und 16:30 erreichten wir unser Hotel in Antigua. Auf der Fahrt dorthin hatten wir Ausblicke auf den Agua, den Fuego und den Acatenango, die wie zum Hohn nun alle wolkenfrei waren. Es war zum Heulen!
Nachdem wir uns geduscht und etwas erholt hatten, wollten wir dann Fiambre essen gehen, das ist eine Spezialität zu Allerheiligen, das war ja gestern gewesen. Leider gab es das dann aber tatsächlich nur am 1.11., und wir kamen nun nicht mehr in den Genuss. Schade! Also „normal“ essen gegangen, Spaghetti napoli und Tee (!!), meine Erkältung war natürlich noch schlimmer geworden... Micha und ich setzten uns dann noch mit einem Fläschchen Presidente auf die hell erleuchtete Plaza und nahmen von Antigua Abschied. Die Atmosphäre hatte schon was. In den Kneipen brannte aber echt die Luft, es war fast wie in Salamanca. Aber mir stand danach nicht der Sinn, ich war doch ziemlich angegriffen. 0:00 legten wir uns dann hin.
3.11.
6:00 aufgestanden und direkt zum Bus, der nach Panajachel (im Folgenden kurz Pana) an den Atitlán-See fahren sollte. Es gibt nur 1 Direktbus am Tag, und der fährt 7:00. Wir holten uns die Tickets, gingen noch einen frisch gepressten O-Saft trinken, und 7:15 startete der Bus. Er war nicht voll und ziemlich edel im Vergleich zu dem, mit dem wir aus Guate gekommen waren. Ich glaube, es war 1. Klasse. 9:45 erreichten wir Pana. Es war Sonne und brütende Hitze. In Antigua war ich noch mit Fließjacke losgefahren...
Wir suchten uns ein Hotel. Die Rooms Santander waren nicht direkt an der Hauptstraße gelegen und daher recht ruhig, auch sauber und die Inhaber sehr nett. Wir zahlten 25 Q p.P. mit bc. Die Dusche war immer kalt, aber für 3 Q konnte man auch warm duschen, man musste nur Bescheid sagen.
Hier in Pana war ein Souvenirstand am anderen, aber es war eine nette Atmosphäre, und die Händler waren angenehm unaufdringlich. Wir fuhren dann per Boot 25 min über den 1560 m hoch gelegenen See nach Santiago de Atitlán zum Sonntagsmarkt. Wir ließen uns von Kindern gegen einen kleinen Obolus den Maximón (oder auch San Simón) zeigen, einen Heiligen, der aus der Mischung von präkolumbischem Götterglauben und christlicher Heiligenverehrung entstanden ist und den die Indigenas, manchmal auch die Ladinos verehren, ihm u. a. Kerzen, Geld und Weihrauch spenden und den es nur in Guatemala und auch hier nur noch in den Dörfern des westlichen Hochlandes gibt. Wir schauten uns auch die Kirche an, in der die Heiligen in ortstypischer Tracht gekleidet sind. Dann gingen wir noch was essen, und zwar Schnitzel mit Reis und Gemüse für 10 Q. Es war richtig gut. Der frisch gepresste O-Saft durfte natürlich auch nicht fehlen. Wir schlenderten noch herum, die Menschen hier trugen fast alle Tracht, auch die Männer. Alles war sehr farbenfroh. Jedes Dorf hat seine eigene Tracht. Das ist total interessant und faszinierend. Wir kauften noch T-Shirts und einen Plüsch-Quetzal und fuhren 15:00 zurück nach Pana. Auf dem See wurde es jetzt sogar etwas frisch. Auch da schlenderten wir noch herum, hier würde ich sicher noch mächtig einkaufen. Wir schafften erst mal unsere Sachen zum Waschen, 500 g für 3,50 Q. Morgen früh sollte es fertig sein.
Wir entdeckten ein Happy Hour Angebot, 2 Drinks für 15 Q und ließen uns die gut gemixten Caipirinhas schmecken! 21:00 gingen wir noch was essen, ich hatte gefüllte Chiles mit Vorsuppe für 18 Q. Es war sehr gut und super reichlich, ich platzte fast. Ich war beruhigt, man konnte hier also preiswerter essen als in Antigua! Das hatte ich nicht erwartet. Aber vermutlich lag es an der großen Konkurrenz, denn hier war wirklich eine Kneipe an der anderen. Ebenso die Internetcafés, 30 min 3 Q, 1 Std. 6 Q. Und dazu auch noch eine gescheite Verbindung und einen Kaffee umsonst. Das war der Billigrekord in Guatemala!
23:00 legten wir uns hin, ich war irgendwie fertig und kaputt, der Acatenango grüßte, übrigens auch mit heftigem Muskelkater. Aber hier war der richtige Ort zum Relaxen und um die Erkältung und den Muskelkater auszukurieren.
4.11.
Wir schliefen erst mal aus und standen 8:30 auf, frühstückten im Pana Rock Café (unter der Happy-Hour-Kneipe) und gingen ins Internetcafé. Seit Guate hatte ich mich ja nicht mehr gemeldet. Dann gingen wir baden im sauberen und auch von der Temperatur her recht angenehmen See. Ich hatte es mir kälter vorgestellt und war positiv überrascht. Als Strand diente eine Wiese, aber auch hier war alles sauber. Der einzige Nachteil war, dass ständig Souvenirhändler vorbeikamen und sich so das Umziehen ein bissel schwierig gestaltete. Aber es gibt ja wirklich Schlimmeres...
Wir spazierten ein bisschen am Strand entlang und durch den Ort und aßen 3 Tacos mit Fleisch und Ananas für 10 Q, auch super lecker.
Was mir auffiel war, dass die mobilen Stände, an denen man frisch gepressten O-Saft kaufen konnte, ab der Mittagszeit immer weg waren, also musste man früh seinen O-Saft für 3 Q trinken oder in der Kneipe das doppelte bezahlen.
