Vietnam - Ein Land zwischen Tradition und Internet Vietnam - Ein Land zwischen Tradition und Internet
Im November 1999 haben wir begonnen, den Urlaub zu planen. Egal wem wir von unserem Plan erzählten, die Reaktionen waren meist gleich. Viet Nam, ist denn da nicht noch Krieg? Und da wollt ihr Urlaub machen?!?
"Entgegen alle Vernunft" haben wir das Abenteuer gewagt und reisten im März / April 2000 für knapp 4 Wochen ins "Kriegsgebiet".
Was wir vorfanden, war ein ausgesprochen liebenswürdiges, sehr einfach zu bereisendes Ziel und das, obwohl sich Viet Nam erst 1990 dem Tourismus geöffnet hat.
Da sich dieses Land extrem schnell wandelt und an den Tourismus anpaßt, sollte man, so man es sehen möchte, keine Zeit verlieren... und gleich mit der Reiseplanung beginnen. Aber wo bekommt man denn die benötigten Informationen her?
Diese Seiten sollen dazu dienen, einigermaßen aktuelle (Stand Frühjahr 2000) Informationen zu geben.
Reisetagebuch 16.3-12.4.2000:
1. Tag-16.3.
2. Tag-17.3. Mit der Bahn von Köln nach Frankfurt. Von dort mit China Airlines über Abu Dabi nach Taipei.
3. Tag-18.3. Von Taipei mit Vietnam Airlines (über Ho Chi Minh City) nach Ha Noi.
4. Tag-19.3. Zu Fuß durch Ha Noi.
5. Tag-20.3.
6. Tag-21.3. Zwei tägiger Ausflug mit dem Bus von Ha Noi in die Halong Bucht.
7. Tag-22.3. Ha Noi.
8. Tag-23.3. Von Ha Noi mit Vietnam Airlines nach Hue.
9. Tag-24.3. Mit dem Fahrrad durch Hue zum Kaiserpalast.
10. Tag-25.3. Ausflug von Hue mit dem Schiff zu den Kaisergräbern.
11. Tag-26.3. Mit dem Bus über den Wolkenpaß weiter nach Hoi An.
12. Tag-27.3. Hoi An.
13. Tag-28.3. Ausflug mit dem Moped auf den Wolkenpaß.
14. Tag-29.3. Hoi An.
15. Tag-30.3. Ausflug mit dem Moped nach My Son.
16. Tag-31.3. Hoi An.
17. Tag-01.4. Weiter nach Nha Trang.
18. Tag-02.4. Nha Trang.
19. Tag-03.4. Mama Linh boat trip in Nha Trang.
20. Tag-04.4. Nha Trang.
21. Tag-05.4. Mit dem Bus weiter nach Phan Thiet.
22. Tag-06.4. In Phan Thiet.
23. Tag-07.4. Mit dem Bus von Phan Thiet nach Ho Chi Minh City.
24. Tag-08.4. In Ho Chi Minh City.
25. Tag-09.4. Ausflug ins Mekongdelta.
26. Tag-10.4. Ho Chi Minh City
27. Tag-11.4. Von Ho Chi Minh City mit Vietnam Airlines nach Taipei.
28. Tag-12.4. Ausflug nach Taipei. Mit China Airlines von Taipei über Abu Dabi nach Frankfurt. Von dort mit der Bahn nach Köln.
Unsere Reisetips:
Vorbereitung:
- Flüge
- Hier gilt es, hartnäckig zu suchen. Empfehlen können wir einen Gabelflug von hier nach
Ha Noi und von Ho Chi Minh City (Saigon) zurück, oder umgekehrt. Die Preise
schwanken sehr stark je nach Zeitraum bzw. Fluggesellschaft.
- Wir haben für den Flug mit China
Airlines von Frankfurt über Abu Dabi, Taipei nach Ha Noi und von Ho Chi Minh City
zurück DM 1088,-- inklusive Tax und Stopover-Hotel in Taipei bezahlt (Vollverpflegung
inklusive) (Getränke sind etwas kritisch: Entweder farbiges Zuckerwässerchen oder die
Flasche Bier für bescheidene 8 US$). Bisher haben wir von keinem günstigeren Flug
gehört! Dafür mußten wir jedoch in Taipei übernachten und waren recht lange unterwegs.
