Barcelona
Im Juli 1997 haben wir zu zweit einen mehrtägigen Aufenthalt in Barcelona verbracht. Man sollte sich vorher einige Gedanken zu dieser Stadt machen, weil die so groß ist, dass man einen halben Tag dumm rumläuft um sich zu orientieren. Die Stadt verfügt über ein super Metro-Netz, das man mit Tageskarten sehr günstig nutzen kann. An Übernachtungsmöglichkeiten bietet Barca für jeden Geldbeutel etwas. Wir hatten uns damals für eine Jugendherberge entschieden um auch andere Leute kennen zu lernen. In der Nähe des roten Triumphbogens gibt es eine gute Juhe, in der Geschlechtertrennung ein Fremdwort ist. Leider war diese schon voll. Pensionen gibt es alle Nase lang, die Kosten für ein Doppelzimmer liegen zwischen 60 und 80 DM, also relativ teuer. Per Zufall haben wir ein Jugendgästehaus gefunden, dass nicht zum Verband der Jugendherbergen gehört, und daher auch in keinen Büchern zu finden. Man geht die Ramblas vom Place de Cataluna in Richtung Hafen. Auf der linken Seite geht man nach einigen hundert Metern in eine Seitenstraße. Welche man nehmen muß weiß ich nicht mehr so genau, ist aber auch egal, weil die Gässchen sowieso total wirr sind. Geht ein bisschen hin und her. Ein rotes Schild zeigt euch dann YOUTH HOSTEL.
Die Betreiber, ein junger internationaler Haufen spricht wenig Englisch und ist locker drauf. Die Kunden sind ebenfalls jung und international. Es wird frühestens um 11 Uhr aufgestanden, weil man entweder im Foyer gesoffen hat oder in einer der unzähligen Tappasbars.
Abends haben wir auf der rechten Seite der Ramblas eine Tappasbar gefunden, in der man das Hauptgericht getrost weglassen kann, weil die kleinen Schweinereien viel besser sind, aber leider auch nicht ganz billig sind.
Frühstücken sollte man am Place de Cataluna auf einer der Bänke, mit einem Schokocrossaint vom gegenüberliegenden El Corte Ingles zusammen mit einer BILD und einer Orangina. Eine kleine Zwischenmahlzeit lohnt sich im bereits genannten El Corte Ingles, einem riesigen Kaufhaus, wo hingegen Huma und Metro kleine Tante Emma Läden sind. Ganz oben gibts ein Dachcafé von dem man einen prima Blick über Barca hat.
Tagsüber kann man gut durch die Gegend bummeln. Wir waren damals am Hafen. Von dort gibt es eine kleine Gondel hoch zum Berg, wo das Olympiastadion ist. Diese sollte man nehmen, zum einen wegen des Ausblicks und weil der Weg doch recht steil ist. Die Olympiaanlage war auch fünf Jahre nach den Spielen sehr gepflegt.
Wenn es warm ist, und im Sommer ist es immer heiß, dann sollte man viel Kleingeld dabei haben, um aus den vielen Automanten Eistee-Dosen zu ziehen.
Ich empfehle Barca für zwei Nächte und drei Tage. Dann hat man auch die nötige Zeit, an den vielen Plätzen das Treiben der Spanier zu verfolgen.