Wir kauften schon paar Souvenirs und schrieben dann endlich mal Urlaubskarten und wollten uns dann den Sonnenuntergang am See anschauen, leider war es recht bewölkt. Wir unterhielten uns mit einer Händlerin, sie erzählte, dass momentan gerade 2 Monate Schulferien seien, 3 ihrer 6 Kinder gingen schon zur Schule. Übrigens wurde ich hier in Pana meine Stifte wieder reißend los. Es hatte sich ziemlich schnell herumgesprochen, dass ich Stifte verschenkte, und so kam dauernd jemand an und meinte: „Gib mir auch einen Stift!“
Im Reiseführer hatten wir gelesen, dass man von Pana aus auch Tandem-Paragliding organisieren könne. Nun, auch das hatte ich immer schon gewollt, und Micha hatte mir letzten Jahr zu Weihnachten einen Paragliding-Flug geschenkt, den ich nun einlösen wollte. Wir hatten gestern schon in Reisebüros gefragt, da wusste man von nichts. Auch heute wusste erst wieder keiner was, und wir waren schon drauf und dran, frustriert aufzugeben, als uns ein Junge hinterher rief, er wüsste, wer das macht. Er meinte, wir sollten morgen früh vorbeikommen, aber auf einmal tauchte dann derjenige auf und stellte sich mit Rogerio vor. Wir machten aus, dass wir beide fliegen würden, morgen 11:00 sollte es los gehen und 60 US $ pro Person kosten. Nun gut. Wir waren gespannt und doch auch ein bisschen aufgeregt und gingen mit den anderen zusammen erst mal in die Happy-Hour-Kneipe von gestern und schlürften leckere Caipirinhas und spielten Doppelkopf und aßen dann später auch hier gleich noch was. Ich hatte Hühnchenfilet mit Knoblauch und Gemüse und noch ne Vorsuppe dabei für 23 Q, es war wieder sehr lecker und das Fleisch sehr zart, ein Genuss! Man konnte hier nett auf dem Balkon sitzen und auf die Straße schauen, auch abends waren die Temperaturen noch angenehm. 22:00 gingen wir dann ins Hotel, das war gleich der nächste Eingang, sehr praktisch also, und legten uns 0:00 hin.
Ein bisschen mulmig war uns irgendwie schon wegen des Paraglidings morgen, aber nun gab es kein Zurück, und zumindest bei mir überwog die Vorfreude und die Spannung und überdeckte das mulmige Gefühl.
5.11.
Wir standen 8:45 auf, frühstückten richtig deftig, nämlich Bauernfrühstück und machten uns dann startklar zum Paragliden mit Wanderschuhen, der Fließ- und der Regenjacke. Wir trafen uns vor dem Reisebüro, fuhren dann per Pickup los und sammelten noch einen Mann und eine Frau ein. Die 3 unterhielten sich französisch und später stellte sich heraus, dass es Francokanadier waren aus Quebec und Montreal. Roger lebte hier seit 13 Jahren und machte Tandem-Paraglidings, Florence war seine Freundin und der andere ein Paragliding-Lehrer mit eigener Schule in Kanada, der für 6 Wochen hier war, da es in Kanada grad nicht so die Zeit für Paragliden ist. Mit ihm sollte ich fliegen, Micha mit Roger. Florence lebt aber in Kanada und war Psychologin. Sie sprach sogar etwas deutsch wegen ihrer Großmutter, die aus dem Elsass stammte. Roger lebt 6 Monate in Kanada und 6 Monate hier in Pana. Das war schon mal beruhigend. Wir konnten also sicher sein, dass sie eine ordentliche Ausrüstung hatten, in Guatemala nimmt man es nämlich mit der Sicherheit nicht so genau. Außerdem sprachen sie auch alle englisch, was vor allem für Micha wichtig war, damit er verstehen würde, was er machen sollte bei seinem Flug. Das heißt, für mich natürlich auch, denn im Gegensatz zu Roger sprach mein Fluglehrer kein Spanisch.
Es dauerte eine Weile, bis wir den Startpunkt oberhalb von Santa Catarina erreichten, wir hatten dazu noch durch San Andrés durchfahren müssen. Von hier aus hatten wir aber schon jetzt einen herrlichen Blick über den See. Die 3 begannen mit den Vorbereitungen, und Florence flog dann als erste los und testete die Thermik, die wohl heute nicht so gut war. Naja, nicht zu ändern. Sie waren die ganze Zeit durch Funk verbunden. Dann begann mein Fluglehrer mir zu erklären, was ich beachten sollte, es war eigentlich nicht viel. Er testete x-mal die Sicherungen und 12:40 starteten wir dann. Es war einfach irre, weit unter uns der See und das steile mit Bäumen bestandene Ufer. Der Flug war total ruhig, wir drehten mehrere Runden. Ich war begeistert. Angst hatte ich überhaupt nicht. Es war einfach nur fantastisch! Der Landeanflug war dann auch spannend, über die Villen der offensichtlich Reicheren mit Swimmingpools hinweg, die irgendwie viel näher wirkten, als sie wahrscheinlich waren. Dabei spürte ich dann auch mal ein Kribbeln im Bauch. Das ganze war einfach unbeschreiblich. Das muss man selber mal gemacht haben, und ich mache das sicher auch noch mal! Die Landung klappte dann auch ganz gut, außer dass ich hinfiel, aber das passiert wohl 70% der Leute beim ersten Mal. Und es ist ja auch nichts dabei passiert, nicht mal ein blauer Fleck! 13:10 hatte ich dann also wieder festen Boden unter den Füßen. Mein Fluglehrer meinte jedenfalls, ich sei ein guter Passagier gewesen. Und dann mussten wir auf Micha und Roger warten. Es war nämlich ein bisschen zu windstill geworden, so dass sie nicht abheben konnten. 13:45 kamen die beiden dann auch, und Micha war ebenfalls restlos begeistert. Nachdem die Gleitschirme zusammen gepackt waren, fuhren wir zurück ins Zentrum von Pana. Micha und ich zogen uns schnell um und fuhren 14:45 mit dem Linienbus nach Sololá, wo wir 15:10 ankamen. Wir hatten Glück, es war Markttag und dementsprechend buntes Treiben. Die Tracht der Leute hier war wieder ganz anders. Das war mir schon aufgefallen, als wir vor ein paar Tagen aus Antigua kommend hier durchgefahren waren. Die Farbenpracht beeindruckte mich. Sololá liegt 500 m höher als Pana, und so war es auch frischer, und leider bewölkte es sich, so dass es mit dem viel gepriesenen Blick auf den Vulkan nichts werden würde. Naja, nicht so schlimm. Wir gingen Licuado trinken (je 1 Erdbeer- und 1 Bananen-Licuado), und da uns ein leichtes Hungergefühl überkam, nahmen wir auch noch jeder ein Stück Kuchen dazu. Da meine Schuhe an der Naht aufgeplatzt waren, ließ ich es beim Schuster machen. Es kostete gerade mal 5 Q. Wir schauten noch die Kirche an, der Torre Centroaméricana gefiel mir auch gut. Dann holten wir uns an einem mobilen Stand Tacos mit Rindfleisch, auch sehr lecker. 17:00 schnappten wir uns dann den Bus nach Pana, wo wir 17:30 ankamen und noch einen herrlichen Sonnenuntergang erlebten.