Der nächst teurere Flug hätte aber gleich DM 1450,-- gekostet...
- Neben China Airlines fliegen
diverse andere Airlines nach Viet nam:
- Cathay Pacific
Malaysian Airlines
Singapore Airlines
Thai International Airways
Vietnam Airlines
- Bei der Suche nach einem Flug war uns die Suchmaschine des Bavaria-LLoyd
Reisebüros sehr hilfreich.
- Mit den gefundenen Informationen haben wir dann TamAsia Fernreisen aufgesucht, um dort nach
hervorragender Beratung den Flug, das Visum und zwei Hotels zu buchen.
- Geld
- Auf jeden Fall sollte man Dollar in nicht zu großen Scheinen dabei haben, da man fast
überall auch in Dollar bezahlen kann; manchmal ist dies sogar günstiger, so daß sich
nachrechnen immer lohnt. Traveler Schecks kann man meist nur in Banken wechseln; außerdem
benötigt man hierfür etwas Geduld, da die Wechselprozedur einige Zeit in Anspruch nehmen
kann... Kreditkarten sind auch nicht verkehrt, da diese von immer mehr Hotels, Restaurants
und Geschäften akzeptiert werden; und zur Not gibt´s auch Bargeld...
- Die große Frage: Wieviel?
- Wir haben bei zwei Personen für 4 Wochen mit Flug DM 6.000,-- benötigt. Darin
enthalten waren alle Kosten inklusive Inlandsflug von Hanoi nach Hue sowie vier Nächte im
Hotel Majestic in Ho Chi Minh City.
- Impfungen
- Impfungen sind offiziell nicht vorgeschrieben. Zum eigenen Schutz sollte aber Tetanus-
und Polio-Impfungen noch wirksam sein. Eine Impfung gegen Hepatitis A ist bei allen
Fernreisen von Vorteil. Die Malaria ist zur Zeit in Viet nam wohl kein Problem; eine
Infektionsgefahr besteht aber sicherlich dennoch. Daher ist es vor allem wichtig, sich
nach Möglichkeit vor Insektenstichen zu schützen.
- Wer eine Prophylaxe mit Tabletten nicht verträgt, sollte ein Mittel zur Behandlung
einer akuten Malaria-Erkrankung mitnehmen.
- Infos gibts natürlich auch im Internet z.B. auf der
Vietnamseite von Reisevorsorge,
der Vietnamseite des Centrums für
Reisemedizin oder auf der Seite des Tropeninstitutes
der Universität München.
- Reiseführer
- Für Individualreisende empfiehlt sich zur Vorbereitung "Vietnam"
vom Reise Know How Verlag. Ein wenig genauer scheint der der englischsprachige "Lonely Planet Vietnam" zu
sein. Wer keine Probleme damit hat oder sein Geld lieber im bereisten Land ausgibt, kann
den "Lonely Planet" vor Ort als Kopie - jedoch in sehr guter Qualität - für
ca. DM 15,-- kaufen.
- Reisezeit/Klima
- Wetter Vietnam: Die beste weil trockenste Reisezeit ist von November bis März.
Im Süden herrscht tropisches Klima mit hoher Luftfeuchtigkeit.
- Und wie ist das Wetter jetzt?!?
- Visum
- Für die Einreise nach Vietnam braucht man einen noch mindestens 6 Monate über das
Einreisedatum hinaus gültigen Reisepaß, sowie ein Visum. Ein Touristenvisum kostet eine
Gebühr von ca. 128 DM. Zu beantragen ist dieses ca. 14 Tage vor der Reise bei:
- Botschaft der Sozialistischen Republik Vietnam
Konstantinstr. 37
53179 Bonn
Tel: 0228/357021, Fax: 0228/351866
-
- Botschaft der Sozialistischen Republik Vietnam
Elsenstr. 3
D-12435 Berlin
Tel.: 030-53630-0
Fax: 030-5099375
- Geschickter weil weniger aufwendig und schneller ist es jedoch, wenn man das Reisebüro
bittet, einem das Visum zu beantragen. Der Preis sollte gleich bleiben, da das Reisebüro
das Visum billiger bekommt und über die Differenz seine Provision erhält.