Dann musste ich noch schnell im Internetcafé die Eindrücke des heutigen Tages schildern, bevor ich mir mit Micha und Hala in unserer Happy-Hour-Kneipe wieder ein paar Caipirinhas gönnte. Später gingen wir noch was essen. Ich versuchte es mal mit Cebiche, aber es war eigentlich nur Tomatensalat, den Fisch konnte man mit der Lupe suchen. War aber offensichtlich so üblich hier, am ersten Tag hatten wir uns auch eine am mobilen Stand geholt, da war es genauso gewesen.
Noch ein bisschen gelesen und 0:00 hingelegt.
6.11.
Micha stand 5:00 auf, um den Sonnenaufgang zu erleben. Ich war zwar auch wach, wollte aber nicht aufstehen, denn draußen war es wirklich kalt! Ich stand 8:00 auf, setzte mich auf die Dachterrasse und las ein bisschen. Mittlerweile war nämlich wieder strahlender Sonnenschein, und es war angenehm warm. 9:30 gingen wir frühstücken und dann baden. Alle außer mir mieteten sich Paddelboote (2x2) und fuhren 3 Std. über den See. Ich hatte keine Lust, die Kenteraktion von Himmelfahrt steckte mir noch immer in den Knochen. So schlenderte ich durch den Ort, kaufte mir ein T-Shirt und trank einen O-Saft. 14:30 waren sie dann zurück, und wir gingen wieder baden und schauten dem schönen Sonnenuntergang zu. 18:15 gingen wir essen (Burritos mit Huhn-hmmm!!!) Dann wieder unsere obligatorischen Happy-Hour-Caipirinhas geschlürft und im Hotel noch gelesen und Tagebuch geschrieben. Im Pana Rock Café war heute Livemusik, und zwar richtig gute, u. a. coverten sie die Doors. Ich ging mal guckten, aber Micha hatte keine Lust mehr, und so blieb ich auch nicht lange. Schade eigentlich, denn es war wirklich gute Stimmung in dem Laden.
Irgendwie war ich aber auch müde und legte mich 0:00 hin.
Heute war übrigens der erste Tag, an dem es sich nicht nachmittags bewölkte und völlig zuzog.
7.11.
7:00 hieß es aufstehen, denn wir wollten nach Chichicastenango. Donnerstags und sonntags ist dort Markt, deshalb sollte man Chichi an einem dieser beiden Tage besuchen. Wir tranken noch einen frisch gepressten O-Saft, und 8:30 fuhr der Bus, der schon brechend voll in Pana ankam, aber nach 20 min (ab Sololá) hatten wir dann alle einen Sitzplatz, zwar wie die Ölsardinen, aber immer noch besser als zu stehen auf dieser doch recht kurvenreichen Strecke, Chichi liegt immerhin schon 2080 m hoch und 37 km von Pana sowie 145 km von Guate entfernt. 10:10 erreichten wir dann Chichi und gingen erst mal frühstücken, das Übliche-Eier, Bohnenbrei, Tortillas und einen super leckeren Bananen-Licuado. Zur Santo-Tomás-Kirche war es nicht weit. Sie liegt inmitten des bunten Markttreibens. Indigenas hatten Weihrauch angezündet, vor und auch in der Kirche, die Gemälde waren teilweise kaum mehr zu erkennen, weil sie schwarz waren vom Ruß der Kerzen. Ständig kamen Indigenas herein, beteten und entzündeten neue. Zur Kirche gehörte auch ein netter Patio mit hübschem Garten. Die Sonne schien, es war richtig schön. Dann schlenderten wir über den Markt zur Calvario-Kirche und weiter zum Friedhof. Das war wirklich ein Erlebnis. Die Grabmäler waren bunt, der ganze Friedhof also richtig farbenfroh und irgendwie überhaupt kein trauriger Ort. Na, die Einstellung zum Tod und zum Sterben ist hier ja auch eine andere als in Deutschland. Hier gehört das ganz selbstverständlich zum Leben dazu, und der Tag der Toten (1.11.) ist alles andere als ein trauriger. Man gedenkt der Toten mit fröhlichen Feiern und erinnert sich so an sie. Auf dem Weg zum Friedhof warfen wir noch den einen oder anderen Blick in die schönen Innenhöfe mit ihrer üppigen Blumenpracht. Dann gingen wir noch ca. 30 min zum etwas außerhalb auf einem Hügel gelegenen Pascual Abaj, einer Kultstätte, an der die Indigenas opfern. Es waren auch gerade welche dabei, sie hantierten mit Weihrauch und Kerzen. Die Steine, die ein wenig an die Statuen der Osterinseln erinnern (nur natürlich viel kleiner) waren rabenschwarz vom Ruß. Zurück in Chichi stärkten wir uns erst mal mit einem Ananas-Licuado in der Frühstückskneipe, die waren einfach zu lecker hier! Wir schlenderten noch über den Markt, kauften das eine oder andere, ich holte noch ein T-Shirt und schauten uns dann noch den Arco Cucumatz an. Dieser wurde 1932 erbaut und zeigt die Gottheit Gefiederte Schlange in ihrer gesamten Spannweite und mit weit aufgerissenem Maul. Die Azteken nannten diese Gottheit Quetzalcoatl, bei den Maya hieß sie Kukulcán oder halt Cucumatz. Quetzalcoatl war der höchste Gott der Azteken.
Dann bewegten wir uns langsam zurück zur Bushaltestelle. Es fuhr grad einer, der war aber schon brechend voll, und so beschlossen wir, auf den nächsten zu warten. Ich holte mir an einem Straßenstand noch Reis mit Tomatensauce, bevor es 16:50 dann los ging. Es war schon ziemlich frisch geworden, was 500 Höhenmeter ausmachen! Dies mal gab es keinen durchgehenden Bus, und wir mussten 2x umsteigen, in Los Encuentros und in Sololá. Das klappte aber prima. Immer, wenn wir ankamen, stand der Anschlussbus schon da. Ich war begeistert. Klappte besser als zu Hause! Witzigerweise kostete die durchgehende Fahrt auch nicht mehr als die mit 2x Umsteigen, nämlich 10 Q. 18:30 erreichten wir Pana. Ich ging kurz ins Internetcafé und dann zur Happy Hour in unsere Stammkneipe neben dem Hotel. Die Caipis waren einfach klasse! Und bei dem Preis (2 für 15 Q) konnte man ja auch nicht meckern ;-))
Wir genossen die laue Abendluft. Morgen in Quetzaltenango (Xela) würde es wohl nicht mehr so sein. Xela liegt ja immerhin 2330 m hoch.
Wir gingen noch lecker essen (Spaghetti mit Pilzen sowie Steak mit Zwiebeln, frischem Gemüse, Salat und Reis für je 20 Q mit Vorsuppe)
Im Hotel saßen wir dann noch draußen, es war immer noch sehr angenehm von den Temperaturen her, ich schrieb Tagebuch, und wir tranken noch Wein.
8.11.
7:00 aufgestanden, noch mal zum See gegangen (ca. 10-15 min) und gebadet. Die Sicht war herrlich klar, ebenso das Wasser. Dann Sachen geschnappt und zum Bus, der 9:30 fahren sollte. 2 Männer sprachen uns an, ob wir nicht mit einem Collectivo fahren wollten, das sei viel schneller und bequemer. Das glaubten wir schon, aber wir konnten ja genauso gut mit dem Bus fahren, sagten wir. Wir demonstrierten Desinteresse, kauften uns noch einen frisch gepressten O-Saft und fuhren am Ende nach zähen Verhandlungen dann doch für 230 Q für alle 5 mit. 11:00 waren wir dann schon da. Und natürlich Regen... Irgendwie fuhren wir immer dem schlechten Wetter hinterher. Der Vorteil dessen, dass wir nun mit dem Collectivo gefahren waren, war der, dass wir ausgemacht hatten, wir fahren bis zum Hotel. Das International House, wo wir eigentlich hatten absteigen wollen, war aber nicht auffindbar, auch kannte keiner der 5-6 Passanten, die wir fragten, dieses Hotel. Also fragten wir im nächstbesten, und das war das Don Quijote. Es war in Zentrumsnähe, in der Nähe des Hotels Altense, einfach, aber sauber und kostete mit bp 30 Q pro Person.
Wir starteten auch gleich wieder zur Stadtbesichtigung. Eigentlich konzentriert sich alles Sehenswerte so ziemlich um den Parque Centroamérica. Die neoklassizistischen Bauten gefielen mir aber nicht schlecht. Der Palacio Municipal hat einen schönen Innenhof, und von der alten (kolonialen) Kathedrale steht nur noch die Fassade, und dahinter hat man die neue gebaut. Durch mehrere Erdbeben wurde die alte Kathedrale so stark beschädigt, dass man nur noch die Fassade retten konnte. Sie ist eines der wenigen kolonialen Zeugnisse der Stadt. Es fand gerade eine Hochzeit statt, und wir schauten ein bisschen zu und konnten die schönen Trachten der Quetzaltecas bewundern. Hier tragen nur die Frauen Tracht, die der Männer ist leider nicht erhalten geblieben.
Es fing an, stärker zu regnen, und so gingen wir erst mal was essen und dann zur Touristen-Information, die auch gleich am Parque Centroamérica ist. Den Weg dahin hätten wir uns aber sparen können, denn eine vernünftige Info war nicht zu bekommen. Die Angestellte schien mit Tranquilizern voll bis an die Halskrause zu sein.
Also setzten wir den Stadtrundgang fort, schauten uns das Nationaltheater an, in das wir auch herein konnten. Es war ganz nett. Dann fuhren wir zum Busbahnhof, um herauszufinden, wie wir wohl am besten nach Cobán kommen. Beim Busbahnhof befindet sich auch einer der zahlreichen Minerva-Tempel, den der Diktator Estrada Cabreras (Regierungszeit1898-1921) bauen ließ. Welchen Sinn das haben sollte, keine Ahnung, vermutlich gar keinen. Der Diktator war aber fasziniert von der griechischen Antike, und deshalb ließ er wohl diese ganzen Tempel bauen.