- Zum doppelt ausgefüllten Antrag, müssen noch der Reisepaß und 2 Passphotos
eingereicht werden.
- Wichtig: Mehrfache Ein - und Ausreise ist mit diesem Visumtyp nicht
möglich! Das Land muß per Flugzeug über Ha Noi oder HCM City verlassen werden. Falls
man sich spontan umentscheiden möchte, muß man das mit dem Immigration Office
in Ha Noi (Tel.: 8266200) klären.
Vor Ort:
- Essen...
- Das Essen ist schmackhaft, jedoch nicht scharf. Herz der vietnamesischen Küche ist
Reis, der mit allerlei Gemüsen, Fisch oder Fleisch kombiniert und oft mit der aus
Sardinen gewonnene Fischsauce nuoc nam gereicht wird. Da sehr fettarm gekocht wird, kann
man nach Herzenslust schlemmen ohne Angst haben zu müssen, aus der Form zu geraten...
- Darüber hinaus birgt die Speisekarte auch Dinge, die für uns Mitteleuropäer
gewöhnungsbedürftig sind: Zu nennen sind hier Schlange, Hund, Seeigel, Quallen,
Froschschenkel.
- Falls man mal Lust auf Baguette oder süßen Kuchen hat, so ist dank der französischen
Kolonialherren auch dies an jeder Ecke zu bekommen. In Hanoi zum Beispiel gibt es sogar
hervorragenden Joghurt mit frischen Früchten - ein Gedicht.
- ...und Trinken
- Es gibt ein hervorragende Auswahl an einheimischen Bieren. Das berühmteste, da in jedem
Reiseführer erwähnt, ist das Bier 333, gesprochen "ba ba ba". Wir fanden aber
die anderen einheimischen und oft lokalen Biere meist besser. Für gut befunden haben wir:
"Biere La Rue" um Hoi An; "Biere
Saigon" im Bereich um HCM City.
Bei der Bestellung von Getränken ist es ratsam, immer explizit eine Flasche (7up für 3.000
Dong) zu bestellen, da man sonst immer Dosen (7up für 7.000 Dong)
bekommt. Diese sind durchweg deutlich teurer als die (Mehrweg)-Flaschen; aber die meisten
Touristen wissen dies nicht und zahlen bereitwillig. Aber wenigstens werden auch die Dosen
oft von Lumpensammlern eingesammelt und weiterverwertet.
- Geld
- Vietnamesische Landeswährung ist der Dong. Ca. 14.000 Dong entsprechen 1 US$, ca. 6.700
Dong sind 1 DM; und so sieht der 3 DM und der 3 Pfennig Schein aus.
- Den aktuellen Wechselkurs und eine praktische Umrechnungstabelle zum Ausdrucken gibts
bei www.oanda.com
- Es gibt lediglich Geldscheine, keine Münzen. Die Stückelung beginnt bei 200 Dong und
endet meines Wissen bei 50.000 Dong. Als Reisender kommt man jedoch mit 200ern und 500ern
kaum in Kontakt. Man sollte versuchen, immer eine genügende Zahl von 1.000 und 2.000
Dong-Scheinen bei sich zu haben, da große Scheine oft nicht gewechselt werden
können/wollen.
- Nach unseren Beobachtungen sind die Wechselkurse bei allen Banken und an allen
Orten ziemlich ähnlich. Unterschiedlich sind lediglich die Gebühren - insbesondere bei
Traveler Schecks - und die sind nicht sehr hoch.
- Gesundheit
- Eine gut sortierte Reiseapotheke im Gepäck sollte nicht fehlen. Hier hilft z.B. die
Seite des Tropeninstitutes der Universität
München.