Jedenfalls bekamen wir auch am Busbahnhof keine detaillierte Auskunft, wie wir nun nach Cobán kommen. Es war alles ziemlich chaotisch hier, eine Auskunftsstelle gab es nicht, sicher war nur, dass es wohl abenteuerlich werden würde, und wir es vielleicht nicht mal an einem Tag schaffen würden. Irgendwie erzählte auch jeder was anderes, wie man denn am besten fahren sollte. Außerdem war hier ein fürchterlicher Abgasgestank, noch schlimmer als in Katmandu, mir wurde richtig schwindelig und schlecht!
Aber hier um die Ecke wurde auch Markt abgehalten, und wir holten uns ein paar Tacos und leckere Erdbeer-Bananen-Licuados (für je 3 Q).
Dann per Stadtbus zurück zum Zentrum und die Plazuela de Marimbista angeschaut und noch ins Einkaufszentrum nebenan gegangen. Dort gab es aber keine Lebensmittel, nur T-Shirts, Taschen, ... Wein und Kekse (Gansito!) konnten wir aber dennoch kaufen, und zwar genau gegenüber. Wir setzten uns mit einer Flasche Presidente auf die erleuchtete Plaza und kamen mit einem Einheimischen ins Gespräch, ein paar Leute saßen da, spielten Gitarre und sangen. Es war richtig nett. Ich fand Xela gar nicht so schlimm, es war halt ziemlich untouristisch, aber das war ja völlig ok. Der Busbahnhof war wirklich grauenhaft, aber ansonsten... Xela ist immerhin Guatemalas zweitgrößte Stadt.
Dass das Wetter besser hätte sein können, auch keine Frage, denn es begann, schon wieder zu regnen, und so gingen wir zum Hotel und legten uns bereits 22:30 hin.
9.11.
7:00 aufgestanden und 7:30 los per Bus nach Zunil (10 Q p.P.) Wir schauten uns die Kathedrale und San Simón (siehe dazu 3.11.) an, den wir durch mehrmaliges Fragen fanden.
Dann per Pickup für 35 Q für alle 5 die 8 km zu den Fuentes Georginas gefahren. Die Fuentes Georginas sind heiße Schwefelquellen. Es kostete 10 Q Eintritt, und wir gingen erst mal frühstücken, das hatten wir nämlich in Zunil nicht gekonnt, da war noch alles zu. Das wunderte mich aber, ehrlich gesagt, auch nicht, es war ja Samstag.
Das Bauernfrühstück war lecker und reichlich, und die Preise total ok. (Bauernfrühstück 15 Q)
Dann aber stürzten wir uns ins Wasser, es war wirklich klasse, ganz hinten war es extrem heiß, weiter vorne weniger. Man konnte also die richtige Temperatur für sich finden. Wir badeten bis 13:00 und waren dann total entspannt! Per Pickup kamen wir für 5 Q p.P. nach Zunil zurück und für 4 Q p.P. weiter nach Las Cumbres, zu den Natursaunas. Die sind von Xela kommend nur 1 km hinter Zunil. Aus der Erde treten hier heiße Dämpfe aus, und man hat einfach die Saunas drum herum gebaut, genial! Wir konnten uns eine private Sauna mieten für 25 Q p.P. mit Dusche und WC. Nun hatten wir aber richtig viel für unsere Wellness getan und fühlten uns klasse und wirklich porentief rein! Von 14:00-16:00 waren wir in der Sauna gewesen. Es war überhaupt ganz nett hier. Man hätte auch übernachten können in einem Bungalow mit privater Sauna. Ein solcher Bungalow mit 4 Ehebetten hätte 300 Q gekostet. Alles war auch sehr sauber und gepflegt.
Wir hielten aber an der Straße einen Bus an und fuhren zurück nach Xela. 17:00 erreichten wir den Busbahnhof und fuhren mit dem Stadtbus ins Zentrum. Im Hotel hängten wir erst mal die nassen Sachen zum Trocknen auf und gingen dann gemeinschaftlich zum Frisör. Mein Pony geriet etwas kurz, aber das war zumindest praktisch, wenn es auch irgendwie komisch aussah... Aber für 10 Q war das schon ok.
Es regnete schon wieder seit 18:00, und so gingen wir gleich was essen, ins „Sagrado Corazón“, gegenüber (an der Ecke) des Hotels Altense. Das ist ein wirklicher Tipp! Ich hatte heute dunkle Tortillas mit Rindfleisch (zart und total ok) und Salat für 10 Q. Es war lecker und echt reichlich. Der O-Saft für 5 Q war auch super, und die ganze Atmosphäre war sehr familiär. Das 5-gängige Tagesmenü gab es für 20 Q.
20:00 hörte es auf zu regnen, und wir gingen noch mal zur Plaza. Ich fand, das hatte was, wenn die umliegenden neoklassizistischen Gebäude erleuchtet waren. Auch die Pasaje Enriquez, momentan nur teilweise restauriert, hatte ihren Charme und erinnerte daran, dass Xela auch schon bessere Zeiten erlebt hat. Xela gefiel mir, wie gesagt, echt nicht schlecht. Und so kalt war es auch nicht, hier auf 2330 m. Xela war halt eine ganz normale Stadt ohne die dauernde Präsenz von Händlern, die einem Kunstgewerbe-Sachen verkaufen wollten. Das war mir in Chichi und in Pana am letzten Tag dann doch schon lästig geworden.
Den anderen außer Micha hatte es hier aber nicht so gefallen, und so hatten wir beschlossen, morgen nach Pto. Barrios zu fahren und Cobán auszulassen.
10.11.
6:45 aufgestanden, 7:45 los per Taxi (20 Q) zum Busbahnhof, den wir 8:00 erreichten und Tickets (20 Q p.P.) für den 8:30-Bus besorgt. Das hatte ja gut geklappt. Nun, mit der Pünktlichkeit haben sie es ja nicht so -dachten wir- und gingen noch was frühstücken (gefüllte Chiles und Hamburger). Das war keine gute Idee, denn wir hätten fast den Bus verpasst, denn der Fahrer hatte es sehr mit der Pünktlichkeit! Er war nicht bereit, auch nur 2 min zu warten, es war wirklich haarscharf! 12:30 erreichten wir Guate und mussten 8 Blocks laufen zum Litegua-Terminal. Hier war es schon wieder ziemlich heiß, und ich war gleich klatschnass. 14:00 fuhr dann unser Luxus-Bus mit Klimaanlage, Toilette und Videoprogramm für 40 Q p.P. Die Klimaanlage war angenehm, die 2 Videos grauenhaft, irgendwelche Ballerfilme ohne tieferen Sinn. Das taugte nicht mal zum Spanisch-Üben durch Untertitel lesen! Aber es war insgesamt eine angenehme Fahrt.
Nach ca. 2 Std. machten wir an einer Raststätte Pause. Als ich aus dem Bus kam, wär ich fast rückwärts wieder reingefallen, so eine schwüle Wand kam mir entgegen.
19:30 erreichten wir Pto. Barrios und stiegen im Hotel Xelaju ab. Das war 2 min zu Fuß vom Busbahnhof weg und direkt vor der Markthalle gelegen. Dabei dachten wir uns nichts-ein Fehler! Das Hotel war aber sauber, der Besitzer freundlich, und der Ventilator funktionierte hervorragend. Das DZ kostete 45 Q, das TZ 68 Q. Es war immer noch extrem schwül, wir trieften total! Man hätte pausenlos duschen können! Die Duschen waren nur kalt, aber das störte hier wenig, im Gegenteil!
Wir gingen dann noch einen super leckeren Erdbeer-Licuado trinken und aßen bei einem fliegenden Händler noch was. Im Zimmer tranken wir noch Wein und legten uns dann hin. Wider Erwarten konnten wir richtig gut schlafen.
Pto. Barrios ist auch keine schöne Stadt, war aber ein Superausgangspunkt für unsere geplanten Aktivitäten.
11.11.
6:45 aufgestanden, auf der Straße war ziemlicher Lärm, aber ich habe einen gesunden Schlaf und war dadurch nicht wach geworden, sondern echt durch den Wecker. Sanne und Hollu ging es wohl anders...
Micha und ich fuhren dann 7:30 zu den Ruinen von Quiriguá, bis zur Kreuzung im Luxus-Bus von Litegua, der noch edler war als der gestern (für 20 Q p.P.) und von da weiter mit einem Pickup für 5 Q p.P. Die staubige Straße führt durch endlos scheinende Bananenplantagen.
9:30 waren wir dann am Eingang. Der Eintritt kostete 25 Q, es war schwül und heiß, und ohne Autan wären wir verloren gewesen. Dafür war die Ruinenstätte schöner als Copán. Dort sind die Stelen zwar filigraner gearbeitet, aber hier war die Stätte in ihrer Gesamtheit irgendwie schöner. Die Stelen waren mehrheitlich super erhalten, man konnte prima die Reliefs erkennen. Ich war beeindruckt. Es gibt auch 2 extrem hohe Stelen mit ca. 10 m. Das war schon faszinierend! Wir kauften uns noch jeder ein T-Shirt und gingen zur Straße zurück, die Hitze war schier unerträglich! 11:30 fuhren wir dann mit dem Bus der Bananen-Kooperative zur Kreuzung zurück (2 Q p.P.), kauften uns Tomaten (die waren richtig fruchtig, kein Vergleich mit denen, die man in Deutschland bekommt!), warteten 15 min, und dann kam ein Bus. Es war diesmal ein 2.-Klasse-Bus (der Chiquimula-Bus) und kostete nur 10 Q p.P. Dafür machten wir auch in Morales Mittagspause. Wir kauften uns Tortillas mit Bulette von einer fliegenden Händlerin, was auch wirklich lecker war, und erreichten 14:00 Pto. Barrios.
Wir hatten sowieso vorgehabt, noch nach Livingston rüber zu fahren, aber in unserem Zimmer hier konnte man es wirklich nicht aushalten. Auf der Straße war ein unbeschreiblicher Lärm. Marktschreier, „Jingle Bells“ auf Spanisch in ohrenbetäubender Lautstärke, es war Wahnsinn! Hätten wir allerdings ein Zimmer nicht zur Straße raus bewohnt, hätten wir es nicht so laut gehabt. Egal, wir schnappten unser Badezeug und gingen zur Bootsanlegestelle. Es gibt Fähren nach Livingston und zurück, aber die fahren 1,5 Std. und auch nicht sehr oft. Und dann gibt es kleinere Boote (lanchas collectivas), die immer dann fahren, wenn sie voll sind. Wir hatten Glück, das Boot war schon halb voll und füllte sich relativ schnell, so dass wir nach 15 min losfuhren. Der Käptn fuhr auch nen heißen Reifen, und ich war froh, nicht am Rand zu sitzen, aber das hatte ich mit Absicht gemacht, ich hatte das schon kommen sehen! Da wurde es nämlich ziemlich nass! Nach 30 min Fahrt über das türkisblaue Meer erreichten wir Livingston. Livingston ist noch karibischer als Pto. Barrios und nur per Boot zu erreichen. Hier leben überwiegend Schwarze, die Garifunas. Wir schlenderten herum, tauschten Geld und trafen dann bald die anderen 3. Sie wollten erst mal was essen gehen, wir baden. Allerdings ist es nicht so toll zum Baden hier. Es gibt keinen schönen Strand (außer man fährt per Boot zu einem), und das Meer ist sehr lange sehr flach und badewannenwarm und der Boden schlammig. Ich ging bestimmt 500 m rein und stand immer noch nur bis zum Knie im Wasser... Naja, es gibt Schlimmeres. Z. B. die extrem aufdringlichen bettelnden Kinder. Ich gab ihnen ein paar Stifte, aber es war ihnen wohl nicht genug, und sie wichen ewig nicht von unserer Seite und zerrten an unseren Sachen. Aber vermutlich war das die allgemeine Mentalität hier, jeder war gleich „dein Freund“. Die Leute waren generell aufdringlicher, als wir es von den letzten Wochen kannten.