- Ansonsten hat man uns geraten auf Salat, ungeschälte Früchte, Eiswürfel, Eis und
Leitungswasser zu verzichten:
- Leitungswasser trinkt man in Asien sowieso nicht. Zum Zähneputzen gibt
es immer Wasser in Flaschen.
- Eis gibt es von Langnese (In Viet nam heißt es Walls). Wir haben davon
viel gegessen.
- Eiswürfel sind sicherlich kritisch. Wenn das Getränk warm war, haben
wir diese jedoch ohne Probleme zu bekommen, mitgetrunken.
- Früchte sind super lecker und gesund. Also schälen, wenn ein Messer
zur Hand ist und rein damit.
- Salat. Wolltest Du vier Wochen auf Salat verzichten? Wir nicht! Und
auch das ohne Probleme zu bekommen.
Unser Fazit: Alles in Maßen und der Klopapierkonsum hält sich in Grenzen.
- Internet / e-mail
- In jeder kleine Stadt gibt es eine größere Zahl von "Internet Cafes". Die Qualität - sprich die
Geschwindigkeit schwankt stark; das Spektrum geht von einem 33 Kbit-Anschluß für 6 PCs
bis zu einem 33 Kbit-Modem pro PC (ImPostamt in Nah Trang). Die Preise sind regional
unterschiedlich (von 300 bis 700 Dong / Minute), an einem Ort jedoch meist gleich.
- Für einen Web-basierten FreeMail - Account gibt es ja inzwischen genügend Anbieter. Hotmail bietet den Vorteil, daß die meisten Browser
diesen als Startseite eingestellt haben. Ich selbst kann WEB.de
empfehlen, da man hier auch Faxe (es soll ja noch Leute ohne eMail geben...) übers Web
versenden und empfangen kann.
- Und nicht zuletzt kann das Internet unterwegs auch als willkommene Informationsquelle
dienen, da deutsche Zeitungen sowieso nicht und englische-sprachige sehr schwer zu
bekommen sind.
- Post(karten)
- Postkarten gibt es in Viet nam reichlich an jeder möglichen und unmöglichen Stelle.
- Ein T-Shirt mit der Aufschrift "I don´t need postcards" würde vom
Postkartenverkäufer wahrscheinlich mit "May be tomorrow?" kommentiert.
- Das Porto für eine Postkarte die schon nach einer Woche beim Empfänger ist in
Deutschland ist, kostet 7.000 Dong.
- Preise
- Viet nam ist ein preisgünstiges Reiseland. Trotzdem ist handeln und feilschen wichtiger
Bestandteil jedes Geschäftes (Mein "erstes" Baguette kostete 5.000 Dong, das
"letzte" war mit 1.500 Dong wahrscheinlich immer noch zu teuer...).
- Preise werden häufig in US$ angegeben; es ist jedoch immer möglich in Dong zu
bezahlen. Bei Eintrittsgeldern ist dies sogar fast immer günstiger.
- Sprache
- Viele Vietnamesen sprechen Englisch, auch wenn dieses teilweise als solches nicht zu
erkennen ist. Am besten sprechen und verstehen die kid`s, da sie es in der Schule lernen.
Ältere Vietnamesen sprechen teilweise auch recht gutes Französisch.
- Vietnamesisch zu lernen scheint uns sehr schwierig, weniger wegen der Vokabeln, sondern
eher wegen der regional stark unterscheidlichen Ausprache... Wir waren noch nie 4 Wochen
in einem Land und konnten danach so wenig.
- Sicherheit:
- Wir fühlten uns in Viet nam ausgesprochen sicher. Sogar Dinge die wir im Restaurant
oder im Internet-Cafe liegen lassen haben, haben wir immer zurückerhalten. Trotzdem wird
man immer wieder von den Vietnamesen vor den "gefährlichen" Taschendieben
gewarnt. U.E. liegt dies aber eher daran, daß die Vietnamesen zur Gattung der
Hypochonder zählen...