Wir schauten uns dann noch Livingston an, es ist ja nicht groß. Auch ein Besuch auf dem Friedhof durfte natürlich nicht fehlen. Die bunten Gräber unter dem Banyan-Baum hatten schon was.
17:30 nahmen wir dann mit den anderen zusammen das letzte Boot nach Pto. Barrios, das wir im Dunkeln erreichten. Wir gönnten uns erst mal einen leckeren Erdbeer-Licuado. Die anderen wollten ins Internetcafé, und Micha und ich wollten unbedingt Tapado testen, eine karibische Fischsuppe mit Krebsen und Krabben, die eine Spezialität ist. Wir gingen ins „Los Delfines“ direkt am Meer. 75 Q für eine Suppe kam uns zwar erst mal ziemlich teuer vor, aber wir wollten es eben unbedingt essen. Letztendlich waren wir aber total begeistert, in der Suppe war ein ganzer Fisch, wirklich reichlich Krabben und Krebse und noch Kochbananen. Ich platzte fast, aber es war total lecker! Wir schlenderten noch ein wenig herum, die Bürgersteige waren jedoch schon fast hoch geklappt, und so tranken wir im Zimmer noch ein bisschen Wein und legten uns dann hin. Ich konnte schlecht schlafen, weil ich mich irgendwie zu voll gefuttert hatte und trotz Ventilator eine extrem drückende Hitze herrschte, auch nachts!
12.11.
6:00 standen wir auf. Draußen war totaler Krach, was ja auch kein Wunder ist, wenn man direkt gegenüber der Markthalle wohnt... Aber der Bananenzug quietschte laut, und es fuhren dauernd Busse vorbei. Gestern früh hatte ich das gar nicht so wahrgenommen... Wir wollten aber sowieso beizeiten los und gingen 7:00 zum Hafen. Wir wollten von Livingston aus die Fahrt auf dem Rio Dulce machen. Das Boot sollte 9:00 von dort losfahren. Leider wollte aber unsere Lancha collectiva einfach nicht voll werden, und so mussten wir bis 8:45 warten. Zum Glück hatte unser Käptn drüben in Livingston Bescheid gesagt, dass das andere Boot warten sollte. Und so starteten wir dann 9:15. Diese Fahrt kostete 70 Q p.P., die lanchas collectivas 25 Q p.P. Die Fahrt war ganz nett, wir fuhren durch Mangrovenwälder, sahen heiße Quellen und machten einen Stopp in einer Öko-Tourismus-Siedlung. Es war fast wie im Garten Eden, wenn die Mücken nicht gewesen wären. Der Rio Dulce ist die einzige Verbindung vom Castillo San Felipe und El Relleno nach Livingston. Es gibt keine Straßen, aber die Ufer sind ziemlich dicht besiedelt, und so dienen kleine Boote dem Transport. Damit wird dann alles befördert. 12:00 erreichten wir El Relleno, drehten aber erst noch eine Runde am Castillo San Felipe vorbei. Ich hatte es mir wirklich größer vorgestellt. Es wirkte richtig niedlich irgendwie. Dabei hatte es im 16. Jh. dem Schutz vor Piraten gedient. 1956 war es liebevoll restauriert worden. In El Relleno endete dann unsere Fahrt, und wir gingen erst mal was essen. Es war wahnsinnig heiß, aber trotzdem erklommen Micha und ich noch die große Brücke, die über den Fluss führt, und für die tolle Aussicht lohnte sich das auch! Wir wollten nun unbedingt baden gehen und fuhren für 2 Q p.P. per collectivo zum Castillo San Felipe. Zum Laufen wär es wirklich ein bisschen weit gewesen, nicht nur wegen der sengenden Sonne. Dort konnten wir für 10 Q p.P. baden und das Castillo besichtigen. Ruinen solcher Anlagen hab ich ja nun schon mehrmals gesehen, aber zum ersten Mal sah ich nun eine vollständig restaurierte. Ich war beeindruckt. Auch das Baden im Izabal-See war eine feine Sache. Die grasbewachsenen Ufer luden zum Entspannen ein, und das Gelände war sehr weitläufig. Das einzige Manko war der Einstieg in den See, der war nämlich extrem steinig, und mit Badeschuhen wäre man gut beraten gewesen. Ansonsten war es aber traumhaft, das Wasser klar und nicht zu kalt und einfach alles richtig idyllisch! Wir erlebten noch einen Bilderbuch-Sonnenuntergang und konnten uns gar nicht losreißen, so schön war es hier. Aber das war leider ein Fehler, denn es fuhr kein collectivo mehr, und so mussten wir laufen. Mittlerweile war es stockdunkel, aber nach ca. 2 km kam ein Pickup, der uns die restlichen 3 km mitnahm. Zum Glück, denn in El Relleno fuhr 10 min später (18:10) schon der Bus, der uns bis zur Kreuzung nach Pto. Barrios bringen sollte. Diese erreichten wir 18:45, und nun hieß es warten. Erst hatte jemand erzählt, der Bus nach Pto. Barrios würde 19:30 fahren, aber das war eine Räuberpistole, tatsächlich würde der Bus erst 21:00 fahren. Na, prima! Wir mussten zu härteren Mitteln greifen und holten uns in der Kneipe, vor der wir saßen erst mal ein kleines Fläschchen Quetzalteca (ein klarer Schnaps) und Sprite dazu. Das hob die Stimmung, und 20:45 kam doch tatsächlich der Bus. Es kostete 5 Q p.P., wie auch auf dem Stück von El Relleno bis hierher. 21:30 erreichten wir Pto. Barrios. Micha und ich guckten noch mal zur Kirche, die natürlich zu war, aßen noch einen Hamburger und ein Churrasquito und gönnten uns dazu einen leckeren Erdbeer-Licuado (je ½ l). Für alles zusammen zahlten wir 30 Q. Im Hotel versuchte ich noch, Tagebuch zu schreiben, klebte aber ständig am Tisch fest, die Hitze war schier unerträglich. 0:15 gab ich auf und legte mich hin.
13.11.
Als wir 6:00 aufstanden, goss es in Strömen, die Straße vor unserem Hotel glich einem Bach. Nur gut, dass wir nur 2 min zum Busbahnhof hatten, dachte ich. Wir packten die restlichen Sachen zusammen, und ca. 6:40 hörte es dann auf zu regnen. Die Stände vor der Markthalle füllten sich und erwachten zum Leben. Wir gingen zum Bus, tranken vorher noch einen frisch gepressten O-Saft und starteten 7:10. 8:00 erreichten wir die Kreuzung, an der wir gestern so lange rumgesessen hatten. Dort wartete schon der Bus in den Petén. Das hatte ja prima geklappt! Das Ticket kostete 50 Q p.P., und ich stellte mich auf eine lange Fahrt ein (Bis zur Kreuzung hatte es 5 Q gekostet). Um so überraschter war ich, als wir schon 12:00 Santa Elena erreichten. Dabei war es ein 2.-Klasse-Bus gewesen. Aber offensichtlich stimmte das, was mir mal jemand gesagt hatte, nämlich, dass das Bussystem total chaotisch sei, jeder mache, was er wolle. Das mochte vielleicht für die Preispolitik gelten, ansonsten funktionierte es ja erstaunlich gut. Nicht, dass ich denke, dass man uns übers Ohr gehauen hat, die Einheimischen haben auch so viel bezahlt. Ich denke nur, jede Busgesellschaft macht hier offenbar ihre eigenen Preise. Denn von Guate nach Pto. Barrios in diesem totalen Luxusbus hatte es für 5 Stunden nur 40 Q gekostet.
Von Santa Elena mussten wir noch über den Damm rüber nach Flores, das ja auf einer Insel im Petén-Itzá-See liegt. Es war heiß, und so gönnten wir uns ein Taxi zum Hotel La Canoa (25 Q p.P. mit bc, Dusche immer kalt). Dort machten wir ein bisschen Siesta und brachen dann auf zum Stadtrundgang. Wir hatten zwar schon im Bus was von einer fliegenden Händlerin gegessen, aber ein Hot Dog mit Longaniza (=Wurst) musste noch sein, ebenso wie ein Ananas-Licuado. Flores ist ein hübsches Städtchen, das aber mehr so Mittelmeerfeeling vermittelt. Es ist natürlich auch recht touristisch, aber trotzdem sehr angenehm. Die Leute sind alle sehr freundlich und zurückhaltend. Es gibt eine Bank, bei der man aber nur bis 14:30 Geld tauschen kann, das wussten wir zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht. Danach muss man dann nach Santa Elena. Dort gibt es x Banken, die bis 17:00 geöffnet haben, Supermärkte und Busgesellschaften, wo man alle Infos zur Weiterreise z.B. nach Mexiko bekommt. In Flores gibt es natürlich auch Läden, aber die sind teurer als in Santa Elena. Die Internetcafés unterscheiden sich hingegen nicht voneinander.
Es war wie gesagt heiß, und so wollten wir doch gleich mal den See antesten. Mit Badestellen war es nicht wirklich toll, und so gingen wir halt an einem halbwegs angenehmen Platz rein, allerdings hatten wir das gleiche Problem wie am Izabal-See, es war sehr steinig! Dafür war das Wasser herrlich, sauber und ziemlich warm. Trotzdem eine wirkliche Erfrischung! Dann den Sonnenuntergang angeschaut, der aber leider nicht so spektakulär wie der gestern war, und über den Damm nach Santa Elena gelaufen. Kaum waren wir drüben, begann es zu regnen. Also eine Gasti gesucht und richtig gut gegessen (Tacos mit Fisch für 17 Q, auch die Licuados waren lecker!). Im Supermarkt noch eingekauft und uns wegen Bussen nach Chetumal und Cobán erkundigt. Dann wieder zurück nach Flores, und als wir mitten auf dem Damm waren, wurde der Regen wieder extrem stark, und wir waren durch bis auf die Haut. Aber es war ja warm und daher alles halb so schlimm. Irgendwie war ich trotzdem total erschossen, und so relaxten wir erst mal im Hotelzimmer. 21:45 schlenderten wir noch mal durch Flores. Es hatte zu regnen aufgehört, draußen waren die Temperaturen angenehm, nicht so jedoch im Zimmer. Und der Ventilator stand auch nur zur Zierde da. Denn anders als in Pto. Barrios machte er einen Heidenlärm, als ob er gleich explodieren wollte und spendete nahezu null Luftzug. Wir tranken noch ein bisschen Presidente und legten uns 23:00 ab.
14.11.
7:45 wachte ich auf, und was hörte ich? Regen. Also blieb ich bis 8:45 liegen. Dann erst mal Tickets für die morgige Fahrt nach Tikal besorgt (30 Q p.P. hin und zurück). Es lohnt sich schon zu gucken, denn die Konkurrenz ist groß und daher auch die Preisunterschiede!
10:00 dann los nach Santa Elena und 10:30 für 20 Q p.P. im collectivo nach El Remate zum Biotopo Cerro Cahui (ca. 30 km von Flores, Eintritt 20 Q p.P.), das eine reiche Tierwelt haben sollte. Viele Mücken gab es in der Tat, aber ansonsten sahen wir nicht viel von der Tierwelt, außer ein paar Vögeln und schönen bunten Schm