- Trotzdem sollte man die übliche Vorsicht walten lassen und seine Reichtümer nicht zu
freizügig umherzeigen; aber das versteht sich ja auf allen Reisen von selbst.
- Naja, und in Saigon sollte man auf die Diebe auf den Mopeds achten (so haben wir
zumindest gehört), die gern die Taschen klauen, während man sich in einem Cyclo durch
die Gegend fahren läßt.
- Telefon
- Zu "Telefonieren in Viet nam" können wir nur sagen, daß es im Vergleich noch
sehr teuer ist (ca. 7 DM / Minute, in den großen Hotels noch mehr).
- Auch wenn man es kaum für möglich hält: Wer ein Handy (DualBand mit GSM-900 und 1800)
hat, sollte dieses ruhig mitnehmen und sich vor Ort eine PrePaid Karte kaufen. Die Karte
von MobyFone-Card ist für 500.000 Dong (ca. DM 70,--) zu bekommen. Das klingt nach sehr
viel Geld. Dafür konnten wir aber ca. 10 Minuten telefonieren und waren von zu Hause
(für Rückrufe) unter einer Vietnamesischen Telefonnummer 0084... (ohne
eigene Kosten) zu erreichen. Wem das nicht reicht, die nächsten 10 Minuten kosten nur
noch 300.000 Dong. Und lustige Begebenheiten sind ganz umsonst: Wir haben 2 SMS und 2
Anrufe bekommen; leider wissen wir nicht, von wem und was er/sie so wollte. Die
Unterhaltung im Bus mit den anderen Mitreisenden war für den Rest der Fahrt jedenfalls
gerettet.
- Da die Netzabdeckung zumindest an der Küste hervorragend ist,
kann man auch mal vom Strand aus jemanden zu Hause neidisch machen.
- Unterkünfte
- Ein freies Hotel zu finden, war nie ein Problem. Meistens wird man von den Busfahrern
schon direkt vor ein Hotel gefahren, gefällt es nicht, geht´s weiter zum nächsten, usw.
- Der Hotelstandard - gerade der der Billighotels - ist in Viet nam erstaunlich hoch. Für
unter 20 US$ bekommt man ein geräumiges Doppelzimmer mit Klimaanlage, Dusche, Fernseher,
Minibar. Zimmer nur mit Ventilator sind ca. 5 US$ preiswerter. Wenn´s ganz sparsam sein
muß, kann man Zimmer auch ab ca. 7 US$ finden.
- Ganz überraschend fanden wir, daß es in den Zimmern immer Handtücher gab, die man
problemlos benutzen konnte; Seife Zahnbürste, Kamm oder Hausschuhe waren auch meist
vorhanden, wenn auch nicht immer unser "Geschmack" (... eeeehm, und Größe...)!
- In den Hotels muß man immer den Paß (mit der Visumnummer) abgeben, da die Anwesenheit
bei der Polizei gemeldet werden muß.
- Reisen im Land:
- Die meisten Reisenden bewegen sich per (Überland) Bus fort. Hier gilt es zwei Arten zu
unterscheiden: Die von diversen Travel Agencies (wie Sinh Cafe) und die Anderen.
- Wir haben es vorgezogen, die komfortablen Busse der Travel Agencies zu nehmen, da diese
einen deutlich sichereren Eindruck machten. Diese sind zwar auch erheblich teurer als die
Busse, mit denen die Einheimischen reisen, aber dafür besteht auch eine berechtigte
Hoffnung, unterwegs nicht liegen zu bleiben. Und teuer kann man die Touri-Busse auch nicht
nennen: (HCM City - NhaTrang US$ 10)
- Da die Straßen streckenweise in miserablem Zustand sind, reist man mit einer
Durchschnittsgeschwindigkeit von ca. 30 bis 40 Kilometern in der Stunde.
- Die Züge sind allerdings auch nicht schneller und da Ausländer deutlich mehr zahlen
müssen, als Einheimische, sind sie vergleichsweise teuer. Sonstige Transportmittel sind
Flugzeuge, Mietwagen, Taxis, Boote, Motorräder, Fahrräder und Cyclos.
-
- Traveler Cafes
-
- Bus / Minibus
- Eine gute und einfache Alternative, vor allem auf den Hauptrouten, sind die Tour - Busse
der Traveller - Cafes (Sinh, Kim usw.). Man kann sich hier gleich für die gesamte Strecke
HaNoi - Ho Chi Minh City ein "Open Tour Ticket" kaufen (36 US $) und dann an
allen wichtigen Orten unterbrechen; wenn man nach einer Unterbrechung weiter möchte, muß
man nur einen Tag vorher anrufen (lassen). Solch einen Komfort hatten wir in keinem
anderen asiatischen Land!
- Cyclo / Motorradtaxi
- Das Cyclo (Fahrradrikscha) ist das Transportmittel in den Städten. Ob
Badezimmer, mehrere lebende Schweine, dutzende Enten und Hühner oder auch "nur"
Personen, einfach alles wird hiermit befördert.
- Wir sind meist gelaufen oder haben ein Fahrrad gemietet, da wir eher Mitleid hatten,
wenn 40 kg Vietnamese 70 kg Europäer durch die Mittagssonne strampeln mußten;
andererseits zahlten die 70 kg meist recht gut...
Also wenn ihr ein Cyclo mietet: Nur ein Fahgast bei längeren Strecken...
- Fahrrad
- Überall für ca. 1 DM pro Tag zu leihen. Am Anfang braucht man
ein wenig Mut - die Reise beginnt nun mal in Ha Noi oder in Ho Chi Minh City. Es ist aber
eine gute Übung für das Moped.
- Wir haben zum ersten Mal in Hue geübt.
- Flug
- Um Zeit zu sparen, bietet es sich an, das Flugzeug zu nutzen. Wir haben die Strecke von
HaNoi nach Hue mit dem Flieger zurückgelegt. Da es u.U. recht schwierig sein soll, in
Viet nam einen Flug zu buchen, haben wir dies schon von Deutschland aus erledigt. Dies
war, wie sich heraus stellte, ein paar Mark teurer, aber dafür deutlich streßfreier.
Nachteilig ist hingegen, daß man terminlich gebunden ist...
Flugplan von
Vietnamairlines.
- Linienbus
- Linienbusse sind fast immer total veraltet, überfüllt (es sei denn, sie machen
pannenbedingt eine mehrstündige Pause...) und nichts für uns großgewachsene Europäer.
- Moped
- Mopeds gibt es fast immer da, wo es auch Fahrräder gibt. Ein Führerschein benötigt
man nicht. Wir haben (leider nur) in HoiAn (4 US$ pro Tag) und in PhanThiet (8 US$) die
Möglichkeit ergriffen, das Land unsicher zu machen. Wenn man vorher mit dem Fahrrad
geübt hat, ist das mit dem Moped nicht so schwierig. Der "Trick" besteht darin,
einfach mit zu schwimmen und auf keinen Fall plötzliche Richtungs- oder
Geschwindigkeitswechsel zu machen.
- Die Beschilderung läßt allerdings ser zu wünschen übrig: Bei der Fahrt von HoiAn
nach XXX haben wir es geschafft, statt 40 km mehr als 70 km durchs
Land zu kurven.
- Zug
- Den Zug haben wir selbst nicht genutzt, da wir die Erfahrung gemacht haben, daß die
Bahnhöfe im Süden meist außerhalb der Ortschaften liegen oder die Züge morgens noch
vor den Bussen abfahren (und das ist manchmal schon mitten in der Nacht). Wie wir gehört
haben, lohnt es sich, zumindest eine Teilstrecke zu fahren; daher sollte man sollte die
Zugetappe eher für den Norden einplanen.
Zugfahren ist aber nicht gerade billig; Ausländer zahlen, ganz offiziell, ein mehrfaches
des Einheimischen - Tarifs!
Homepage: http://members.tripod.de/hajo62/vietnam |
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Reiseland: Vietnam Datum der Reise: März 2000 Dauer der Reise: 4 Wochen Autor: Hajo und Steffi Aufrufe bisher: 8680
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